(openPR) 1. August 2013: Ein kleines Flugzeug landet auf einem einsamen Landestreifen. Herum nichts außer unbewohnte Wiesen, Gebirge und das Arktische Meer im Norden. Deadhorse (zu Deutsch “Totes Pferd”) ist die nördlichste Siedlung, die noch über eine 800 Kilometer lange Kiesstraße von Fairbanks erreicht werden kann. Die epische Reise eines Münchner Pärchens brachte sie von diesem abgelegenen Ort durch acht Staaten und Provinzen bis sie ihr Ziel, die Wüste Arizonas, nach rund vier Monaten erreichten. Während der Tour fuhren die beiden Studenten 7778km, machten 75198 Höhenmeter und haben rund 170.000 Kalorien (Caro’s Werte) verbrannt. Der Tagesdurchschnitt lag bei fast 90km.
“Minimalstes Gewicht, maximales Abendteuer” war das Motto dieser extremen Tour, limitiert auf sehr leichtes Material hinsichtlich Fahrrad und Camping Ausrüstung.
Warum Sie dieses extreme Reise unternommen haben? Es gibt dazu eine Reihe von Antworten, aber das Hauptargument war immer “Das Leben ist zu kurz, um zu viel Zeit im Büro zu verbringen”. Wir leben in einer Zeit, in der wir uns eine derartige Auszeit von der täglichen Routine nehmen können. Mit ihrer Fahrradtour haben sie fast den gesamten Nordamerikanischen Kontinent erkundet. Die benötigte Ausrüstung für ein derartiges Abenteuer existiert bereits, es ist nun an der Zeit für Abenteurer diese auch zu nutzen und Erfahrungen durch derartige Touren zu sammeln. Manchmal werden sie auch gefragt, ob sie es denn nicht bereuen in dieser Zeit unterwegs gewesen zu sein, wo wir doch in einem guten Job viel Geld verdienen hätten können. Nein, weil wir Menschen nicht nur dazu da sind, ein ganzes Leben vor dem Computer zu sitzen um Geld zu verdienen, wir müssen neben dem Job auch einzigartige Abenteuer erleben. Eine Camping Reise zu den abgelegensten Orten dieser Welt ist dabei genau das richtige um von dem Stress aus der Arbeitswelt Abstand zu nehmen und sich, seinen Partner oder seine Freunde besser kennen zu lernen.
Die Reise war zudem eine sehr gute Gelegenheit, um mit Menschen entlang des gesamten Weges in Kontakt zu treten. Ein bemerkenswerter Teil war dabei die Gastfreundlichkeit, die von den Einzelnen geboten wurde; die beiden Radler wurden meist auf Mahlzeiten und Unterkünften eingeladen. Dabei nutzten sie die Gelegenheit, um mehr über die Gewohnheiten der Menschen unterschiedlicher Regionen des Kontinents heraus zu finden und wie sie ihr Leben verbringen. Im Gegenzug haben sie unseren europäischen Lebensstil vorgestellt. In Fairbanks, Alaska wurden sie von einer Familie zum Goldsuchen mit genommen, eine Andere lud sie auf Widbey Island, Washington ein, Muscheln für das Abendessen am hauseigenen Strand zu sammeln, sie pflückten Zitronen für ein Heißgetränk aus dem Garten von einer Freundin in San Francisco, Kalifornien und waren in Phönix, Arizona auf den Wegen durch die Kaktusfelder mit den dortigen Freunden Mountainbiken.
Mit der Tour hat das Pärchen natürlich auch die Tiere von den unterschiedlichen Teilen des Kontinents hautnah erlebt. Der Norden Amerikas ist das Land der Bären, darum darf keinerlei Nahrung oder Waschartikel im Zelt aufbewahrt werden. Insgesamt haben sie einen Grizzlybären und 20 Schwarzbären gesehen. "Es war schon ein einmaliges Erlebnis diese Tiere in freier Wildbahn zu erleben, sie beim Spielen oder Blaubeeren essen zu beobachten und um zu sehen wie neugierig sie sind. Ein ganz besonderes Erlebnis hatten wir mit einer Bärenmama und drei Kindern. Die kleine Familie war neben der Straße und hat versucht diese zu überqueren. Als die Mama uns sah, hat sie sich auf ihre Hinterpfoten gestellt, um einen besseren Überblick von uns zu bekommen und die Kinder haben ihre Bewegung imitiert, konnten sich aber nicht halten und sind immer umgefallen.", erzählen die Beiden begeistert. Weiter unten in Oregon gab es Ärger mit Waschbären. Diese Tiere sehen sehr lieb aus, unternehmen aber alles um an Futter zu gelangen. Die beiden Abenteurer wussten zu der Zeit nicht wie präzise sie ihre Krallen benutzen können, und so haben sie eines Nachts den Reißverschluss des Rucksacks geöffnet und deren gesamtes Instant Kaffee und Energy Getränkepulver verspeist. Das hat diesem Waschbären wohl wochenlang schlaflose Nächte bereitet. Fortan wurde der Rucksack immer gegen diebische Tiere gesichter, womit sie für die hungrigen Kojoten und Raben in der Wüste vorbereitet waren. Glücklicherweise kamen die beiden genau rechtzeitig zur Paarungszeit von Taranteln in der Wüste an und konnten so viele dieser Riesenspinnen neben und auf der Straße kriechen sehen.
Während der Reise lernten die Beiden sich gegenseitig zudem in einer Weise kennen, wie es im alltäglichen Leben schwer möglich gewesen wäre. Sie haben während der Tour jeden Tag zusammen verbracht. Das setzt natürlich hohe Anforderungen an die Beziehung und das Pärchen wusste vorher noch nicht, wie das am Ende des Trips aussehen wird. Es gab jedenfalls Tage an denen sie deswegen mit einem “guten Sicherheitsabstand” zueinander fuhren aber an Anderen unterhielten sie sich durchgehend den ganzen Tag über. Die Tour beantwortete auf jeden Fall die Frage, ob die Beiden zueinander passen. Das Zitat von einem Freund aus Prince George “Sie sprechen noch miteinander, sie sind also dafür gemacht zusammen zu sein” sollte diese Frage beantworten.
Mehr zur spannenden Reise der Beiden unter
www.biketour.tandemfliegen24.de










