(openPR) Segen bringen, Segen sein war das Motto der Aktion 2014
Sternsinger aus Röhrmoos sammeln mehr als 3300 Euro für Kinder in Not
(Röhrmoos). Mit dem traditionellen Segen für Grundschule und Rathaus ging am Dienstag dem 7. Januar die Aktion Dreikönigssingen der Pfarrgemeinde St. Johannes zu Ende. Die Sternsinger waren ganz schön stolz. Am 6. Januar waren 23 kleine und große Könige in ihren prächtigen Gewändern sowie 7 Begleiter in Röhrmoos, Riedenzhofen und teilweise Schönbrunn (Dorf) unterwegs zu den Menschen. An unzählige Türen schrieben sie ihren Segensspruch „20*C+M+B+14“, Christus Mansionem Benedicat. Das Ergebnis ihres Engagements kann sich wahrlich sehen lassen: über 3300 Euro kamen bei der Sammlung zusammen, mit denen Not leidende Kinder in aller Welt unterstützt werden. Für die freundliche Aufnahme und die Rekordspendenbereitschaft der Röhrmooser Bürger bedanken sich die Sternsinger des Kindermisionswerkes ganz herzlich bei ihren Mitbürgern.
„Viel Spaß hat das gemacht“, freute sich eine sechsjährige Königin, die zum ersten Mal an der Aktion teilnahm. „In der Vorbereitung haben wir viel über die Not und Probleme von Flüchtlingen erfahren. Die Geschichte von Willi im Flüchtlingslager haben wir angesehen und überlegt, was alles zuhause bliebe, wenn wir einfach so weg müssten. Es ist traurig zu wissen, dass sogar Kinder vor Krieg und Terrorismus flüchten müssen.“ erzählt Markus von den kindgerechten Vorbereitungsnachmittagen, die die angehenden Könige mit dem Thema der diesjährigen Aktion “Flucht und Flüchtlingsschicksale” vertraut gemacht haben.
Monsignore Michael Bartmann, Pfarrverbandsleiter des Pfarrverbandes Hebertshausen-Röhrmoos war vom Einsatz der zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in seiner Gemeinde begeistert: „Wenn es die Aktion nicht gäbe, man müsste sie glatt erfinden. So tragen die Sternsinger unserer Gemeinde die frohe Botschaft Jesu Christi in die Häuser zu den Menschen und senden sie von dort aus in die Welt um Kindern in Not zu helfen. Sie alle sind wirklich ein Segen!“. Tobias Heinz, der Sternsingerbeauftragte des Pfarrgemeinderates Röhrmoos, war in diesem Jahr besonders stolz auf die zahlreichen Jugendlichen von 13-17 Jahren, die sich an der Aktion beteiligt haben. Der 14-jährige Jonas - schon zum 8. Mal dabei - meinte dazu: “Viele Jugendliche glauben, dass es reicht, vom warmen Sofa aus auf Facebook, Tumblr oder Twitter ein paar Messages gegen Tierversuche oder so zu posten. Ich will wirklich etwas tun, um Gleichaltrigen in Not zu helfen - deshalb mache ich bei den Sternsingern mit.”
Fünf Gruppen konnten wie jedes Jahr in Röhrmoos und Riedenzhofen fast das gesamte Gemeindegebiet besuchen. Dabei wurden insbesondere Straßen abgelaufen, die im letzten Jahr ausgelassen werden mussten. Eine weitere Gruppe segnete alle Haushalte, die sich im Internet, telefonisch oder über die ausgelegten Listen einen “sicheren” Sternsingerbesuch bestellt hatten. Auch im nächsten Jahr werden die Sternsinger wieder im Gemeindegebiet von St. Johannes umgehen und zusätzlich den Mitbürgern, die garantiert den Jahressegen der Sternsinger erhalten möchten, die Möglichkeit der “Vorbestellung” anbieten.
Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 56. Aktion Dreikönigssingen, die diesmal unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!“ stand. Wie überall in Deutschland machten die Mädchen und Jungen aufmerksam auf das Schicksal von Flüchtlingskindern in aller Welt. 46 Prozent der geschätzt 45,2 Millionen Menschen auf der Flucht sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Ob in Afrika, Asien oder Lateinamerika: Die Sternsinger helfen Flüchtlingskindern in zahlreichen Ländern. Kinder, die wegen des Bürgerkriegs aus Syrien geflohen sind, erhalten Medikamente, Lebensmittel und Decken. In Südafrika oder im Kongo sorgen Projektpartner dafür, dass Flüchtlingskinder an ihrem Zufluchtsort zur Schule gehen können. Traumatherapie und Friedenserziehung stehen in ehemaligen Bürgerkriegsländern wie Sierra Leone oder Sri Lanka auf dem Programm. Örtlich rückte das Flüchtlingslager in Dzaleka im Beispielland Malawi (Ostafrika) in den Mittelpunkt der Aktion. Knapp 17.000 Menschen leben in dem Lager, in dem die Sternsinger ebenfalls Schulprojekte und Programme zur Traumatherapie unterstützen.
Doch nicht nur Flüchtlingskinder profitieren vom Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Gemeinsam mit Tobias Heinz vom Pfarrgemeinderat hatten sich auch die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Johannes auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die Nöte und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten. Sie sind eben ein Segen!









