(openPR) Nach Auswertung diverser medizinischer Studien sieht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die effektive Wirkung von Olivenöl bei Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes als ausreichend belegt an. Jedoch geht in der medialen Begeisterung oft ein wichtiges Detail dieser Studien unter: nur Olivenöle mit einem hohen Gehalt an Polyphenolen führen zu diesen positiven Ergebnissen. Gängige Olivenöle aus dem Supermarkt haben einen so niedrigen Gehalt an Polyphenolen, dass sie als wirkungslos in der Therapie von Herz-Kreislauf-Krankheiten zu betrachten sind.
Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und werden durch eine Reihe an Faktoren beeinflusst. Die sekundären Pflanzenstoffe des Olivenbaums dienen der Immunabwehr, sorgen für dessen Robustheit und hohe Widerstandskraft und bleiben im Olivenöl erhalten. Zu den am besten erforschten sekundären Pflanzenstoffen im Olivenöl zählen Polyphenole und Vitamin E.
Entscheidend: die Olivensorte
Der Polyphenolgehalt ist unter den mehr als 1000 Olivensorten sehr unterschiedlich. Neuzüchtungen speziell für den superintensiven Olivenanbau haben zwar rentablere aber dafür polyphenolärmere Olivensorten zum Ergebnis.
Die alte Olivensorte Chemlali stammt aus einer Zeit, als es noch keine Hilfsmittel in Form von Pestiziden, künstlichen Düngemitteln und Bewässerung gab. Sie verfügt noch über eine natürliche hohe Widerstandskraft, die sich in einem hohen Gehalt an Polyphenolen und Vitamin E widerspiegelt.
Der Erntezeitpunkt entscheidet über Erhalt oder Verfall der sekundären Pflanzenstoffe
Zu dem Zeitpunkt, an dem die grünen Oliven ihre Farbe ins Violett-Schwarze ändern, ist der ideale Erntezeitpunkt, da jetzt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen am höchsten ist. Eine Ernte zu diesem Zeitpunkt wird als Erste Ernte oder Frühernte bezeichnet. Bei der Späternte, nur einen Monat später, ist der wertvolle Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in den Oliven um 90% gesunken, aber dafür ist der Olivenölertrag doppelt so hoch.
Traditioneller Olivenanbau für eine höhere Olivenölqualität und eine nachhaltige Landnutzung
In Süd-Tunesien gibt es noch den traditionellen Olivenanbau: höchstens 17 Olivenbäume pro Hektar wachsen gemeinsam mit Mandelbäumen größtenteils sich selbst überlassen. Traditionell anbauen lassen sich nur alte Olivensorten wie die Chemlali Olive, da sie noch eine natürliche Widerstandskraft haben. Der Mangel an “ menschlicher Fürsorge“ steigert nachweislich den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in der Olive, wogegen die künstliche Bewässerung – wie im superintensiven Anbau üblich- zu einer Reduzierung der sekundären Pflanzenstoffe in der Olive führt.
Nähere Informationen und viele weitere Tipps finden Sie unter: www.gesundesolivenoel.blogspot.de
















