(openPR) Schlafstörungen sind Warnsignale des Körpers und werden oft nicht ernst genug genommen
MEDIZIN-CHECK KLÄRT DIE URSACHEN FÜR EINE DAUERHAFT GESTÖRTE NACHTRUHE
Rund ein Drittel der Deutschen leiden an Schlafstörungen. Wer über längere Zeit schlecht schläft, sollte alarmiert sein. Denn eine gestörte Nachtruhe über Wochen oder gar Monate ist ein Warnsignal des Körpers. „Schlafstörungen sind keine Bagatelle, sondern ein erheblicher Risikofaktor für die Gesundheit. Viele Betroffene nehmen das Problem aber nicht ernst und verzichten auf einen medizinischen Check, der die Ursachen der nächtlichen Unruhe klärt“, sagt der Hamburger Präventivmediziner Alexander Schlampp. Psychopharmaka und Antidepressiva als „Schlafpillen“ werden daher von Schlafforschern sehr kritisch betrachtet.
Warum ist ein ruhiger Schlaf so wichtig?
Im Schlaf repariert der Körper das, was Umwelteinflüsse und Stress am Tag zerstören. Schlaf ist heilsam und dient der Regeneration. Der Körper schaltet auf Sparflamme, die leeren Akkus werden wieder aufgeladen. Schlaf ist ein Jungbrunnen und das natürlichste Anti-Aging-Programm unseres Körpers.
Ist schlechter Schlaf über unsere Herzaktion messbar?
Die Qualität unseres Schlafes ist nicht von der Dauer abhängig. Auch wer beispielsweise acht Stunden schläft, kann am nächsten Morgen erschöpft und müde sein. Ein wichtiger Parameter ist die Regenerationsfähigkeit unseres Körpers abgebildet durch die sogenannte autonome Regulation. Diese Fähigkeit lässt sich mit einer unkomplizierten 24-Stunden-Herzratenvariabilitätsmessung (24h-HRV) erfassen. „Mit einer kleinen Box werden über 24 Stunden die Herzschläge aufgezeichnet. Stress, Wut, Trauer beeinflussen tagsüber unsere Herzaktion und machen dieses Organ zu einem sensiblen Messinstrument“, sagt Regenerationsarzt Stephan Schlampp vom Lanserhof Hamburg. Bei der anschließenden Auswertung in einem Arztgespräch werden nicht nur die Schlafqualität sondern auch der Erschöpfungsgrad oder das Burnout-Risiko bildlich dargestellt.
Was passiert bei zu wenig Schlaf?
Bei Schlafmangel sind wir müde und gereizt, am Arbeitsplatz fahrig und unkonzentriert. Studien belegen, dass Tagesmüdigkeit die häufigste Ursache für Fehler im Job und tödliche Autounfälle ist. Die Begleitsymptome von Schlafstörungen reichen von Kopfschmerzen und verstärkter Schmerzwahrnehmung bis zu Herzbeschwerden und Atemproblemen.
Schlafstörungen als Warnsignal für „stumme Entzündungen“ im Körper
Ursache für einen dauerhaft gestörten Schlaf können Depressionen sein. Häufig ist ein Mangel an Serotonin verantwortlich. Dieses wichtige „Wohlfühlhormon“ wird im Gehirn produziert und in Melatonin umgewandelt. Es macht uns müde und lässt uns tiefer schlafen. Aktuelle Forschungen belegen, dass chronische Schlafstörungen bislang unterschätzte Signale für „stumme Entzündungen“ im Körper sind: Schlaganfall, Diabetes, Herzinfarkt – und sogar Demenzerkrankungen wie Alzheimer!
Probleme im Magen-Darmtrakt stören den Schlaf
Wenn der Schlafrhythmus aus dem Takt gerät, ist oftmals die Darmfunktion aus dem Gleichgewicht geraten. Denn jeder Mensch hat eine individuelle Darmflora – das Mikrobiom – mit 300 Billionen Darmbakterien. Diese stehen über den Vagusnerv mit dem Gehirn in Verbindung. Unser Essverhalten steuert demnach auch unseren Schlaf, denn ein gereizter Darm verursacht Stoffwechselprobleme. Wer sich ungesund ernährt, zu viel und zu schnell isst, riskiert chronische Schlafstörungen und gefährdet seine Gesundheit. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, beispielsweise bei Fruktose und Laktose, kann ebenfalls Auslöser für unruhige Nächte sein.












