(openPR) Im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz hat das LINK Institut für Markt- und Sozialforschung eine „Differenzierte Betrachtung der Nutzung und der Wahrnehmung des Mobilfunks“ (Studientitel) vorgenommen und dazu im Jahr 2013 eine bevölkerungsrepräsentative, telefonische Befragung unter insgesamt 2.500 Personen in Deutschland durchgeführt. Die Stichprobe berücksichtigte dabei sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern, so dass auch sehr mobile Personen und solche ohne Festnetzanschluss berücksichtigt wurden.
Telefonieren ist am wichtigsten für den Beruf, mit Smartphones wird gesurft
2.200 der 2.500 befragten Personen (88%) haben im letzten halben Jahr zumindest gelegentlich mit dem Handy telefoniert. Am wichtigsten war das mobile Telefonieren für den Beruf, am zweitwichtigsten für Abstimmungen innerhalb der Familie. Per Handy zu telefonieren um sich „nur“ zu unterhalten spielt eher eine untergeordnete Rolle. Auf dem Vormarsch ist hingegen weiterhin die mobile Internetnutzung auf Smartphones.
45% aller 2.500 Befragten verfügen über ein Smartphone und 89% dieser Smartphone-Besitzer gehen damit auch ins Internet. Dabei sinkt der Anteil an Smartphone-Besitz mit dem Alter und wächst mit steigendem Einkommen und höherer Schulbildung. Darüber hinaus sind Männer und in Westdeutschland lebende Personen häufiger Smartphone-Besitzer.
Die Ausstattung eines Handys ist am wichtigsten und ins Internet geht´s per WLAN
Welche Aspekte sind beim Handy-Neukauf am wichtigsten? Mit 46% werden Ausstattungsmerkmale und Funktionen am häufigsten genannt, technische Eigenschaften sind mit 29% am zweitwichtigsten – allerdings legen deutlich mehr Männer (34%) als Frauen (24%) Wert auf diese Kennzahlen. Das Design belegt den dritten Platz mit 20%. Von allen Befragten geben übrigens nur 4% an, dass sie beim Kauf eines neuen Handys auf den SAR-Wert, der Auskunft über die Strahlung gibt, achten (Frauen: 4%, Männer 3%), bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 9% – die noch vor einigen Jahren rege Diskussion zu diesem Thema ist aktuell wenig präsent.
Die Frage nach dem Besitz weiterer mobiler Endgeräte ergibt, dass 53% aller 2.500 Befragten über mindestens ein weiteres mobiles Endgerät, wie einen Laptop oder ein Tablet (z.B. iPad) verfügen. 83% dieser Personen nutzen WLAN, um mit diesen Geräten ins Internet zu gehen und zwar hauptsächlich zu Hause. Diesbezüglich zeigen sich keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen oder verschiedenen Altersgruppen.
Über Vorsorgemaßnahmen vor elektromagnetischen Feldern wird kaum nachgedacht
Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, die persönliche Belastung mit elektromagnetischen Feldern so gering wie möglich zu halten und informiert unter http://www.bfs.de/de/elektro/faq/emf_faq_vorsorge.html über Vorsorge bei elektro-magnetischen Feldern.
Faktoren, die elektromagnetische Felder beispielsweise durch Handy- oder WLAN-Nutzung betreffen, werden jedoch kaum (noch) als gesundheitliche Risikofaktoren wahrgenommen. Dementsprechend hat der Großteil der Befragten weder über Vorsorgemaßnahmen nachgedacht, noch aktiv welche ergriffen. Seit 2003 bleibt der Anteil derjenigen, die bereits gezielt Maßnahmen ergriffen haben, wie etwa die Reduzierung der Gerätenutzung oder das (nächtliche) Ausschalten der Geräte, stabil (6-7%). Der Anteil derjenigen, die über Maßnahmen nachgedacht haben, ist insbesondere im Vergleich zur Vorbefragung 2009 von 15% auf 10% signifikant gesunken und erreicht damit den niedrigsten Wert aller Erhebungswellen seit 2003.
Doch unter denjenigen Personen, die sich wegen elektromagnetischer Felder Sorgen um ihre Gesundheit machen, haben bereits 21% über Vorsorgemaßnahmen nachgedacht und unter denjenigen, die bereits aufgrund von elektromagnetischen Feldern gesundheitlich beeinträchtigt sind, sind es 25%.
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat Informationen und Tipps zu Bluetooth und WLAN im Infoblatt „Sprach- und Datenübertragung per Funk: Bluetooth und WLAN“ (http://www.bfs.de/de/bfs/publikationen/broschueren/elektromagnetische_felder/moderne_kommunikation/INFO_Bluethooth_und_WLAN.pdf) zusammengestellt und gibt speziell zum Telefonieren mit dem Handy Tipps unter http://www.bfs.de/handytipps.
Zur Studie:
Den ausführlichen Ergebnisbericht finden Sie auf: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0221-2014022811170
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