(openPR) Der Alternative Medienpreis 2014 wird am 16. Mai verliehen: Die Preisträger stehen fest.
Preise gehen an innovative und gesellschaftskritische Beiträge wie NSU-Watch, ,,Steppenbeben“, ,,Flüchtlinge in Berlin“, WDR-Blog und die ,,Reportage über den illegalen Einwanderer Khalid“. Aus 187 Einsendungen werden in Nürnberg neun Preisträger in den Sparten Printmedium, Internet, Audio, Video und Medienkritik mit insgesamt 4500 Euro ausgezeichnet
Die im April 2013 von Gabriele Fischer gegründete unabhängige Prozessbeobachtungsstelle NSU-Watch belegt mit dem Online-Auftritt www.nsu-watch.info den ersten Platz in der Sparte Internet. NSU-Watch dokumentiert und kommentiert den NSU-Prozess in München, faktenreich und genau. Wie wird von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert? Auf dem Webportal www.geheimerkrieg.de findet man die Antworten, zusammengetragen durch ein Team vom NDR und der Süddeutschen Zeitung. „Spionieren Sie zurück: Finden Sie die Agenten vor Ihrer Haustür!“ ist die Aufforderung an den kritischen Bürger. Das Projekt verdient sich damit den zweiten Preis.
Die Jury überzeugte in der Sparte Print die tonic-Reporterin Claudia Flach mit ihrer „Reportage über den illegalen Einwanderer Khalid“. In seinem Beitrag „Wo Adolf noch regiert“, erschienen in der taz.nord, erinnert Henning Bleyl daran, dass viele der von Adolf Hitler und seinen Leuten erlassene Gesetze noch heute fortwirken: „bei Mordprozessen, in Bremer Kleingärten und oder Hamburger Wohnprojekten“. Claudia Flach und Henning Bleyl erhalten die Preise in der Sparte Print.
In der Kategorie Audio geht der Alternative Medienpreis an Ulla Lachauer für ihre Reportage auf Deutschlandradio „Steppenbeben – Augenzeugen der sowjetischen Atomwaffenversuche erzählen“ Everina Brink, Svenja Wegerle und Chris Meier erhalten die Auszeichnung für den „Beitrag des evangelischen Gymnasiums Nordhorn auf der Ems-Vechte-Welle zu Rassismus“.
Die von Rebecca Kunsch im AlexTV ausgestrahlte halbstündige Talksendung „Flüchtlinge in Berlin“ zeigt, wie die Reise von Flüchtlingen aus Afrika nach Europa aussehen kann. Sie wird mit dem ersten Platz in der Sparte Video ausgezeichnet. Der zweite Preis in der Sparte Video geht an Karin de Miguel Wessendorf für ihren Dokumentarfilm „Weniger ist mehr- Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben“.
Den Alternativen Medienpreis in der Sparte Medienkritik gewinnt Marvin Oppong mit seinem Blog zur WDR-Klage auf opppong.wordpress.com. Den Kern des Blogs bildet die Auskunftsklage gegen den Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR). Sie wurde eingereicht, da der Sender sich weigerte Auskunft darüber zu geben, an wen er öffentliche Aufträge im nicht-redaktionellen Bereich vergeben hat.
Die Preise werden am 16. Mai um 20 Uhr am Bildungszentrum der Stadt Nürnberg,
Gewerbemuseumsplatz, 2, 90403 Nürnberg, im Fabersaal verliehen. Durch die Preisverleihung führt Peter Lokk von der Nürnberger Medienakademie. Bei der Verleihung erwartet Preisträger und Gäste Jazz-Musik von Horst Faigle und im Anschluss ein Buffet. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung auf www.alternativer-medienpreis.de wird gebeten. (2672 Zeichen)







