(openPR) Schnelle Tritte, Berimbau-Klänge und viel positive Energie: Anlässlich des Welttags gegen Rassismus am Freitag, 21. März 2014, hatte der Capoeira Rhein-Neckar e.V. zur ersten „Roda gegen Rassismus“ in die Capoeira-Akademie Heidelberg geladen. Über 40 Capoeiristas aus Heidelberg, Dossenheim, Schwetzingen, Karlsruhe und Stuttgart waren gekommen, um unter dem Motto "Diga não ao racismo – Sag NEIN zu Rassismus!" ein sportliches Zeichen gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit zu setzen.
„Rassismus ist wie eine Krankheit, die auf der ganzen Welt existiert. Wir wollen gemeinsam gegen sie kämpfen“, sagt der Trainer des Capoeira Rhein-Neckar e.V. Elton Lopes Guimarães, genannt „Professor Nugget“. Als er vor rund zehn Jahren aus Brasilien nach Deutschland kam, habe er manches Vorurteil mitgebracht, erzählt er. „Aber ich bin hier auf viel Offenheit und Toleranz gestoßen.“ Deshalb sei er froh, der deutschen Gesellschaft mit Veranstaltungen wie der heutigen etwas zurückgeben zu können.
Bei der „Roda gegen Rassismus“ spielten alle Capoeiristas gemeinsam in einer großen „Roda“ – einem Kreis klatschender, singender und musizierender Capoeiristas. Die Roda ist der gesellschaftliche Rahmen, in dem ein Capoeira-Spiel traditionell stattfindet: Capoeira wurde um 1700 von afrikanischen Sklaven in Brasilien entwickelt, denen das Kampftraining untersagt war; sie mussten den Kampf als Tanz tarnen. Die Roda bot ihnen hierbei zusätzlichen Schutz.
Heute ist die brasilianische Kampfkunst weltweit verbreitet, und auch in der Rhein-Neckar-Region findet sie immer mehr Anhänger. Diese schätzen die Philosophie der Capoeira: Nicht auf das Treffen, sondern auf das Ausweichen kommt es an. Offensive und defensive Bewegungen gehen stets fließend ineinander über. „Capoeira ist ein Dialog der Körper“, sagt Elton Lopes Guimarães. Deshalb sei Capoeira als Sportart auch ein besonders geeignet, um Menschen verschiedener Kulturen zusammenzubringen. „Capoeira ist für alle – egal ob schwarz oder weiß, groß oder klein, alt oder jung. Bei uns sind alle Menschen willkommen!“











