(openPR) An die 120 Gäste waren am Mittwoch ins Elmshorner „Forum Baltikum - Dittchenbühne“ gekommen, um während der traditionellen „Baltischen Tafelrunde“ den russischen Diplomaten Ivan Khotulev zu hören. Der Generalkonsul der Russischen Förderation in Hamburg sprach dort zum Thema „Die russisch-deutsche Partnerschaft“ – und ließ dabei auch die Folgen der Ukraine-Krise nicht aus.
In seiner Einführung betonte Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt: „Europa ist größer als die EU – und Russland gehört dazu!“ Er sprach sich dafür aus, den Gesprächsfaden mit Russland auf allen Ebenen nicht abreißen zu lassen. Neufeldt begrüßte Gäste aus Politik und Verwaltung, die zur Tafelrunde gekommen waren – Kreispräsident Burkhard E. Tiemann etwa, der Elmshorner Bürgervorsteher Karl Holbach und der Bürgervorsteher von Barmstedt Christian Kahns. Für die Industrie- und Handelskammer würdigte Dr. Paul Raab in seinem Grußwort die interkulturelle Zusammenarbeit und unterstrich, wie wichtig es sei, voneinander lernen zu wollen.
Generalkonsul Ivan Khotulev unterstrich in seinem Referat den hohen Stellenwert der russisch-deutschen Beziehungen. Sie hätten eine Jahrhunderte lange und wechselvolle Geschichte. Heute nehme Deutschland die wichtigste Position in der Zusammenarbeit mit Russland ein – und diese Zusammenarbeit befinde sich augenblicklich in allen Bereichen auf einem Höchststand. Wenn es jetzt im Bereich der Politik aufgrund der Ereignisse in der Ukraine-Krise hier und da zu Terminverschiebungen komme, gelte da, so der Generalkonsul, das deutsche Sprichwort: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“ Khotulev hob die Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland hervor: „Russland ist ein immenser Markt. Deutschland ist und bleibt ein ganz wichtiger Handelspartner für uns!“ Um diese Einschätzung zu untermauern, führte Khotulev aussagekräftige Zahlen an. In Bezug auf die Erdgasproduktion und die Erdgaslieferungen betonte der Generalkonsul: „Russland ist ein absolut zuverlässiger Lieferant – und wird es auch bleiben!“
Das Aufflackern nationalistischer Tendenzen und die Vorurteile gegenüber Russland, die durch die Ereignisse in der Ukraine, aber auch schon anlässlich der Olympischen Spiele in Sotschi deutlich geworden seien, bedauerte Generalkonsul Khotulev ausdrücklich. Dabei habe niemand, so Khotulev, etwas gegen Kritik – doch sie müsse konstruktiv und begründet sein. Der Generalkonsul wörtlich: „Wenn wir einander besser verstehen wollen, müssen wir miteinander sprechen! Gerade jetzt dürfen wir die Verbindungen, in die so viel Arbeit investiert wurde, nicht aufs Spiel setzen!“ Der Diplomat schloss seinen Vortrag mit den Worten „Wir waren Partner – und wir werden Partner bleiben!“ Die „Baltische Tafelrunde“ applaudierte ihm für sein Referat – und Kreispräsident Burkhard Tiemann dankte dem Generalkonsul für seine „beeindruckenden Ausführungen“.
Auch das „Festgelage“ der Tafelrunde war ein voller Erfolg: Das Küchen- und Serviceteam um Eylert Marsch und Helga Zschage brachten ein Fünf-Gang-Menü auf den Tisch mit Ostpreußischen Stremellachs, Pelmeni in Gemüsebrühe, Hackfleischauflauf mit Roter Bete, Aprikosen-Quark-Gelee und Königsberger Marzipan – Köstlichkeiten aus dem Ostseeraum. Für die musikalische Begleitung des gesamten Abends sorgte die Pianistin Maria Livaschnikova.





