(openPR) In der Ausstellung „Fläche und Form“ zeigt die GALERIE Supper Arbeiten von Dag Seemann (* 1959, Mannheim, Malerei), Julian Opie (*1958, London, Malerei) und Tom Wesselmann (*1931, Cincinnati, † 2004, New York, Malerei).
Der heute in Düsseldorf lebende Künstler Dag Seemann schafft mit seinen Gemälden surreal anmutende Räume und Szenerien. Geprägt sind seine oft großformatigen Arbeiten vor allem durch eine gewisse Heterogenität – ohne Zögern kombiniert er die verschiedensten Motive, von bekannten Filmausschnitten, über Ikone der Popkultur, bis hin zu Zitaten der Kunstgeschichte und geometrischen Formen. Alles scheint möglich und der Betrachter sich in den Tiefen seiner Raumkonstrukte zu verlieren.
Die Raumtiefe, der Sog, der den Betrachter regelrecht in das Bild hineinzieht entsteht vor allem durch die klar voneinander abgegrenzten Flächen und Formen. Collagenartig, oder besser „sampleartig“, überlagern sich hier die einzelnen Bildbestandteile.
Mit ähnlich klar voneinander abgegrenzten Bildflächen arbeiten auch die zwei anderen Künstler der Ausstellung.
Die Werke des englischen Künstlers Julian Opie, dessen Bildrepertoire von Porträts und Akten bis hin zu Landschaftsszenen reicht, erscheinen jedoch ruhiger, in gewisser Weise „cleaner“ als die Arbeiten Seemanns. Mithilfe des Computers reduziert Opie seine Motive auf ihre charakteristischen Eigenarten. Details werden hier noch stärker abstrahiert. So leuchtet der Künstler in seinem Werk immer wieder die Grenzen der Stilisierung aus.
Auch der im Jahr 2004 verstorbene Künstler Tom Wesselmann reduziert seine Motive auf die wesentlichsten Elemente und bedient sich dem Prinzip der Collage. Der US-amerikanische Maler und Objektkünstler zählt zu den Hauptfiguren der amerikanischen Pop-Art. Sein Leitmotiv sind hauptsächlich weibliche Akte in sexuell provokanten Posen. Inspiration findet Wesselmann vor allem in der Werbung und Popkultur. Der Künstler baut in seine Arbeiten immer wieder auch Alltagsgegenstände ein, wodurch sie oftmals eine Mischung zwischen Malerei und Raumplastik darstellen.
Die Ausstellung „Fläche und Form“ zeigt nicht nur drei Künstler, deren verbindende Elemente die Stilisierung des Bildgegenstandes oder die klar differenzierte Überlagerung von Flächen und Formen darstellen. Vielmehr ist sie eine Hommage an die Vielfältigkeit künstlerischer Techniken. Sie zeigt drei Künstler die ähnliches, ganz unterschiedlich umsetzten.
Dag Seemann wurde 1959 in Mannheim geboren. Er studierte von 1980-85 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Professor Klaus Arnold. Im Jahr 1986 wechselte er für zwei weitere Studienjahre an die Kunstakademie Düsseldorf zu Professor Markus Lüpertz, bei dem er 1987 Meisterschüler war. Zusammen mit Reinhold Braun, Matthias Köster und Armin Tölke gründete er 1990 die Künstlergruppe D.A.R.M. Dag Seemann war und ist mit seinen Werken in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, zum Beispiel im Museum Franz Gertsch in Burgdorf, der Kunsthalle Messmer in Riegel oder verschiedenen renommierten Kunstvereinen vertreten. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Düsseldorf.
Julian Opie wurde 1958 in London geboren und studierte an der Goldsmith’s School of Art ebenda. Neben seinen Malereien und Computeranimationen arbeitet Opie auch mit dem Medium Skulptur und Film. Der Künstler lebt und arbeitet in London. Mit seinen Werken nahm und nimmt er an vielen wichtigen Einzel- und Gruppenausstellungen teil, unter anderem an der Venedig Biennale und der documenta, sowie in der Tate Britain, der Tate Liverpool, dem Museum of Contemporary Art Helsinki oder dem Museum für angewandte Kunst in Wien. Außerdem sind seine Arbeiten in renommierten Sammlungen, wie der Tate Gallery und der Tate Collection, London, dem Kunstmuseum Lichtenstein, der Daimler Contemporary, Berlin, dem MACAB Barcelona oder der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary in Wien zu sehen.
Tom Wesselmann gilt als einer der Hauptvertreter der amerikanischen Popart. Vor allem mit seiner provokant erotischen Serie Great American Nudes erlangte er Rang und Namen. Er wurde 1931 in Cincinnatti geboren, wo er auch von 1954-56 die Kunstakademie besuchte. Er starb im Jahr 2004 in New York im Alter von 73 Jahren. Bis heute ist sein Werk in wichtigen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, zum Beispiel auf der documenta in Kassel, im MoMA - Museum of Modern Art, New York, im Montreal Museum of Fine Art, dem National Art Center, Tokyo, dem MACRO, Museo d’Arte Contemporanea in Rom, dem MAMAC - Musee d´Art Moderne et d`Art Contemporain Nice in Nizza, der Kunsthalle Basel, der Fondation Beyerle in Riehen, dem Museum der Bildenden Künste, Leipzig, im Alten Museum, sowie der Neuen Nationalgalerie in Berlin, der Staatsgalerie Stuttgart oder dem ZKM Karlsruhe. Seine Werke sind in folgenden renommierten Sammlungen vertreten: dem MoMA - Museum of Modern Art, New York, dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, in Washington, dem High Museum of Art, Atlanta, dem Museum für Moderne Kunst, in Frankfurt a.M., der Hamburger Kunsthalle, dem Museum Ludwig in Köln und dem ZKM Karlsruhe.
Showroom:
Monika Taffet, Monika Thiele, Marc Junghans, KEHL, Mike MacKeldey, Roland Schauls, Andreas Wachter.













