(openPR) Die aktuelle Studie „Experiential learning as preparation for leadership“ der Ashridge Business School zeigt: Die Anwendung lernphysiologischer Erkenntnisse bei der Führungskräfteentwicklung verstärkt den Lerntransfer maßgeblich. So lässt sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Herzfrequenz im Moment des Kenntniserwerbs und dauerhaftem Lerntransfer nachweisen.
Berkhamsted (UK), 07.04.14. Führungskräfte erzielen dann Höchstleistungen, wenn Körper und Gehirn durch moderate Provokationen stimuliert werden. Dies belegt die aktuelle Studie der Ashridge Business School in Zusammenarbeit mit der University of Reading, die heute veröffentlicht wurde. Lee Waller, Direktorin des Ashridge Forschungszentrum für Führungskräfteentwicklung, erklärt: „Durch den Fortschritt der Neurowissenschaft entwickeln wir ein besseres Verständnis dafür, wie neurologische Prozesse die Mitarbeiterführung beeinflussen. Wird unsere Herzfrequenz gesteigert, werden wir leistungsfähiger. Häufig fühlen sich Führungskräfte aber in Stresssituationen überfordert, was die Leistungsfähigkeit vermindert. Je häufiger Führungskräfte in einem sicheren Umfeld den Umgang mit Stress üben können, desto souveräner wenden sie später das Gelernte im Berufsleben an.“ Die Studie belegt zudem, dass alle Führungskräfte, unabhängig von ihrem jeweiligen Persönlichkeitstyp, von diesen Ergebnissen profitieren können.
Die 28 Probanden der Initialstudie im August 2010 waren alle Teilnehmer des „Leadership Experience“-Programms zur Führungskräfteentwicklung der Ashridge Business School und zwischen 26 und 55 Jahren alt. Während der gesamten Dauer des damals zweitägigen Seminars wurde die Herzfrequenz der Teilnehmer überwacht, um ihre Reaktion und ihre Leistungsfähigkeit in Stresssituationen zu beobachten. Als Stressfaktoren dienten realitätsnahe Beispiele aus dem Führungskräftealltag wie der Umgang mit Konflikten, schweren Entscheidungen und unangenehmen Gesprächen. Ergänzend zum physiologischen Monitoring von Wach- und Schlafphasen wurden Interviews, psychometrische Tests und Umfragen durchgeführt. Um den langfristigen Wissenstransfer beurteilen zu können, wurde der Lernerfolg nicht nur unmittelbar nach Abschluss des Programms, sondern auch im Nachgang gemessen.
Das Fazit für die Führungskräfteentwicklung: Fortbildungen müssen eine echte Herausforderung darstellen und auf emotionaler Ebene wirken, damit sie erfolgreich sind. Je häufiger Seminarteilnehmer Ihre Komfortzone verlassen und die Aufregung realitätsnaher Problemstellungen in einem geschützten Raum „durchleben“, desto gelassener werden Sie künftig Herausforderungen begegnen können.
Zur Studie:
Experiential learning as preparation for leadership: Understanding the physiology. Lee Waller, Megan Reitz, Eve Pool (Ashridge Business School) und Patricia Riddell (University of Reading). Ashridge Business School (2014), ISBN: 978-1-910025-00-0, 24 Seiten.
Eine Zusammenfassung der Studie in englischer Sprache senden wir Ihnen gern als PDF zu.
Interviewpartner:
Die Co-Autorin des Forschungsberichts und Leiterin des Ashridge Centre for Research in Executive Development, Lee Waller, wird sich anlässlich eines Workshops am 22. Mai 2014 in Stuttgart aufhalten. Gern vermitteln wir Ihnen im Rahmen dieser Veranstaltung ein Interview in englischer Sprache. Auch ein Treffen auf der Personal Süd am 21. Mai 2014 ist möglich. Darüber hinaus arrangieren wir gern für Sie ein telefonisches Interview in deutscher Sprache mit Kai Peters, dem Chief Executive Officer der Ashridge Business School. Mehr zum Workshop „The Neurobiology of Leadership, Resilience and Wellbeing in Organisations“ finden Sie unter:
http://www.ashridge.org.uk/Website/Content.nsf/wCORINT/Business+Briefing+in+Germany?opendocument
Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten









