(openPR) Im Jahre 1984 waren es rund 400 Besucher, die den Chaos Communication Congress besuchten. Inzwischen sind es über 10'000 Besucher. Das Gründungsjahr und der Name des bekannten Romans von Georges Orwell „1984“ sind kein Zufall. Am Kongress, der eigentlich kein Motto hatte, wurde die Privatsphäre, nach den Enthüllungen von Edward Snowden, zum zentralen Thema.
„Das Ziel der NSA ist die Aufhebung der Privatsphäre und die Überwachung jeglicher Art von Kommunikation.“
Grossen Applaus erhielten Glenn Greenwald wie auch Julian Assange, die mit Video Livestream zu sehen waren.
Die Medien beschrieben den Kongress als eine Veranstaltung von „Bastler, Baustler, Life Hacker“ , aber waren gar nicht anwesend, genau so wenig die Politiker. Inzwischen wird sogar vermutet, dass die Presse ihren Lesern zwar über die Schnüffelaktionen berichten darf, aber über eventuelle Gegenmassnahmen schweigen muss. Anders ist das Fernbleiben der Journalisten nur noch mit Naivität erklärbar. So wie das der Blogger Sascha Lobo kürzlich verlauten liess:
„Er habe sich „geirrt, und zwar auf die für Experten ungünstigste Art, also durch Naivität“.
Bislang habe er verkündet, das Internet sei das ideale Medium der Demokratie, Freiheit und Emanzipation, schrieb Lobo. Nach der NSA-Spähaffäre und neuen Erkenntnissen über Wirtschaftsspionage oder Kontrollwahn bei Konzernen glaube er nun:
„Das Internet ist kaputt.“
Das war im Jahre 1984 noch anders. Da hat sich der CCC noch selber in die Computer gehackt. Heute macht das die NSA und Co. Jacob Appelbaum präsentierte Dokumente, die Snowden von seinem ehemaligen Arbeitgeber ausgeliehen hatte. Da steht drin, dass die NSA in allen möglichen Computerequipments sogar industriell Wanzen einbauen lässt und bei Betreibern von grossen Computernetzen den Einbau von Abhöranlagen verlangt.
Gestohlene Daten kann man nicht, wie das Geld, das der CCC vor 30 Jahren der Hamburger Sparkasse gestohlen hat, einfach wieder zurückgeben. Das war auch am Kongress klar. Daten müssen kryptografisch vor Diebstahl geschützt werden und die Systeme müssen dezentral aufgebaut sein.
Die Enigmabox erfüllt genau diese Anforderungen. Die dezentraleTelefonanlage und der dezentrale Mailserver auf der Enigmabox verbinden sich über das verschlüsselte Meshnetzwerk.
Die Präsentation der Enigmabox am Kongress durch den Entwickler des verschlüsselten Netzwerkes CJDNS und den Verein Enigmabox hat einige Besucher erst ungläubig gemacht, aber dann zum Erstaunen gebracht.
Dies umso mehr da Dan J. Bernstein noch kurz vorher über sein sehr ähnliches Projekt referiert hatte.












