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Verraten, verhaftet, verschwunden – 32 Postkarten sind das Vermächtnis einer jüdischen Familie aus Hamburg

03.03.201419:02 UhrKunst & Kultur

(openPR) Verraten, verhaftet, verschwunden – 32 Postkarten sind das Vermächtnis einer jüdischen Familie aus Hamburg-Eimsbüttel und versöhnen den schwedischen Autor mit seiner hanseatischen Heimat

„Meine Lieben! Ich freue mich, dass ihr euch so gut durchschlagt.“ So beginnt die letzte Postkarte, die Minna und Gustav Wächter ihrem Sohn Walter aus Hamburg ins Exil nach Schweden schicken. Am 6. Dezember 1941 werden sie nach Riga deportiert. Torkel Wächters Buch „32 Postkarten – Post aus Nazi-Deutschland“ rekonstruiert das Leben seiner Großeltern im Eppendorfer Weg von der ersten Karte bis zu ihrem Verschwinden. Bisher erinnerten nur zwei Stolpersteine in Eimsbüttel an die Familie Wächter. Dieses Zeitdokument jüdischen Lebens erscheint im März 2014 als Buch und eBook im ACABUS Verlag.



Als der Schwede Torkel Wächter 1983 einen Karton mit Fotos und Postkarten auf dem Dachboden seines verstorbenen Vaters in Stockholm findet, ist er zunächst verwirrt. Er lässt die für ihn in unbekannter Schrift verfassten Nachrichten nach der Geburt seines Sohnes 2000 übersetzen und lernt Deutsch, um sie selbst lesen zu können. Die Postkarten erlauben ihm einen Einblick in seine bisher unbekannte Familiengeschichte: „Es ist meine Aufgabe als Vater, Türen zu öffnen“, sagt Torkel Wächter heute. Seinen Kindern will er die Familiengeschichte nicht vorenthalten, wie er es von seinem Vater kannte: „Mein Vater ist immer wütend geworden, wenn wir die falschen Fragen gestellt haben.“

Die Karten schrieben Minna und Gustav Wächter an ihren Sohn Walter, der 1938 aus Hamburg nach Schweden floh, nachdem man ihn drei Jahre lang im Konzentrationslager Fuhlsbüttel inhaftiert hatte. Die Briefkarten beschreiben den Alltag einer jüdischen Familie in den Jahren 1940/41 in Nazi-Deutschland. Und doch steht auf jeder Postkarte mehr – nur sichtbar für Eingeweihte. „Meine Aufgabe ist es, die Postkarten selbst sprechen zu lassen, aber sie brauchen Kommentare“, erklärt der Autor und meint die zahlreichen Anspielungen auf Angriffe und Repressalien, welche sich erst auf den zweiten Blick erschließen.

Nach langen Recherchen in Archiven veröffentlichte Torkel Wächter am 29. März 2010 die erste Postkarte auf seinem Blog 32postkarten.com. In „simulierter Echtzeit“ veröffentlichte er alle 32 Postkarten genau 70 Jahre, nachdem sie verfasst wurden.
Aus diesem Ahnenforschungsprojekt entstand das Buch „32 Postkarten – Post aus Nazi-Deutschland“, welches alle 32 Postkarten und zahlreiche Fotos enthält. Neben den Postkartentexten schildern die Kapitel weitere Ereignisse dieser Zeit, die Torkel Wächter auf seiner Spurensuche entdeckte.
„Der Fund hat mein Leben verändert. Ich hatte den vermeintlichen Hass meines Vaters auf Deutschland geerbt. Ich bin froh, dass es vorbei ist.“

Im Zuge der Buchveröffentlichung lädt der ACABUS Verlag zu Autorenlesungen vom 22.-24. April in Hamburg ein. Nähere Informationen finden Sie unter www.acabus.de/news_30/.

Torkel Wächter wurde 1961 in Stockholm geboren und studierte unter anderem in Lund, Melbourne und Leipzig, bevor er zwischen 1986 und 1999 als Pilot für die SAS arbeitete. 1997 erschien sein erster Roman Samson. Für sein zweites Werk, Ciona, das 2002 erschien, erhielt er die schwedische Literaturauszeichnung August-Preis. Sein drittes Buch, 32 Postkarten – Post aus Nazi-Deutschland erscheint im März 2014.

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