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Fasten – vom Heilfasten bis zur Nulldiät

21.05.201412:07 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Fasten – vom Heilfasten bis zur Nulldiät
Bild: marrakeshh - fotolia
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(openPR) Fasten bedeutet, freiwillig für eine begrenzte Zeit auf feste Nahrung und Genussmittel zu verzichten. In vielen Religionen ist es ein wesentlicher Bestandteil. Häufig fasten Menschen auch aus gesundheitlichen Beweggründen. „Viele versprechen sich davon eine Entschlackung oder Entgiftung des Körpers, und das in kürzester Zeit. Doch Vorsicht ist geboten“, erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.



Heil(t)fasten?!
So schön die Versprechen zur Gewichtsreduktion oder dem Heilen von Krankheiten klingen, so kritisch beschäftigen sich Fachgesellschaften und Wissenschaftler damit. „Eine Fastenkur ist keine medizinische Therapie für bestimmt Erkrankungen, wie Rheuma, Bluthochdruck oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen und ersetzt diese auch nicht“, ergänzt Dr. Elke Arms. Bei bestimmten Erkrankungen wie beispielsweise Krebs ist sogar davon abzuraten, insbesondere dann, wenn es vorab schon zu einer starken Gewichtsabnahme gekommen ist. Fasten ist auch nichts für Kinder und Jugendliche, die sich im Wachstum befinden, sowie für Schwangere und Stillende. „Während des Nahrungsverzichtes fällt vermehrt Harnsäure an, die der Körper nicht wie gewohnt ausscheiden kann. Folglich drohen Gichtanfälle“, erklärt Dr. Elke Arms. Fasten kann auch verschiedene Nebenwirkungen hervorrufen. Dazu zählen zum Beispiel sinkende Blutdruckwerte, Herzrhythmusstörungen oder Schwindelgefühle. Daher ist vor einer Heilfastenkur ein Gesundheitscheck empfehlenswert. Darüber hinaus ist eine fachkundige Betreuung während des Heilfastens sinnvoll.

Nulldiät: Gegessen wird nichts
Auch eine Null-Diät sollte nur auf ärztlichen Rat und unter ärztlicher Beobachtung durchgeführt werden. Sie ist die strengste Form des Fastens. Auf feste Lebensmittel wird verzichtet. Neben Wasser werden Vitamine und Mineralstoffe zugeführt, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Während dieser Diät können beispielsweise Kreislaufbeschwerden, Elektrolytstörungen, ein niedriger Blutzuckerspiegel, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe und Schlafstörungen auftreten.

Fasten zum Abnehmen?
„Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht gibt es ebenfalls Einschränkungen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht das Heilfasten nicht als geeignete Maßnahme zur Gewichtsreduktion“, so Dr. Elke Arms. Zwar verliert der Körper an Gewicht. Jedoch ist der Verlust an Eiweiß kritisch, der sich beispielsweise in einem Abbau der Muskelmasse zeigt. Hier ist das modifizierte Molkefasten eine gute Alternative: eiweißangereicherte Molke soll den Muskelabbau während der Fastenperiode hemmen. Der Körper muss nicht auf eigene Eiweißreserven zurückgreifen. „Unter Beachtung dieser Einschränkungen kann das Heilfasten ein guter Start zum Wunschgewicht sein. Denn nach einer gewissen Zeit des Verzichts wird die Ernährung meist bewusster wahrgenommen“, so Dr. Elke Arms.

Heilfasten - Enthaltsamkeit nach Plan
Als Vorbereitung auf eine Fastenkur werden normalerweise ein bis drei Entlastungstage empfohlen. Hier dürfen nur noch eine leichte Kost mit Obst oder Reis gegessen werden. Das eigentliche Heilfasten beginnt mit einer gründlichen Darmreinigung. Dabei hilft beispielsweise eine Salzlösung, wie etwa Glaubersalz, die abführend wirkt. Viele Konzepte empfehlen, die Darmreinigung auch während der Kur mehrmals zu wiederholen. Eine Fastenkur endet mit dem Fastenbrechen. „Wichtig ist dabei, behutsam vorzugehen, beginnend mit einer Suppe am ersten Tag. Die Energiezufuhr wird anschließend über mehrere Tage hinweg langsam gesteigert“, so Dr. Elke Arms.

Fasten ist nicht gleich Fasten
Die Historie des Heilfastens reicht viele Jahre zurück. Der deutsche Mediziner Dr. Otto Buchinger entwickelte bereits 1935 ein erstes Programm. Im Vordergrund steht dabei das „Entschlacken“ und „Entgiften“ des Körpers. Das heißt, durch den Verzicht auf feste Nahrung soll der Körper von Giftstoffen, die sich mit der Zeit ansammeln, befreit werden. „Das Heilfasten an sich erfolgt nach unterschiedlichen Regeln. Dabei gibt es beispielsweise Varianten nach dem österreichischen Arzt Franz Xaver Mayr, dem schlesischen Bauern und Fuhrmann Johann Schrothoder oder der Heiligen Hildegard von Bingen“, so Dr. Elke Arms.

Entgiftung mit „Detoxing“
Ein noch recht junges Konzept verbirgt sich hinter den Begriffen „Detoxen“, „Detoxing“ oder „Detox“, was ebenfalls ein Heilfasten bezeichnet. Die Worte leiten sich von dem englischen „detoxing“ ab und bedeuten übersetzt „Entgiftung“. Zusätzlich soll der Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. „Nach Meinung der Autoren ist eine Gewichtsabnahme nur durch diese Methode möglich, da Säuren, Schlacke und Giftstoffe Wasser und Fette binden und diese zunächst mit Hilfe des Detoxing aus dem Körper herausgeleitet werden müssen, um das Wunschgewicht zu erreichen“, so Dr. Elke Arms. Je nach Autor sehen die Empfehlungen etwas anders aus. Oft soll auf sogenannte übersäuernde Lebensmittel wie Weißmehl, Zucker, Fleisch oder Süßigkeiten verzichtet werden, während basenbildende Lebensmittel wie Gemüse und bestimmte Obstsorten erlaubt sind. „Diese Theorie ist jedoch wissenschaftlich bisher nicht belegt. Grundsätzlich ist ein gesunder Körper in der Lage, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten“, ergänzt Dr. Elke Arms.

Weitere Informationen und Serviceangebote zum Thema Ernährung unter http://ernaehrungsstudio.nestle.de

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