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Finanzlage der Krankenhäuser kritisch

01.04.201418:12 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Finanzlage der Krankenhäuser kritisch
Wilhelm Rücker (li.) und die Krankenhausleitung mit den Jubilaren 2014.
Wilhelm Rücker (li.) und die Krankenhausleitung mit den Jubilaren 2014.

(openPR) Zum Patronatsfest des heiligen St. Josef kommen traditionell die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Josefs-Hospitals und des Josefinums zur Ehrung der Jubilare im Lennestädter Krankenhaus zusammen.

Wilhelm Rücker, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen, begrüßte zum Patronatsfest im St. Josefs-Hospital zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Cafeteria des Krankenhauses. Traditionell werden zum Ehrenfest des Namenspatrons die langverdienten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer kleinen Feierstunde geehrt. Zunächst richtete er sich jedoch an die versammelte Belegschaft. Er wolle die Gelegenheit nutzen, eine Standortbestimmung für das Krankenhaus und die Senioreneinrichtung Josefinum vorzunehmen. Die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser sei kritisch. Nicht zuletzt die Schließungen zahlreicher Krankenhäuser in unmittelbarer Umgebung zeichneten eine mehr als angespannte wirtschaftliche Lage im Krankenhaussektor. Inzwischen gehe man davon aus, dass rund 50 % der Krankenhäuser ihre Kosten nicht mehr decken könnten und Verluste schreiben. Wilhelm Rücker verwies dabei auf die am 11. März gestartete Aktion der Deutschen Krankenhausgesellschaft.



Finanzierung der Lohnsteigerungen nicht sichergestellt

Die zentrale Zukunftsaufgabe für die Krankenhäuser sei die Personalsicherung. Die Teilhabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der wirtschaftlichen Entwicklung sei eine maßgebliche Voraussetzung für die Sicherung der Attraktivität der Beschäftigung in den Berufen des Gesundheitswesens. Allerdings müssten Tarifsteigerungen über die Vergütungssysteme auch eins zu eins refinanzierbar sein. Die Krankenhäuser könnten einen Anstieg der Personalkosten wie sie in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst derzeit gefordert würden, nicht ansatzweise bezahlen. Noch mehr Rationalisierungsdruck ginge zu Lasten von Qualität und Sicherheit. Rücker richtete dabei einen Apell an die Politik: „Bitte ermöglichen Sie eine Vergütung für Krankenhäuser, die die Finanzierung der notwendigen Ressourcen für gute Arbeitsbedingungen und eine entsprechende personelle Ausstattung garantiert und stellen Sie diese dauerhaft sicher!“

Hospitalgesellschaft solide aufgestellt

Die Hospitalgesellschaft sieht Rücker derzeit solide aufgestellt. „Die wirtschaftliche Situation der Hospitalgesellschaft zeichnet sich durch Solidität und die Realisierung einer guten und vorausschauenden Planung aus.“ Der Verwaltungsrat habe jedoch auch erkannt, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Krankenhaussektor nicht spurlos an der Hospitalgesellschaft vorübergingen. In Zukunft müssten gemeinsam mit der Geschäftsführung neue Wege beschritten werden, um die Grund- und Regelversorgung in der Region zukunftsfest zu gestalten und die Arbeitsplätze mit guten Fachkräften zu besetzen.

Jubilare für langjährigen Dienst geehrt

Die solide Situation des St. Josefs-Hospital und des Josefinums sei insbesondere dem engagierten und fleißigen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen zu verdanken. Daher dankte ihnen Rücker ausdrücklich im Namen des Verwaltungsrates für ihren Anspruchsvollen Dienst an den kranken- und pflegebedürftigen Menschen. Ohne sie sei ein Krankenhaus oder eine Senioreneinrichtung nur eine leere Hülle. Für 25 Jahre wurden Mechthild Gödde (Station 4), Marion Mertens (Intensivstation), Andrea Kreft (Endoskopie), Birgit Sonntag (Station 1), Simone Faust (Intensivstation) und Stephan Schmidt (Endoskopie) geehrt. Auf 40 Jahre Dienst im St. Josefs-Hospital blicken Anneliese Nöcker (Station 6) und Gisbert Jung (OP) stolz zurück. Bereits seit 50 Jahren ist Ursula Lotz in der Küche des St. Josefs-Hospitals tätig.

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