(openPR) Wie klingt der Orient? Dieser Frage widmet sich am 6. Juni 2014 um 19 Uhr ein Konzert der Reihe „Klingt gut.“ im Forum der Bundeskunsthalle in Bonn und nimmt dabei zwei unterschiedliche Musiktraditionen in den Blick: Das Duo Sidare und Kassem Mohammed präsentieren traditionelle irakische Musik, die zeitgenössischer Kunstmusik von Komponistinnen und Komponisten aus dem Nahen und Mittleren Osten, interpretiert vom ensemble chronophonie, gegenübergestellt wird. Moderiert wird der Abend von Elif Senel (WDR, Funkhaus Europa), die unser Bild vom Orient hinterfragt und auf unterhaltsame Weise die Hintergründe der Musikstücke beleuchtet.
Das Konzert knüpft an die aktuelle Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland „Abenteuer Orient. Max von Oppenheim und seine Entdeckung des Tell Halaf“ an, die noch bis zum 10. August zu sehen ist. Orientalische Musik übte auf den Forscher eine besondere Faszination aus. So finden sich zwischen den Exponaten der Ausgrabungsstätte auch arabische Musikinstrumente; ein weiteres Zeugnis liefern Musikaufnahmen aus dem Grabungsgebiet, die er mit einem Edison-Phonographen aufzeichnete.
Was fasziniert uns heute am Orient? Welche Vorstellungen haben wir von arabischer Musik? Als Bezugspunkt dient die traditionell-irakische Musik, gespielt auf den klassischen Instrumenten Djoze, Daf und Santur, die abwechselnd zu den Werken zeitgenössischer Kunstmusik präsentiert wird. Die Komponistinnen und Komponisten, deren Stücke im „Klingt gut.“-Konzert vorgestellt werden, stammen aus dem Nahen und Mittleren Osten und absolvierten ihre akademische Kompositionsausbildung in Deutschland. Finden sich in der Neuen Musik, die sonst eher auf eine europäische Musiktradition zurückblickt, Hinweise auf die Herkunftskulturen der Künstler? Überschreiten die Werke die Grenzen zwischen orientalischer und europäischer Musiktradition? Moderatorin Elif Senel geht diesen Fragen nach und stellt die unterschiedlichen kompositorischen Umsetzungen von Füsün Köksal (Türkei), Elia Koussa (Libanon), Samir Odeh-Tamimi (Israel/Palästina) und Amir Teymouri (Iran) vor.
Zum ersten Mal findet zusätzlich zum Konzert ein Vermittlungsprojekt statt, das eine künstlerische Reflexion zur gespielten Musik sowie zum Thema Orient bietet. Kinder der Münsterschule Bonn präsentieren im Rahmen des Konzertes eigene WortKlang-Stücke, die zusammen mit Kinderbuchautorin und Dichterin Andrea Karimé und den beiden Musikern Daniel Agi (ensemble chronophonie) und Saad Thamir (Duo Sidare) entwickelt wurden.













