(openPR) Einen Ausbildungsplatz zu finden, in einem Beruf der Spaß macht und den eigenen Fähigkeiten entspricht, ist für junge Menschen nicht immer einfach.
Im Rahmen der Maßnahme „Jugendscout“ erhalten Jugendliche ohne berufliche Orientierung beim Internationalen Bund (IB) e.V. im Kreis Mainz-Bingen Unterstützung.
Patrick* aus Bingen hatte Glück. Stolz erzählt der junge Mann, was ihm an seiner neuen Lehrstelle gefällt: „Bei der Arbeit auf dem Bau ist man immer draußen, man errichtet mit seinen Kollegen etwas, das ewig halten soll - das ist cool. Jetzt macht mir sogar die Schule wieder Spaß, weil ich weiß, wofür ich lerne. Ich werde dann auch eigenes Geld verdienen.“
„Die Schule war früher nicht so sein Ding“, erzählt Peter Léus über Patrick. Er ist Sozialpädagoge beim Internationalen Bund (IB) e.V. und einer der Ansprechpartner beim Projekt „Jugendscout“ im Landkreis Mainz-Bingen. „Doch wir haben es geschafft, dass Patrick - mit 22 Jahren - nochmal mit einer Ausbildung beginnen kann. Das war sein großer Wunsch.“
Katrin Doré, Personalchefin der Firma Gemünden Bau in Ingelheim, hat sowohl Patrick als auch anderen Teilnehmern des Projektes „Jugendscout“, einen Ausbildungsplatz als Maurer und damit eine Chance gegeben. Die Voraussetzungen dafür waren ein Einstellungstest und ein zweiwöchiges Praktikum auf einer Baustelle der Firma.
Über jede dieser Stellen ist der IB mit seinem Projekt sehr dankbar, denn die Teilnehmenden haben meist schwierige Werdegänge ‚im Gepäck‘, teils mit Förder- oder Hauptschulabschluss und abgebrochenen Ausbildungen.
Da braucht es jemanden, der gut mit diesen Jugendlichen auskommt und der eine andere Rolle einnimmt, statt der Lehrer- oder Elternrolle, um zu den jungen Menschen durchzudringen. Vor allem aber braucht es junge Menschen, die es satt haben, immer nur „rumzuhängen“ ohne eine gute Arbeitsstelle.
Bei Patrick war das so! Er hat sich vorgenommen diesmal alles zu geben: „Ich möchte soviel lernen wie nur möglich. Ich werde meinen Kollegen und meinem Chef gegenüber immer zuverlässig sein. Auf dem Bau geht das auch nicht anders“, berichtet er und sieht, genau wie seine Personalchefin, sehr zufrieden dabei aus.
Peter Léus vom Projekt „Jugendscout“ hofft, dass in der jetzt beginnenden Hauptzeit viele seiner Schützlinge in Ausbildung vermittelt werden können.
Er rät auch anderen Jugendlichen schnell aktiv zu werden und sich um eine Stelle zu bemühen.
Wer im Landkreis wohnt, zwischen 16 und 25 Jahren ist und unbürokratische Unterstützung beim Bewerbungsverfahren sucht, kann sich an die Mitarbeiter des Projekts „Jugendscout“ wenden.
*Name von der Redaktion geändert.
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Das Projekt wird gefördert durch das Jobcenter- und die Kreisverwaltung Mainz-Bingen, das rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und dem Europäischen Sozialfonds.
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