(openPR) „Her Stories. Präsentationen und Positionen gegen Rassismus“ – die 5-teilige Veranstaltungsreihe der Frauenkreise und des Bildungswerkes Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung – präsentiert vom 28. Februar 2014 bis 12. Juni 2014 Werke, Wirken und Positionierungen Afrodeutscher, Schwarzer und Asiatischdeutscher Frauen. In Vorträgen, Filmen, Lesungen und Ausstellungen schildern sie ihre Erfahrungen und die ihrer Communities mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus und beschreiben die Folgen dieses individuell und kollektiv erlebten Traumas. Indem sie von Rassismus betroffene Frauen selbst zu Wort kommen lassen, möchten die Frauenkreise einen Raum für den gesellschaftlichen Dialog öffnen und notwendige Veränderungen anstoßen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Männer sind herzlich willkommen.
Veranstaltungsprogramm:
Fr, 28.02.2014 (19.00 Uhr)
Vernissage und Lesung aus „Das leidige Hindernis“ von und mit Raja Lubinetzki.
In ihren Texten beschäftigt sich die Afrodeutsche Schriftstellerin und Künstlerin Raja Lubinetzki auf eindringliche und poetische Weise sowohl mit dem depressiven Stillstand im Ostberlin der 80iger Jahre, der tiefe und langwierige Spuren hinterlassen hat, als auch mit ihrem Sein als Schwarze Deutsche. In ihren Grafiken und Aquarellen, die zum ersten Mal in einer Einzelausstellung einem breiteren Publikum gezeigt werden, zeichnet sie einprägsame, lebendige und vielfältige MenschenBilder.
Do, 13.03.2014 (19.00 Uhr)
Lesung und Gespräch: “Mutter wie weit ist Vietnam?” Angelika Nguyen über beiläufigen und expliziten Rassismus in deutschen Kinderzimmern.
Im Text-Essay der Filmwissenschaftlerin und Filmjournalistin Angelika Nguyen – der in der Sammlung „Kaltland“, Rotbuchverlag 2011 erschienen ist – beschreibt sie ihre Kindheitserfahrungen als Tochter einer deutschen Mutter und eines vietnamesischen Vaters.
Do, 10.04.2014 (19.00 Uhr)
Rassismus und antirassistischer Widerstand in Deutschland 1991 bis 2013. Filme und Gespräch.
Gezeigt werden die Filme „Black in the Western World“ (23 min. D /engl. U,1992) von Wanjiru Kinyanjui sowie „Bruderland ist abgebrannt“ (35 min. D, 1991) von Angelika Nguyen.
Erster beschäftigt sich mit dem offen ausbrechenden Rassismus in Deutschland Anfang der neunziger Jahre und der Positionierung Afrikanischer Einwander_innen.
Zweiter ist eine Momentaufnahme aus den Biographien vietnamesischer Immigrant_innen während des gravierenden Umbruchs in Deutschland.
Anschließendes Gespräch über Rassismus und die Organisation antirassistischen Widerstandes in Deutschland mit Natasha A. Kelly und Angelika Nguyen.
Do, 08.05.2014 (19.00 Uhr)
Vortrag und Diskussion „Körper im Traum/a“. Ein Abend mit Noa Ha zu Körper, Rassismus und Wissensproduktion.
An diesem Abend wird die Asiatischdeutsche Stadtforscherin und Aktivistin Noa Ha über die traumatisierende Erfahrung von Rassifizierung und Vergeschlechtlichung sprechen, die sich als Er-fahrungen in ihren Körper eingeschrieben haben und die sie zu emanzipatorischem Wissen zu wandeln sucht. Ein Prozess, der die Reflektion unterschiedlicher Wissenshorizonte meint und im Kontext von Community-Building zu verorten ist. Es geht um Grenzen und Widersprüche zwischen Körper, Gesellschaft, Trauma und Community Building.
Do, 12.06.2014 (19.00 Uhr)
Buchpräsentation und Projektvorstellung „Daima“
Der Portraitband "Daima" ist eine Sammlung eindrucksvoller schwarz-weiß Fotografien von inspirierenden Schwarzen Frauen, die in Deutschland leben und arbeiten. In diesem Buch, das 2013 im Verlag edition assemblage erschien und das die dritte Publikation der englischsprachigen Buchreihe Witnessed ist, richten die porträtierten Frauen ihren Blick auf die Lesenden und die Frauen in den Fotos sind es, die die Fragen stellen. Präsentiert von den Macherinnen Nzitu Mawahka, Sharon Dodua Otoo und Clementine Burnley.
Veranstalter:
Frauenkreise und das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung. Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Medienpartner: AfricAvenir












