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DSD gefährdet duales System

21.03.201412:29 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Nochmals erhebliche Mengen im 2. Quartal 2014 abgemeldet

Köln, 21.03.2014. Erstaunliche Zahlen: minus 30.000 Tonnen Leichtverpackungen, minus 28.000 Tonnen Papier/Pappe/Kartonagen (PPK), minus 19.000 Tonnen Glas – das sind die Verpackungsmengen, die die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) aktuell weniger gemeldet hat als noch im 1. Quartal 2014. Der bereits im Jahr 2013 begonnene erhebliche Mengenschwund beim Marktführer setzt sich damit weiter fort und gefährdet die Stabilität des erfolgreichen Systems der privaten haushaltsnahen Verpackungsentsorgung. Eine große Anzahl an Verpackungsmengen, die im Markt sein muss, wird nicht mehr abgebildet. Die Gesamtmenge der Eigenrücknahme (Point of Sale – POS) und Branchenlösungen hingegen ist im 1. und 2. Quartal 2014 signifikant gestiegen.


Damit wird deutlich: DSD fordert lautstark die Abschaffung von Schlupflöchern, scheint sie aber selbst massiv zu nutzen. So kann der Mengenschwund von 29 Prozent bei Leichtverpackungen und 36 Prozent bei PPK unmöglich alleine durch den Verlust großer Kunden verursacht worden sein, wie es CEO Stefan Schreiter in einer aktuellen Mitteilung erklärt. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass DSD seine Mengen aus dem dualen System rausgenommen hat und sie stattdessen über Eigenrücknahme und Branchenlösungen entsorgt. Und das, obwohl Schreiter noch im Februar in der ARD-Sendung Plusminus öffentlichkeitswirksam verlautbart hatte, beides nicht zu gebrauchen.
„DSD stellt sich in Politik und Öffentlichkeit als Retter des Systems dar, nutzt jedoch in Wahrheit seine marktbeherrschende Stellung aus“, so Raffael A. Fruscio, geschäftsführender Gesellschafter der Reclay Group. „Die deutlich zu niedrig gemeldeten Mengen schonen die eigene Liquidität, können aber bei anderen Systembetreibern zu Engpässen führen. Wir behalten uns vor, das Bundeskartellamt einzuschalten. Gleichzeitig sollten sich DSD-Kunden einmal die Frage stellen, ob sie tatsächlich wissen, was mit ihren Mengen geschieht.“
Dass DSD nicht zu seinen eigenen Aussagen steht, scheint auch beim BDE-Zertifikat der Fall zu sein. Noch vor wenigen Wochen pries man das Zertifikat als einziges wirksames Mittel für einen fairen Wettbewerb an. Vor Kurzem wurde bekannt, dass der Systembetreiber seine Teilnahme am Zertifikat gekündigt hat.
Insgesamt zeigt die Quartalsmeldung, dass sich speziell die POS-Mengen mit einer Steigerung von 162 Prozent in Q1 und Q2 in Dimensionen bewegen, die mit der Lebenswirklichkeit nichts mehr gemein haben. Im Zuge der Novellierung der Verpackungsverordnung gilt es jetzt, die Schlupflöcher zu schließen. Bund, Länder und die beteiligten Kreise sind in der Pflicht, gemeinsam und nicht gegeneinander zu agieren, um das bewährte System der privaten, haushaltsnahen Verpackungsentsorgung zu stabilisieren. „Die Reclay Group wird an einer Neugestaltung des dualen Systems aktiv und konstruktiv mitwirken. Unsere Mengenmeldung im 2. Quartal zeigt, dass wir unsere Verpflichtungen ernst nehmen und für ein stabiles System eintreten“, so Fruscio abschließend.

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