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Fachärztemangel in Universitätskliniken

04.04.201414:17 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Universitätsklinikum Münster und zeb/ erforschen gemeinsam im Bundesförderprojekt „FacharztPlus“ innovative personalpolitische Maßnahmen, um Fachärztinnen und -ärzten bessere Perspektiven für lebenslanges Lernen und Arbeiten bieten zu können



Münster, 03. April 2014 – Universitätskliniken arbeiten unter besonderen Rahmenbedingungen – denn sie haben einen dreifachen Auftrag: Sie qualifizieren Fachärzte, stellen medizinische Lehre und Forschung sicher und erbringen eine hochspezialisierte Maximalversorgung, die andere Häuser nicht übernehmen können. Dies alles muss bei zeitgleich wachsendem Facharztmangel bewältigt werden. Im Fokus des gemeinsamen Projektes „FacharztPlus“ vom Universitätsklinikum Münster (UKM) und zeb/ stehen daher Maßnahmen, mit denen Fachärztinnen und -ärzte an Universitätskliniken gebunden werden können.

Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass bis 2019 rund 30.000 Arztstellen in Kliniken unbesetzt sein werden. Die Situation wird sich aber noch weiter verschärfen, weil Patienten älter und kränker werden und weil Fachärzte und -ärztinnen außerhalb der Unikliniken attraktivere Arbeitsbedingungen finden können. UKM-Personalleiter und Mitinitiator des Projekts, Peter Plester, ist überzeugt: „Krankenhäuser werden in immer schärferen Wettbewerb um Fachpersonal geraten. Als attraktives Arbeitgeber brauchen wir ein ganzes Bündel gut abgestimmter Maßnahmen“. Projektleiter und leitender Personaloberarzt Prof. Dr. med. Klaus Hahnenkamp vom UKM erläutert: „Das System Krankenhaus ist auf die Anforderungen der jungen Generation gar nicht eingerichtet. Das ist wie ‚rund auf eckig‘: 70 % der Medizinstudienanfänger sind Frauen, in den kommenden fünf Jahren müssen 10.000 neue Teilzeitstellen vor allem für Fachärztinnen geschaffen werden, Männer wollen mehr Verantwortung für Familie übernehmen und nutzen Elternzeit. Dies stellt sehr hohe und neue Anforderung an die Arbeitsorganisation einer Klinik.“

Ziel des Projekts „FacharztPlus“ ist es, geeignete Maßnahmen zu erforschen, mit denen Fachärztinnen und -ärzte nach Abschluss der Weiterbildung an Universitätskliniken gebunden werden können. Karrierebegleitende Zusatzqualifizierungen, eine an Lebensphasen orientierte Arbeitsorganisation und IT-gestützte Planungsmethoden sollen entwickelt werden. Dazu sollen gemeinsam mit der Managementberatung zeb/ Vergleiche mit Lösungsansätzen anderer Branchen vorgenommen und wirksame Lösungskonzepte entwickelt und erprobt werden. Dr. Christian Heitmann, Leiter zeb/ Health Care, sagt dazu: „In diesem Projekt werden beide Partner, UKM und zeb/, voneinander profitieren: Das UKM bringt sein Netzwerk und sein profundes medizinisches Wissen ein, zeb/ stellt mit seiner Projekterfahrung und seinen Personalstudien Methoden und branchenübergreifende Vergleiche bereit.“

Die Maßnahmen werden in der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des UKM in Pilotprojekten umgesetzt und evaluiert. Erfolgreiche Maßnahmen werden von den Umsetzungspartnern in den Universitätskliniken Rostock und Aachen übernommen. Gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Ärztekammer, medizinischer Fachgesellschaften und des Spitzenverbands der Krankenkassen werden im Rahmen des Projekts Publikationen und Kongresse vorbereitet.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird durch das Programm „Arbeiten – Lernen – Kompetenzen entwickeln“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt „Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“ mit rund einer Million Euro gefördert. Der zeb/-Projektleiter Prof. Dr. Joachim Hasebrook stellt fest: „In diesem Projekt werden erstmals Bildungs-, Einsatz- und Arbeitsplanung kombiniert, um Kompetenzen hochqualifizierter Spezialisten zu entwickeln und ihnen eine Lebensarbeitsperspektive in Universitätskliniken zu bieten.“

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