(openPR) Wladimir Kaminer erzählt am 06.06. von (s)einer neuen Brandenburger Idylle
Als im Mai vor über 25 Jahren der deutsche Pilot Mathias Rust auf dem Roten Platz landete, blickte die Welt staunend nach Moskau. Ebenso überrascht war auch ein sowjetischer Soldat, der in einer Raketenstellung vor Moskau stationiert war. Die waghalsige Landung von Rust löste mehrfach militärischen Alarm aus. Der unglückliche Zufall einer zeitgleich abgestürzten Transportmaschine und die damit verbundenen Flugbewegungen sorgten aber dafür, dass das Flugzeug von Rust die notwendige Aufmerksamkeit der diensthabenden Stellen verlor, und er schließlich unbehelligt landen konnte.
Jener sowjetische Soldat war kein anderer als der Schriftsteller Wladimir Kaminer. Er leistete zu dieser Zeit seinen Militärdienst ab. Drei Jahre später zog es Kaminer dorthin, woher Rust kam: Nach Deutschland. Sein Vater hatte ihn mit den Worten »Die größte Freiheit ist die Möglichkeit abzuhauen« dazu ermuntert. Kaminer gelangte 1990 nach Berlin; hier begann seine Laufbahn. Sein bekanntestes Werk ist die inzwischen verfilmte »Russendisko«. In Finsterwalde wird er sein aktuelles Buch »Diesseits von Eden: Neues aus dem Garten« vorstellen. Die Handlung spielt in einem brandenburgischen Dorf vor den Toren Berlins, wo humorvolle Geschichten über eigenwillige Einwohner gleichsam auf der Dorfstraße liegen. Kaminer und seine Familie erhoffen sich
in dieser Idylle mehr gärtnerische Freiheit als in ihrem bisherigen Berliner Schrebergarten. Doch weitere Abenteuer warten!
Nach Marion Brasch ist bei den zweiundzwanzigsten Finsterwalder Stadtgesprächen der Schriftsteller Wladimir Kaminer zu Gast im ehemaligen Warenspeicher „Ad. Bauer’s Wwe.“ in Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster). Gemeinsam mit dem Sängerstadtmarketing e. V. laden wieder der Ur-Ur-Enkel der legendären Kaufmannsfrau, Sebastian Schiller, und seine Frau Christiane zu Gesprächen über Vergangenes, Aktuelles oder Zukünftiges in einer überraschenden Umgebung mit interessanten Gesprächspartnern.
Ungewöhnlicher Veranstaltungsort ist ein alter Warenspeicher, der einen ehemaligen Kolonialwarenladen für Güter des täglichen Bedarfs beherbergt; eingerahmt von etwa 1.000 gebrauchten Schuhmacherleisten, die an Decken und Wänden hängen. Ein Büffet auf der alten, sieben Meter langen Ladentheke und Musikalisches von der Musikschule des Landkreises bilden hierzu einen festlichen Rahmen.
Sämtliche Eintrittskarten zu der Veranstaltung waren ebenso wie die Plätze auf der Warteliste innerhalb kurzer Zeit vergriffen.
www.finsterwalder-stadtgespraeche.de













