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e7: Krankenhaus spart Energie und somit bares Geld

22.04.201409:04 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Wie viel Energiekosten können durch nicht-investive Maßnahmen, also lediglich durch die Neueinstellung der vorhanden Haustechnik und Mitarbeitereinbindung, in einem hochtechnischen Gebäude gespart werden? Das war die Frage in einem EU-Energieeffizienz-Forschungsprojekt. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz wurde als Fallbeispiel untersucht. Durch technische Maßnahmen und Mitarbeitereinbindung konnten die Energiekosten bisher um 7% bzw. um über 130.000,- Euro reduziert werden. Weitere Einsparungen sind zu erwarten.


Ein Krankenhaus ist energietechnisch gesehen eine eigene Kleinstadt. Rund um die Uhr muss die Versorgung gesichert sein, um die zahlreichen Patienten entsprechend zu versorgen. So auch das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz. Dieses benötigt Energie – sehr viel Energie, nämlich rund 30 GWh. Der Stromverbrauch stieg in den letzten sechs Jahren jährlich um 3,7 %. Dazu kommt, dass sich im Zeitraum 2000 bis 2012 die Energiekosten verdoppelt haben. Im Jahre 2011 lagen die Energiekosten bei fast 2 Millionen Euro. Dies war die Ausgangslage für das von der EU geförderte Forschungsprojekt Re-Co, in dessen Rahmen das Energiesparpotential des Krankenhauses vom Wiener Forschungs- und Beratungsunternehmen e7 Energie Markt Analyse GmbH gemeinsam mit SANTESIS Technisches Gebäudemanagement & Service GmbH analysiert wurde.

Was bedeutet Re-Co?

Re-Co steht für Re-Commissioning und verweist auf die Wiederinbetriebnahme eines Gebäudes. Zu Beginn des Projekts ging man von der These aus, dass ein relevantes Energieeinsparpotenzial, lediglich durch die Neueinstellung der vorhanden Haustechnik und Mitarbeitereinbindung, gegeben ist. So wurde schrittweise eine Neueinstellung von 230 Klima- und Lüftungsanlagen und Raumwärme durchgeführt. Die Einbindung der 1.700 Mitarbeiter erfolgte einerseits durch regelmäßige Informationen im Mitarbeitermagazin und im Intranet, andererseits durch ein Online-Energiequiz. Die Hauptpreise waren ein E-Bike und Freistrom von ENAMO. Zusätzlich wurden die Mitarbeiter eingeladen, über den unternehmensinternen Ideenpool Energiesparvorschläge zu melden. Dadurch wird man auf weitere Einsparpotenziale aufmerksam.

Energieeffizienz hat Potenzial – und zwar jährlich über 200.000 Euro!

Das Ergebnis zeigt auf, dass Energieeffizienzpotenzial vorhanden ist. Während in den letzten Jahren der Stromverbrauch im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz jährlich um 3,7 %. stieg, sank er seit Beginn der Umsetzung um über 8,4 %. Die letzten Monate weisen sogar eine Reduktion von über 10 % auf. Dr. Georg Benke, der zuständige Effizienzexperte von e7 dazu: „Wir habe schon viel erreicht. Es ist uns aber bewusst, dass wir bisher das Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft haben. Mit weiteren bekannten Maßnahmen werden noch ein paar Prozentpunkte möglich sein“. Zusätzliche Potenziale werden auch durch kleine Investitionen gesehen, die sich aber alle in weniger als 2 bis 3 Jahren rechnen sollten.
Bei der Fernwärme gelang es 2013 den Verbrauch um über 8,0 % zu reduzieren, wobei das Jahr 2013 gegenüber 2011 um rund 4 % kälter war. Zusiät0zlich sind noch Potenzial von 5 bis 7 % Einsparung durch bessere Wärmerückgewinnung bekannt. In Summe liegen die Einsparungen derzeit bei über 2 Mio. kWh oder mehr als jährlich EUR 130.000,-. Da einige Maßnahmen erst in den letzten Monaten umgesetzt wurden, und einige erst umgesetzt werden, wird erwartet, dass letztlich die Einsparung bei über 10 % bzw. bei über jährlich 200.000,- Euro liegen wird.
Auch das Herz Jesus Krankenhaus in Wien nahm am Re-Co Projekt teil. Dort konnten bis jetzt errechnete 7 % an Energie eingespart werden. Die Experten von e7 schätzen das Potential auf rund 10 %. Anton Erceg, Betriebsstättenleiter, zog folgenden Schluss aus dem Projekt: „Ohne zu messen siehst Du nichts. Energiesparen nur auf Gefühl ist nicht möglich.“
Die Firma SANTESIS, ein Facility Management Spezialist im Gesundheits- und Sozialwesen, verweist speziell auf den Informationsgewinn durch die detaillierte Verbrauchsanalyse. Manfred Steinacher, verantwortlicher technischer Leiter dazu: „Die detaillierte Verbrauchsanalyse war der Grundstock des Erfolgs. Sie zeigte auf, wo die Potenziale liegen. Das erhöhte ungemein die Akzeptanz der weiteren Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung.“ Der Ansatz soll nun in weiteren Häusern der Vinzenz Gruppe verfolgt werden.

Informationen zum Forschungsprojekt

Re-Co ist ein von der EU ko-finanziertes Forschungsprojekt, an dem Forschungseinrichtungen und Gebäudeeigentümer aus zehn europäischen Ländern teilnehmen. Ziel des Re-Co Ansatzes ist es, das vorhanden Effizienzpotenzial in Zusammenarbeit von Haustechnik, Mitarbeitern und externer Expertise zu erreichen. Dabei bleibt das Wissen im Haus und kann so nachhaltig genutzt werden.
Besuchen Sie dazu: http://re-co.eu/

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