(openPR) Die Option der Nachversicherung spielt bei der Risikolebensversicherung eine wichtige Rolle. Dies wird in Beratungsgesprächen deutlich, da hierbei häufig danach von Interessenten gefragt wird. Nachträgliche Änderungen der Vertragsbedingungen können durch das Eintreten bestimmter Umstände notwendig werden. Beispielsweise kann sich der Versicherungsbedarf durch einen Berufswechsel, eine Heirat oder die Geburt eines Kindes verändern.
Risikolebensversicherungen mit Nachversicherungsgarantie
Mit einer Nachversicherungsgarantie kann ein veränderter Bedarf nachträglich gedeckt werden. Konkret wird eine notwendige Erhöhung der Versicherungssumme dadurch möglich. Der Versicherte muss sich in diesem Falle keiner erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen. Dies wäre ohne eine eingebaute Klausel bei einer Risikolebensversicherung nicht möglich. Anderenfalls würde beispielsweise eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes gleichbedeutend sein mit einer Erhöhung der Beiträge. Die Nachversicherungsgarantie kann greift nicht einfach auf Wunsch. Das Ereignis, welches die nachträgliche Änderung notwendig macht, muss zuvor vertraglich vereinbart worden sein.
Nachversicherungsgarantien können auch bei Berufsunfähigkeitsversicherungen eingefügt werden. Die versicherte Person hat in dem Fall ebenfalls die Möglichkeit, die Versicherungssumme nach dem Eintreten bestimmter Ereignisse anzupassen. Auch hier müssen diese zuvor im Vertrag schriftlich festgehalten worden sein.
Option auf Nachversicherungsgarantie ausschließbar
Nicht alle abgeschlossenen Risikolebensversicherungen beinhalten eine Garantie auf Nachversicherung. Versicherungsgesellschaften können die Option auch ausschließen, falls bestimmte Voraussetzungen eintreten. Diese können zum Beispiel das Eintreten eines Höchstalters sein oder die Versicherungsumstellung auf einen anderen Tarif. Beim letzten Beispiel wurde in den günstigeren Beiträgen dieses Tarifs bereits der Wegfall der Option einkalkuliert. Zudem kann die Höhe der Versicherungssumme ebenfalls zu einem Ausschluss führen. Wurde beim Abschluss einer Risikolebensversicherung die maximale Summe bereits erreicht, so kann diese auch nicht mehr zu einem späteren Zeitpunkt angehoben werden.
Höhe der Versicherungssumme festlegen
Die Höhe der Versicherung nimmt eine entscheidende Rolle ein. Diese muss schließlich für die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen ausreichen und diese vor monetären Schwierigkeiten bewahren. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens anzusetzen. Ist eine Familie durch ein Hauskredit belastet, so sollte Die Versicherungssumme höher angesetzt werden. Hier muss mindestens mit einem Betrag in Höhe der Finanzierungssumme gerechnet werden. Auch zählen die Anzahl der Kinder und deren Alter zu den bestimmenden Faktoren. Sind die Kinder noch und muss deren Ausbildung noch komplett finanziert werden, so muss dieses in einer höheren Versicherungsprämie berücksichtigt werden.




