(openPR) Am 13. Februar 2006 tagte der ALFA Literatursalon zum sechsten Mal. Das über 60 Personen zählende bewundernswerte Publikum harrte trotz unangenehmer Kälte aufmerksam aus und hörte Barbara Fellgiebel und Ihren Gästen zu.
In der Einleitung dieses ALFA-Abends wurde Khaled Housseinis "Drachenläufer" empfohlen und auch die geplante Verfilmung von Patrick Süßkinds "Das Parfum" angesprochen. Aufmerksamkeit, wenn auch geteilte, fanden Barbara Seuffertts gesammelte Kritiken an Robert Wilsons Krimi "Tod in Lissabon", die Frau Fellgiebel vortrug.
Höhepunkt des Abends war Edith Niehuis, die auf gekonnt einprägsame Art, den Zugang zu dem anspruchsvollen Philosophieroman "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier (alias Peter Bieri) leicht, spannend und so fesselnd gestaltete, dass mehrere Zuhörer meinten: "Ich habe das Buch zwar schon zweimal gelesen, aber nach dieser Darstellung werde ich es ein drittes Mal lesen."
Später las Astrid Wirthl ihre anrührende Kurzgeschichte "Und sie wusste von ihren Träumen", die sie laut eigenem Bekunden schreiben musste und wollte, um einer Geschichte ein anderes Ende als das übliche Happy-End zu geben.
Nach der Pause richtete sich die Aufmerksamkeit auf Ingo Lange, der dem Publikum über die Entstehungsgeschichte seines unter dem Namen João Gatinho herausgegebenen Liebesromans "Katerchen Sternfänger" berichten konnte. Die Frage "Was ist eigentlich ein gutes Buch?" ist eine ausgesprochen schwierige, weil komplexe und nicht zuletzt sehr persönliche. Es bleibt daher lieber anderen überlassen, sich über eine Antwort den Kopf zu zerbrechen. Die Frage dagegen " Was sind die Voraussetzungen für ein gutes Buch?" ist leicht zu beantworten: Aufrichtigkeit und Hingabe.
Ob "Katerchen Sternfänger" von João Gatinho (alias Ingo Lange) nun ein gutes Buch ist oder nicht, sollte jeder selbst entscheiden, nachdem er es gelesen hat. Die Voraussetzungen für dieses Prädikat sind jedoch allemal gegeben. Dies wurde bereits anhand der wenigen Textpassagen deutlich, die der Jungautor mit wohlklingender Stimme und ohne jedes Anzeichen von Nervosität vortrug. Allein hierfür gebührt ihm ein Kompliment, denn wie das Schreiben so ist auch die Kunst des Vorlesens eine Gabe, mit der nicht unbedingt jeder gesegnet ist. "Es ist so schön geschrieben", so ein Zwischenruf aus dem Publikum; das Interesse am Buch nach ALFA war groß.
Zuguterletzt frischte Barbara Fellgiebel die Geographiekenntnisse der Anwesenden mit ihrem EU-Märchen "Geographie: mangelhaft" auf, assistiert von Annette Rieck an der Europakarte.
Text: B.Fellgiebel/P.Valerio
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