openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Erkrankungen der Bandscheibe: Stoßdämpfer in Gefahr

21.01.201413:28 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Sie sind nur wenige Zentimeter dick und tragen doch eine große Last: unsere Bandscheiben. Mit ihrem gallertigen Kern und harten Faserring liegen die 23 Platten wie kleine Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern. Ihre Aufgabe ist es, Druck gleichmäßig auf die Wirbelsäule zu verteilen und zu verhindern, dass die Knochen aneinander scheuern. Hakt das System, schmerzt der Rücken - im schlimmsten Fall kommt es zu einem Bandscheibenvorfall.



„Mit zunehmendem Alter, bei Fehlhaltungen, schwerer körperlicher Arbeit oder Übergewicht werden die Bandscheiben weniger elastisch“, sagt Orthopädin Ulrike Laupichler. Sie leitet das Wirbelsäulenzentrum Oberpfalz an der Asklepios Klinik Lindenlohe und kennt die verschiedenen Arten von Bandscheibenproblemen. „Weil sie über die Jahre immer weniger Flüssigkeit speichern, trocknen die Bandscheiben ein und der Faserring um sie herum wird spröde und rissig.“ Bei entsprechender Belastung drückt der weiche Kern dann so gegen den Faserring, dass dieser über seine normale Position herausspringt. Bleibt er geschlossen, spricht man von einer Vorwölbung; reißt er aber ein und der weiche Kern tritt aus, entsteht ein Bandscheibenvorfall. Die verschiedenen Abschnitte der Wirbelsäule sind dabei unterschiedlich anfällig. „In circa 90 Prozent der Fälle tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule oder am Übergang zwischen Lenden- und Brustwirbelsäule auf; an der Halswirbelsäule kommt er nur bei ungefähr zehn Prozent der Patienten vor“, weiß Laupichler.

Warnsignale wahrnehmen
So wie die betroffenen Stellen variieren auch die Symptome. Sie reichen von Rückenbeschwerden über Schmerzen in den Armen oder Beinen bis zu Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in den Gliedmaßen. Auch die Schmerzstärke ist nicht bei jedem Patienten gleich. Ein starkes Ziehen im Rücken kann genauso gut ein Warnzeichen für einen Bandscheibenvorfall sein wie ein heftiger, stechender Schmerz. Dann drückt der ausgetretene Kern auf einen Nerv. „Kommen dazu noch Lähmungserscheinungen, sollte der Betroffene schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen“, rät Laupichler. Der könne durch gründliche Untersuchungen und mit Hilfe einer Magnetresonanztomographie, kurz MRT, die richtige Stelle und den Schweregrad feststellen. Danach gilt es, die passende Therapie zu finden.

OP als letzte Lösung
„Bei einem Bandscheibenvorfall denken viele gleich an eine Operation. Das muss aber oft nicht sein“, so die Spezialistin. „Gerade bei frischen oder leichten Krankheitsbildern erzielt man mit einer konservativen Behandlung durch schmerz- und entzündungshemmende Medikamente oft in Kombination mit Physiotherapie gute Erfolge.“ Auch ein gezieltes Training der Rückenmuskulatur könne helfen, die Beschwerden zu lindern. Erst wenn eine intensive konservative Therapie keinen Erfolg erzielt hat, oder der Bandscheibenvorfall die Nervenfasern abdrückt und gefährdet, ist eine Operation unumgänglich.
Den Spezialisten am Wirbelsäulenzentrum Oberpfalz stehen dabei verschiedene Behandlungsansätze zur Verfügung, wie die Expertin erklärt: „In vielen Fällen operieren wir mikrochirurgisch oder endoskopisch, also mit Hilfe eines Operationsmikroskops oder einer Kamera, um den vorgefallen Teil des Kerns sowie Stücke des Faserrings zu entfernen und so den Nerv zu entlasten.“ Eine andere Möglichkeit sei zum Beispiel die Bandscheibe durch eine bewegungserhaltende Prothese zu ersetzen. Welche Methode die beste für den jeweiligen Patienten ist, wird aber erst nach gründlich Voruntersuchungen und Gesprächen mit dem Betroffenen entschieden.

Nach einer erfolgreichen Operation liegt es dann am Patienten, aktiv zu werden. Verschiedene Sportarten oder spezielle Rückenschulen helfen, stützende Muskulatur aufzubauen und die Beweglichkeit zu fördern. Denn nur mit einem starken Rücken werden die Bandscheiben langfristig entlastet.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 772040
 898

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Erkrankungen der Bandscheibe: Stoßdämpfer in Gefahr“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe

Bild: Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe informiert: Daniel Weiß ist neuer Klinik-Geschäftsführer
Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe informiert: Daniel Weiß ist neuer Klinik-Geschäftsführer
SCHWANDORF/LINDENLOHE. Mit Beginn September hat Daniel Weiß seine Aufgabe als neuer Geschäftsführer der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe angetreten. Er folgt Marius Aach nach, der nach dreieinhalb Jahren in Lindenlohe eine neue Aufgabe innerhalb des Asklepios Konzerns übernimmt. Mit dem 39jährigen Daniel Weiß garantiert ein „sehr erfahrener Klinikgeschäftsführer die Kontinuität in Lindenlohe“, so Asklepios Regionalgeschäftsführer Dr. Joachim Ramming, denn: „Von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die hohe medizinische Qua…
Bild: Komplexe Schmerztherapie an der Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe
Komplexe Schmerztherapie an der Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe
SCHWANDORF/LINDENLOHE. Mit 4.000 stationären und 10.000 ambulanten Patienten jährlich ist die Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe eine der größten Spezialkliniken in Ostbayern. Etwa 2.500 davon sind sogenannte Akutschmerzpatienten – für sie sorgt der Chefarzt der Abteilung „Anästhesie, Schmerztherapie und Notfallmedizin“ Dr. Franz-Jürgen Unterburger zusammen mit seinem Team und kümmert sich darum, dass die Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung eng vom hauseigenen Akutschmerzdienst betreut und persönlich begleitet werden. Gefähr…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bandscheibenvorfälle minimalinvasiv reparieren
Bandscheibenvorfälle minimalinvasiv reparieren
… Behandlungsalternative dar, da der Eingriff eine sofortige Druckreduktion zur Folge hat“, weiß Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin.Stoßdämpfer Bandscheibe Jeder Mensch hat 23 Bandscheiben. Diese sitzen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule und wirken dort als Puffer. Unabhängig von der Lage besitzen …
Kleines Rückenlexikon - Dr. Reinhard Schneiderhan erklärt die Welt der Wirbel von A-Z
Kleines Rückenlexikon - Dr. Reinhard Schneiderhan erklärt die Welt der Wirbel von A-Z
… Arthrose. Bandscheibe: 23 Bandscheiben stellen flexible Verbindungen zwischen den Wirbeln dar. 25 Prozent der Wirbelsäule machen die Bandscheiben aus, die wie ein Stoßdämpfer fungieren und aus zwei Teilen bestehen: einem äußeren Faserring aus festen Bindegewebsfasern und einem Gallertkern im Innern. Chronische Rückenschmerzen: Bestehen Rückenschmerzen …
Doppelgänger für eine starke Wirbelsäule - Künstliche Bandscheiben stellen ursprüngliche Funktion wieder her
Doppelgänger für eine starke Wirbelsäule - Künstliche Bandscheiben stellen ursprüngliche Funktion wieder her
… großen Aufgabe: Zwischen zwei Wirbelkörpern platziert, sorgen sie für die Beweglichkeit der Wirbelsäule. „Dabei agieren die Bandscheiben bei jeglichen Aktivitäten als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde in München. Bei Belastungen federn die Bandscheiben als elastische Puffer …
Endlich Hilfe bei hartnäckigen Rückenschmerzen - Experten reparieren Bandscheiben mit körpereigenen Zellen
Endlich Hilfe bei hartnäckigen Rückenschmerzen - Experten reparieren Bandscheiben mit körpereigenen Zellen
… Bandscheiben reiben dadurch die Wirbelgelenke gegeneinander. Entstehende Schäden an beiden Strukturen führen zu starken Schmerzen. Mit dem neuen Verfahren regenerieren sich die Stoßdämpfer durch körpereigene Zellen. Besonders für zwei Gruppen von Patienten eignet sich die Zell-Transplantation: Sowohl Betroffenen mit einem Bandscheibenvorfall als auch Patienten …
Bild: Bandscheiben OP an der Halswirbelsäule - neue Methoden
Bandscheiben OP an der Halswirbelsäule - neue Methoden
… Operation in örtlicher Betäubung. ------------------------------ München, 29.09.2018 - Bandscheibenoperation an der Halswirbelsäule (https://www.apex-spine.de/bandscheiben-op.html) Bandscheibenvorfälle gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Halswirbelsäule. Eine Bandscheibenoperation ist manchmal die beste Möglichkeit, die Beschwerden des Betroffenen zu …
Bild: Bandscheiben-Vorfall – richtig erkennen, verstehen und behandelnBild: Bandscheiben-Vorfall – richtig erkennen, verstehen und behandeln
Bandscheiben-Vorfall – richtig erkennen, verstehen und behandeln
… wie erkennt man ihn? Bandscheiben sind elastische, etwa 5 - 20 mm dicke Knorpelscheiben und liegen zwischen den Wirbelkörpern des Rückgrats. Die Bandscheibe funktioniert wie ein Stoßdämpfer für die Wirbelkörper und schafft Raum für die Spinalnerven, die rechts und links von der Wirbelsäule austreten. Sie enthält einen gallertartigen Kern, der von einem …
Wenn der Rücken klagt, wird nachgefragt
Wenn der Rücken klagt, wird nachgefragt
… kommt eine künstliche Bandscheibe zum Einsatz? „Minimalinvasive Verfahren reichen nicht immer aus, um Beschwerden zu lindern. Große Bandscheibenvorfälle oder starke Schäden der Stoßdämpfer erfordern in manchen Fällen eine künstliche Bandscheibe. Seit 15 Jahren erprobt, hilft dieses Therapieverfahren, Aktivität und Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten …
Der Körper hilft sich selbst - Verfahren der autologen Bandscheiben-Zelltransplantation ist ausgereift
Der Körper hilft sich selbst - Verfahren der autologen Bandscheiben-Zelltransplantation ist ausgereift
… Bandscheibe wieder aufzubauen. Das Verfahren der autologen (körpereigenen) Bandscheiben-Zelltransplantation ADCT Die Wirbelsäule besteht aus 23 Bandscheiben, die ihr als Polster und Stoßdämpfer dienen. Die dafür erforderliche Elastizität garantieren das Zusammenwirken des Faserrings und des Gallertkerns, die jeweils in einem sogenannten Bandscheibenfach …
Bandscheiben arbeiten hart - Moderne Methoden geben Funktionalität zurück und lindern Schmerz
Bandscheiben arbeiten hart - Moderne Methoden geben Funktionalität zurück und lindern Schmerz
… sorgt für die Beweglichkeit der Wirbelsäule“, erklärt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Begründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. Bei Bewegungen agieren sie als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln, indem sie bei Belastung Wasser in das umliegende Gewebe pumpen und sich bei Entlastung wieder mit Flüssigkeit füllen. Alterung …
Wenn der Nacken schmerzt
Wenn der Nacken schmerzt
… Sabarini. Die Operationen erfolgen in einem Abstand von einigen Wochen. Aufgrund des Einsatzes von körpereigenen Zellen nimmt die Bandscheibe innerhalb kürzester Zeit ihre Funktion als Stoßdämpfer wieder auf. Wie geht es weiter? „Viele Betroffene haben Angst, dass sie lange Zeit mit der Krankheit und deren Nachwirkungen zu kämpfen haben. Dies kann jedoch …
Sie lesen gerade: Erkrankungen der Bandscheibe: Stoßdämpfer in Gefahr