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"Damit so etwas nie wieder passiert!"

15.04.201418:09 UhrGesundheit & Medizin
Bild: "Damit so etwas nie wieder passiert!"
Die Stiftung Liebenau setzte den Opfern der Euthanasie ein Denkmal.
Die Stiftung Liebenau setzte den Opfern der Euthanasie ein Denkmal.

(openPR) LIEBENAU – Der Erinnerungsweg am Bodensee verbindet historisch wichtige DENKorte miteinander. Der Weg beginnt im Schlosspark Liebenau. Dort steht ein Findling und erinnert an die Opfer der Euthanasie. 501 Liebenauer Bewohner waren von den Nationalsozialisten in Grafeneck und Hadamar ermordet worden. Professor Wolfgang Marcus vom DENKstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben und Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau, enthüllten den Stein und legten eine weiße Rose nieder. Der Erinnerungsweg Bodenseekreis führt über Tettnang und Friedrichshafen zum Goldbachstollen in Überlingen.



Für mehr Zivilcourage

Das Symbol der oberschwäbischen Erinnerungswege ist die "Weiße Rose" und geht zurück auf Hans und Sophie Scholl. "Das Zeichen ist ein Ausdruck unserer Achtung und Wertschätzung für die Zivilcourage der Geschwister Scholl", berichtet Professor Wolfgang Marcus vom DENKstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben. Sein Ziel ist es, einen vernetzten oberschwäbischen Erinnerungsraum zu schaffen, der die verschiedenen Aspekte des NS-Regimes aufzeigt und dem Betrachter Mut macht, soziale und politische Verantwortung zu übernehmen.

Schwerpunkt Zukunft

"Sie geben den Erinnerungen ein Gesicht", würdigt Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau, die Initiative des DENKstättenkuratoriums. Die oberschwäbischen Erinnerungswege verbinden die verschiedenen regionalen historischen DENKorte in den Landkreisen Bodenseekreis, Ravensburg, Sigmaringen, Biberach und Ulm-Alb-Donau miteinander. "Die Orte des Anhaltens sind wichtig, damit so etwas nie wieder passiert", sagt Bürgermeister Andreas Schmid. Er motiviert, sich der Verantwortung mit dem Schwerpunkt Zukunft zu stellen. Die Tage des Gedenkens sind für Schmid keine seelenlosen Rituale. "Wir tragen eine doppelte Verantwortung", sagt er und erinnert an die Menschen, die ihr Leben und ihre Ehre verloren haben.

Den Toten zu Ehren und den Lebenden zur Mahnung

Stellvertretend für die Liebenauer Bewohner legt Irmgard Weiland eine weiße Rose neben der Gedenktafel ab. "Damit so etwas nie wieder geschieht", sagt sie und weint stille Tränen der Trauer. "Ich lege eine rote Rose in Anerkennung für die betroffenen Eltern und Familien nieder. Sie haben mit diesem Wissen leben müssen. Meine weiße Rose ist ein Symbol für die Menschen, die aus Liebenau herausgeholt wurden, um ihren menschenunwürdigen Weg in die Vernichtung zu gehen", sagt die Angehörigenbeirätin Brigitte Hill. Auch die Heimbewohner und Mitarbeiter, die in dieser Zeit lebten, liegen der Angehörigenbeirätin am Herzen: "Es war für alle eine schwere Zeit."

DENKort Liebenau

"501 Bewohner der Stiftung Liebenau kamen in den Gasmordanstalten Grafeneck und Hadamar im Rahmen der "Aktion T4" ums Leben", berichtet Susanne Droste-Gräff von der Abteilung Kommunikation. Seit mehr als 40 Jahren beherbergt die Liebenauer Kirche in einer eigens dafür gestalteten Seitenkapelle einen Gedenkstein mit den Namen aller Opfer. 2010 setzte die Stiftung Liebenau einen Stolperstein gegen das Vergessen. Nun führt der Erinnerungsweg Bodenseekreis von Liebenau nach Überlingen. Erst kürzlich hat die Tettnanger Diakonie Pfingstweid in diesem Rahmen eine Tafel für ihre Opfer des NS-Regimes errichtet. Am 7. Mai wird in Friedrichshafen ein Denkmal enthüllt, das dem Arbeiterwiderstand am Bodensee gewidmet ist.

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