(openPR) Berlin, 03.02.2014
Vorab herzlichen Glückwunsch zur Qualifikation für Olympia und damit zur Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sotschi.
Wie fühlt man sich, so kurz vor den Olympischen Spielen?
Ich bin ja bereits mitten drin. Es ist alles unglaublich aufregend hier. Ich bin sehr stolz darauf Teil der deutschen Mannschaft zu sein!
Alexej, Du hast in dieser Saison Deine persönliche Bestleistung über 5000m verbessert. Wie siehst du deine momentane Form so kurz vor den Olympischen Spielen in Sotschi?
Sotschi ist meine erste Olympiateilnahme, dementsprechend schwierig ist gerade die Situation. Auf mich prasseln hier extrem viele Informationen und Wahrnehmungen ein. Ich habe schon zahlreiche Teilnahmen an Weltcups und WMs hinter mir, aber Olympia ist eine ganz andere Größe. Das ist alles sehr schön, aber bereits am 2. Tag wurde mir es ein wenig zu viel und ich hätte mich am liebsten mal einen Tag zurückgezogen. Ich denke aber ich gewöhne mich an die Situation. Meine Beine fühlen sich noch nicht so richtig gut an, ich brauche ein wenig um mich von den Strapazen der letzten Tage daheim und der Reise zu erholen. Aber alles in einem bin ich zuversichtlich, dass ich in der verbleibenden Zeit gut regeneriere, das harte Training der letzten Wochen und Monate wirkt und ich eine gute Form haben werde.
Mit welchen Erfolgsaussichten fährst du nach Sotschi? Was sind deine Zeile für die Olympischen Spiele?
Mein Ziel ist es unter die Top10 zu kommen. Ich bin für die 5000m und die 10000m qualifiziert, rechne mir aber über die 10000m bessere Chancen aus, da mir diese Strecke besser liegt und ich hier auch meine besten Weltcupleistungen erreicht hatte.
Wie sieht dein Programm bis zur Abreise nach Russland aus?
Meine Reise begann bereits am Morgen des 29.1. Am 28.1. wurde ich zusammen mit anderen Teilnehmern aus Chemnitz verabschiedet, zuvor standen für mich unge-wohnt viele Interviews von Zeitung und TV an. Das war durchaus sehr anstrengend, aber die Aufmerksamkeit der Medien muss man als Eisschnellläufer in der Zeit der Spiele nutzen, solange es nicht den sportlichen Alltag stört. Am 29.1. früh fuhr ich nach Erfurt, um dort ein Training unter guten Hallen-Bedingungen zu absolvieren. Am Abend des 29.1. fuhren wir nach Frankfurt, um von dort aus am 30.1. den Flug nach Sotschi anzutreten. Nun sind wir da und müssen uns hier erst einmal ordnen.
Kennst du die Laufbahn in Sotschi und was sind die Besonderheiten?
Auf der Bahn in Sotschi fand letztes Jahr im März die Einzelstrecken-WM statt, daher kenne ich die Bahn. Sie hat keine Besonderheiten, es ist eine gute Flachlandbahn.
Über die politische Lage in Russland wird kräftig diskutiert. Inwieweit beschäftigt es dich oder wirst du auch Stellung dazu beziehen?
Natürlich beschäftigt es mich auch. Ich bin in diesem Land geboren, spreche fließend Russisch und wenn ich gefragt werde, werde ich dazu auch entsprechend Stellung beziehen. Der DOSB verbietet uns nicht unsere Meinung zu äußern.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg in Sotschi!











