(openPR) uni-assist e.V. – die Servicestelle von 160 deutschen Hochschulen für internationale Studieninteressierte – feiert 10. Geburtstag. Seit 2004 bewertet uni-assist internationale Zeugnisse und prüft, ob die Schul- oder Studienabschlüsse grundsätzlich zum Hochschulstudium in Deutschland berechtigen. uni-assist leistet für internationale Studieninteressierte einen wichtigen Beitrag für ihren künftigen Studienerfolg an einer deutschen Hochschule: Wer sämtliche für das Studium notwendige sprachliche, schulische oder akademische Voraussetzungen erfüllt, hat auch die besten Chancen auf einen erfolgreichen Studienabschluss mit beruflichen Perspektiven. uni-assist leistet zudem einen wichtigen Beitrag für ein faires Zulassungsverfahren, weil den Hochschulen ein einheitliches Prüfergebnis für die Bewertung der internationalen Zeugnisse vorliegt. Von allen Studieninteressierten, die ihre Unterlagen zur Vorprüfung an uni-assist schicken, erhalten rund 75% ein positives Prüfergebnis. Vor kurzem begrüßte der Verein die 300.000 Bewerberin seit der Gründung – sie nimmt nun am Zulassungsverfahren der TU Berlin teil.
Hintergrund
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gründeten im November 2003 gemeinsam mit 41 deutschen Hochschulen uni-assist mit dem Ziel, eine zentrale Anlaufstelle für internationale Studienbewerberinnen und Studienbewerber zu schaffen. Sie sollte den Weg an eine deutsche Hochschule erleichtern, aber auch prüfen, ob die Kandidaten die sprachlichen und akademischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Studienbewerbung und ein erfolgreiches Studium grundsätzlich erfüllen. Die Finanzierung erfolgt über ein Bearbeitungsentgelt, das sich an den realen Kosten orientiert und das im Regelfall die Studieninteressierten tragen. Zum 1. Mai 2004 startete die Servicestelle ihren Echtbetrieb. Heute ist uni-assist als eingetragener Verein von 160 staatlich anerkannten Hochschulen ein Kompetenzzentrum für die Prüfung internationaler Bildungsabschlüsse. uni-assist folgt den Zugangsstandards der Hochschulen, den Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) für die Bewertung internationaler Zeugnisse und internationalen Standards. Das Prüfverfahren unterliegt einem strengen Qualitätsmanagement durch uni-assist und die Hochschulen.
uni-assist hat in den vergangenen 10 Jahren Zeugnisse von 300.000 internationalen Studienbewerberinnen und Studienbewerbern aus 176 Ländern geprüft. Da uni-assist der eigentlichen Studienbewerbung an den Hochschulen vorgelagert ist, werden hier zum frühestmöglichen Zeitpunkt Entwicklungen und Tendenzen gemessen, die für viele Entscheidungsträger in den Hochschulen und im hochschulpolitischen Umfeld von großem Wert sind: Spiegeln sie doch unmittelbar das Interesse an Deutschland als internationalem Bildungsstandort wieder und belegen zeitnah, ob Veränderungen in der Zulassungspolitik oder Marketingaktivitäten wirklich die erhoffte Wirkung zeigen. uni-assist ist dabei die einzige Quelle für Daten zur Entwicklung von internationalen Studienbewerbungen – die amtliche Statistik greift erst ein oder zwei Jahre nach Studienbeginn und erfasst ausschließlich Daten der Studierenden.
So zeigt sich beispielsweise, dass die Herkunftsregionen der Studieninteressierten, die in Deutschland studieren wollen – anders als in anderen klassischen Studienländern wie den USA oder Großbritannien – weiter gestreut ist: Stammt in den USA die Hälfte der internationalen Studierenden aus China, Indien und Südkorea, entfällt allein ein Viertel aller Studieninteressierten, die bei uni-assist Zeugnisse zur Vorprüfung einreichen, auf 20 Herkunftsnationen. Die zahlenmäßig wichtigsten Herkunftsländer sind dabei China, Indien, Russland, Kamerun und Bulgarien, wobei es im Laufe der Jahre immer wieder Verschiebungen gegeben hat: So hat nicht nur die Zahl der Studieninteressierten aus Indien in den vergangenen Jahren extrem zugenommen, auch wächst das Interesse an einem Studium in Deutschland beispielsweise in Indonesien und im Iran – wobei sich Studieninteressierte aus dem Iran besonders stark für Masterprogramme interessieren. Auf ihrer diesjährigen Jahrestagung vom 26. – 28. März in Berlin haben die uni-assist-Hochschulen die Vorteile von uni-assist noch einmal unterstrichen: Für alle Hochschulen liegt ein einheitliches Prüfergebnis für die Hochschulzugangsberechtigung vor – eine wichtige Voraussetzung für ein faires Zulassungsverfahren an den Hochschulen. Die Hochschulen konzentrieren ihre Kapazitäten in qualifizierte Auswahl, Beratung und Betreuung.
Zum Service für Studieninteressierte zählen: ein Satz an Bewerbungsunterlagen für die Bewerbung an vielen Hochschulen, Informationsservice für Studieninteressierte über Telefon und Kontaktformular, Orientierung über den aktuellen Verlauf über einen persönlichen Onlineaccount, schriftliche Rückmeldung(en) über das Prüfergebnis.
Internationale Nachfrage nach Studienplätzen liegt im Interesse der deutschen Hochschulen. Internationalität und ein weltoffenes Klima ist in Zeiten der Globalisierung auch auf dem Campus gefragt. Mehr internationale Studentinnen und Studenten und international ausgelegte Studiengänge bereichern nicht nur die deutsche Bildungs- und Wissenschaftslandschaft, auch die Wirtschaft benötigt künftige exzellente Fachkräfte, um im internationalen Wettbewerb gut platziert zu sein. Die Bundesregierung, die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern und der Deutsche Akademische Austauschdienst haben hierfür ein gemeinsames strategisches Ziel formuliert: bis zum Jahre 2020 soll die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland von 250.000 auf 350.000 steigen.









