(openPR) Zum 88. Gründungstag des Spandauer Box-Club 1926 e.V. stand der Berliner, Marlon Tunger (Box-Club Viktoria 71) dem Engländer George Rhodes jun. (Westway ABC Scarborough/England) am 01.02.2014 in der Bruno-Gehrke-Halle in Berlin-Spandau gegenüber. Die Kontrahenten können beindruckende Kampfstatistiken vorweisen. Der 22-jährige Engländer war von 60 Kämpfen 53 Mal siegreich und der 19-jährigen Berliner von 67 in 47 Kämpfen.
Rhodes jun., der den Mittelgewichtskampf angriffslustig eröffnete, versetze Marlon Tunger bereits zu Beginn der ersten Runde einen unbeabsichtigten Kopfstoß. Die Folge war eine Platzwunde über dem rechten Auge. Der motivierte Marlon Tunger wollte von einem Abbruch in der ersten Runde nichts hören und setzte den Kampf nach der Freigabe durch den Ringarzt unter Schmerzen fort. Rhodes jun. der sich in starker Physis präsentierte, hielt das Tempo und die Schlagfrequenz über den Kampf konstant hoch. Mit englischer Kampfhaltung ging Rhodes jun. in den Schlagabtausch, wodurch Marlon Tunger immer wieder die Stirn des Engländers am Jochbein zu spüren bekam. Marlon Tunger, der seine Kampfstrategie gezwungenermaßen überdenken musste, hielt Rhodes jun., mit seiner harten, langen Geraden auf Distanz und konnte im Rückwärtsgang deutliche Treffer verbuchen.
Rhodes jun. schlug stark zum Körper und ließ mit schönen seit- und aufwärts Haken sein Potential für Kombinationen erkennen. Jedoch konnte er gegen den technisch überlegenen Berliner nicht das richtig Mittel finden. Der Engländer, der seine Führ- und Schlaghand beim Zurückziehen zur Brust fallen ließ, vernachlässigte seine Deckung, was sichtbare Wirkungstreffer nach sich zog. Der jüngere Berliner konnte diesen Arbeitssieg klar für sich entscheiden und wohl noch einiges von sich hören lassen.
Aufgefallen ist einmal mehr, dass der Spandauer Box-Club 1926 e.V. im Berliner Vereinsleben die Maßstäbe für gelungene Boxformate setzt. Nach der „1. Open-Air-Boxveranstaltung“ im Spandauer Südpark in 2013 hat der Box-Club nun auch seinen 88. Gründungstag in bester Boxatmosphäre, mit internationalem Teilnehmerfeld und zahlreichen Zuschauern begangen. Chapeau!











