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Alles muss „raus“

28.03.201417:28 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Alles muss „raus“
Nodopox 50 V zur automatisierten Pasten- und Klebstoffverarbeitung mit dem neuen Fasswechsel-System
Nodopox 50 V zur automatisierten Pasten- und Klebstoffverarbeitung mit dem neuen Fasswechsel-System

(openPR) Neues Fasswechsel-System von Tartler revolutioniert die Förderung pastöser Medien

Als Tartler Mitte 2013 erstmals sein neues System für den blasenfreien Fasswechsel in seinen Misch- und Dosieranlagen präsentierte, da staunten zunächst die Kunstharz-Verarbeiter. Inzwischen entdecken aber auch viele Anwender in anderen Branchen die Vorteile der innovativen Lösung. Wo immer nämlich pastöse, hochviskose Materialien aus Spannring-Deckelfässern verarbeitet werden müssen, führt das neue Fasswechsel-System dank seiner vollautomatischen Entlüftung zu enormen Kostensenkungen. Zudem vereinfacht es das Fass-Handling und erhöht die Arbeitssicherheit.



Michelstadt, März 2014. – In der Misch- und Dosiertechnik erfolgt die Förderung pastöser Materialien aus industrieüblichen Deckelfässern meist mittels Fassfolgeplatten-Pumpen. Immer wieder treten dabei Entlüftungs- und Sicherheitsprobleme auf, die den Verarbeitungsprozess stören und zu Materialverlusten führen. Aus diesem Grund hat der Anlagenbauer Tartler eine völlig neuartiges, vollautomatisches Fasswechsel- und Entlüftungssystem entwickelt, das er erstmals Mitte 2013 als Komponente seiner Misch- und Dosieranlagen der Baureihen Nodopox und Tardosil vorstellte. Da sich viele Kunstharz-Verarbeiter sofort begeistert zeigten von der neuen Lösung, bietet sie Tartler inzwischen auch zum Nachrüsten für viele ältere Anlagen (ab Baujahr 2008) an. Der Umbau – inklusive Steuerung! – kann entweder im Tartler-Werk in Michelstadt stattfinden oder auch vor Ort beim Kunden. In den letzten Wochen hat sich außerdem herausgestellt, das auch zahlreiche Anwender in anderen Branchen zunehmend Interesse an dem neuen Fasswechsel-Konzept von Tartler zeigen. Denn ganz gleich, von welcher Art die pastösen Rohstoffe sind: Das inzwischen zum Patent angemeldete System macht ihre Förderung aus zylindrischen 50- oder 200-Liter-Spannring-Deckelfässern einfacher, schneller und sicherer.

Die alte Methode: Riskant und ineffizient

Die Lieferung pastöser, hochviskoser Materialien erfolgen in der Industrie üblicherweise in Deckelfässern. Für die Weiterverarbeitung kommen dann meist Spezialpumpen zum Einsatz, die auf Fassfolgeplatten montiert sind. Diese runden Platten werden von oben aufgesetzt und sind mit Dichtringen zur Blechfasswand hin abgedichtet. Sie werden auf das Medium gedrückt oder sinken durch ihr Eigengewicht während der Materialentnahme. Das Problem bisher: Die angelieferten Deckelfässer sind nicht randdicht gefüllt; über der Medienoberfläche befindet sich ein Luftreservoir. Im Augenblick des Fasswechsels muss aber aus prozesstechnischen Gründen ausgeschlossen sein, dass Luft mit in die Förder- bzw. Dosierpumpe gelangt. Deshalb wird die Luft meist über eine manuelle, pneumatische oder elektrische Entlüftungseinrichtung abgeführt. Das ist riskant, denn beim Entweichen der Luft besteht Spritzgefahr, weil sich vom vorherigen Fasswechsel noch Restmaterial in der Entlüftungseinrichtung befinden kann. Außerdem kann das stoßartige Entweichen der Luft zum plötzlichen Absacken der Folgeplatte führen. Beides birgt für den Maschinenbediener ein hohes Verletzungsrisiko. Abgesehen davon ist die Methode wenig ökonomisch, da das Entlüftungssystem ständig und oft manuell von Restmaterial befreit werden muss.

Das neue System: Automatisch und sicher

Das neue Fasswechsel-System von Tartler hingegen arbeitet vollautomatisch, schließt den Lufteintrag in Pumpe sowie Misch- und Dosieranlage aus, reduziert das Sicherheitsrisiko und stoppt den Materialverlust. Die Funktionsweise ist ein Aha-Erlebnis: Sämtliche im Fass und eventuell in der Förder- und Dosierpumpe befindliche Luft wird beim Aufsetzen der Fassfolgeplatte mittels Vakuumanschluss durch die zwar luft- aber nicht mediendurchlässige Platte abgesaugt! Was wie Zauberei klingt, beruht auf einem völlig neuen Entlüftungsprinzip: Der Kombination einer Vakuumentlüftung mit einem in die Unterseite der Fassfolgeplatte integrierten luftdurchlässigen Werkstoff, durch das (nur) die Luft großflächig abgesaugt wird. Das bringt eine hohe Prozesssicherheit bei null Materialverlust. Riskante Handarbeiten fallen beim Fasswechsels gar nicht mehr an. Beim Ausfahren der Folgeplatte wird durch den gleichen Vakuumanschluss, der für die Entlüftung gesorgt hat, wieder Luft eingebracht, damit kein Vakuum im Fass entsteht. Dank des großflächigen Eintrags der Luft durch den luftgängigen Spezialwerkstoff geschieht das völlig ohne Spritzgefahr!

Der praktische Einsatz in den Misch- und Dosieranlagen von Tartler belegt eindrucksvoll, dass das neue vollautomatische Fasswechsel-System – vor allem zusammen mit der Maschinensteuerung – ein sicherer und problemloser Standardprozess ist, der hohe Einspareffekte generiert.

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