(openPR) Geschick, technisches Verständnis und Kreativität sind gefragt.
Der Stuckateur zählt zu den technischen Handwerksberufen. Das Leistungsspektrum umfasst alle klassischen Tätigkeiten wie z. B. Innenputz, Außenputz, Neubauarbeiten, Altbausanierung, Trockenbau, Restaurierung sowie Stuckarbeiten. Diese Tätigkeiten haben sich im Laufe der Zeit stetig gewandelt und wurden durch neue Berufsfelder, wie Energetische Sanierung, Gebäudeenergieberatung und Gesundes Wohnen ergänzt. Selbst solare Lüftungssysteme, Klimadecken und Wandheizungen werden heute durch Stuckateur-Fachbetriebe geplant und installiert.
Stuckateure kennen nicht nur die unterschiedlichsten Materialien für Wände, Böden und Decken, sie beherrschen auch meisterhaft deren Verarbeitung. Der Stuckateur ist mittlerweile umfassender Berater und Problemlöser bei Neubau, Ausbau, Umbau oder Sanierungen.
Somit unterscheidet sich der Beruf des Stuckateurs wesentlich vom herkömmlichen Gipser bzw. Maler. Für die Aufgaben des Stuckateurs ist sowohl Präzision bei der handwerklichen Ausführung als auch bauphysikalisches Wissen gefragt.
Ein gepflegtes Haus fängt bei trockenen, benutzbaren Kellerräumen an und geht bis unters Dach. Nicht zu vergessen die Visitenkarte eines Hauses: der Eingangsbereich. Stuckateure sind mit ihrem umfassenden Fachwissen ideale Partner für alle Baufacharbeiten rund ums Haus, im Ausbau sowie an der Fassade.
Der Stuckateur-Beruf ist vielfältig und verlangt Geschicklichkeit, technisches Verständnis, räumliche Vorstellungskraft und eine gute körperliche Fitness. Dafür gibt es eine sehr attraktive Ausbildungsvergütung. Sie beginnt derzeit im ersten Ausbildungsjahr mit 669 Euro und steigt über 1.028 Euro im zweiten auf 1.299 Euro im dritten Ausbildungsjahr.
Die Ausbildungsdauer zum Stuckateur beträgt in Deutschland drei Jahre. Besonders interessierte und leistungsstarke Auszubildende können im 2. und 3. Ausbildungsjahr Zusatzqualifikationen (ZQS) erwerben. Dabei werden über den Lehrplan hinausgehende Themen wie Farbe und Gestaltung, Bauphysik, Wärmeschutz, Dachgeschossausbau und Klimadecken in Theorie und Praxis vertieft.
Eine Weiterbildung zum Stuckateur-Meister ist nach Absolvierung der Gesellenprüfung möglich. Auch danach ist für Karrierebewusste noch lange nicht Schluss: Restaurator,
Betriebswirt des Handwerks, Techniker, Gebäudeenergieberater oder ein Bachelor-Studium bis hin zum Master-Studiengang sind möglich.
Meister statt Master
Für Schulabgänger mit Abitur oder Fachhochschulreife besteht in einer besonderen Studienorientierung die Möglichkeit, bei voller Ausbildungsvergütung während einer drei-jährigen Ausbildungsdauer die duale Berufsausbildung, den Meister-Vorbereitungskurs sowie erste Punkte für ein anschließendes Studium zu erwerben.
An Ausbildungsplätzen interessierte Schüler und Jugendliche finden Ausbildungsplätze sowie vertiefende Informationen auf dem Internetportal des Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade unter www.stuck-azubi.de .













