(openPR) Berlin, 20.05.2014: Bei einem Pressegespräch des Frankfurter Zunkunftsrats e.V. im KulturKaufhaus Dussmann diskutierten gestern die Podiumsteilnehmer Dr. Bernhard Bueb, ehem. Leiter der Schule Schloss Salem, Prof. Dr. Christian E. Elger, Direktor der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn, und Uwe Mommert, Medienbeobachter und Vorstand der Landau Media AG, lebhaft über die Auswirkungen digitaler Medien sowie Perspektiven und Chancen, die diese eröffnen.
Der Medienwandel hat schon immer Ängste ausgelöst. Im 18. Jahrhundert wurde vor den Gefahren übermäßigen Bücherkonsums gewarnt, ein Jahrhundert später war es zu viel Fernsehen, das die Entwicklung von Kindern vermeintlich störte. Neue Kommunikationsmöglichkeiten verändern unser Verhalten und prägen die jüngere Generation. Allen Warnungen zum Trotz gehören digitale Medien zur Realität, in der Kinder und Jugendliche heute denken und handeln.
Dr. Bueb, vertritt die Meinung, dass es das Ziel der Schule sein muss, Kinder und Jugendliche ganzheitlich zu fördern, sie in ihrem Charakter zu stärken, um selbstbewusst mit dem sozialen Druck und der Konkurrenzmentalität in den Social Media klarkommen zu können.
Professor Elger zufolge passt sich das Gehirn neuen Herausforderungen an, so ist belegt, dass die Sprachzentren der Gehirne von Kindern, die frühzeitig eine mehrsprachige Erziehung erhalten, sich stärker ausbilden. Deshalb sollten Kinder schon früh, spielerisch, den Umgang mit digitalen Medien lernen.
Problematisch ist Buebs Erfahrung nach eher das fehlende Wissen der Erwachsenen auf diesen Gebieten. Eltern und Erzieher sind aber in der Pflicht, Anleitung zu geben und Kinder beim Erlernen dieser Fähigkeiten zu unterstützen. Einigkeit bestand darüber, dass die digitalen Medien mehr und mehr das Schulleben beeinflussen und starke strukturelle Veränderungen erfordern. Dies sind aber erfahrungsgemäß, so Bueb, langwierige Prozesse und nur schwer umzusetzen. Uwe Mommert sieht hingegen, dass „eine Gesellschaft, die 10 bis 15 Jahre braucht, um ihr Bildungssystem zu reformieren, in der digitalen Revolution zum Scheitern verurteilt ist.“
Das Pressegespräch zeigte, dass beides möglich ist: Kinder zu selbstwussten und glücklichen Menschen zu erziehen und ihnen früh digitale Kompetenzen für die Zukunft zu vermitteln, fasste Prof. Dr. Manfred Pohl, Gründer und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Frankfurter Zukunftsrats, zusammen.











