(openPR) Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit, des Friedens und der Freude. Die Menschen rücken wieder näher zusammen, Erinnerungen an Kindheitstage werden wach und die Sehnsucht nach Zuwendung und harmonischem Miteinander bestimmen die Atmosphäre.
Doch während viele bei Lichterglanz und gutem Essen im trauten Kreise der Familie oder mit Freunden gemütlich beieinandersitzen, fürchten andere sich vor dem Familienfest.
Gerade Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung wie der Borderline Persönlichkeitsstörung fühlen sich in dieser Zeit oftmals massiv unter Erwartungsdruck gesetzt, sodass die innere Anspannung bedrohliche Ausmaße annehmen kann.
Bei manch einem hat immer wieder Streit und Gewalt den Ablauf der Festtage in ihrer Familie bestimmt und böse Erinnerungen überschatten nun alljährlich das „frohe“ Fest. Bei manch anderem brechen alte, ungelöste Konflikte wieder auf und werden mühsam hinter weihnachtlicher Fassade unterdrückt, da man den friedlichen Ablauf der Feierlichkeiten nicht stören will. Wieder Andere durchleiden eine Zeit quälender Einsamkeit und Leere. Die Gründe sind so individuell wie die Lebens- bzw. Leidensgeschichten der betroffenen Menschen und ihrer psychischen Konstitution.
Das Ganze ist umso bedrückender, da allerorts auf eine hoffnungsvolle und harmonische Zeit hingewiesen wird.
Gestaltet sich Weihnachten als derartige Überforderung, kann das Grund für eine handfeste Krise sein, während die anderen ausgelassen feiern und in dem Trubel vielleicht nicht einmal bemerken, wie schlecht es ihrem Nächsten in seiner seelischen Not geht.
Wir (der Borderline-Verein) möchten, dass sich keiner in dieser Zeit alleingelassen fühlt. Daher ist das Forum der Borderline-Plattform und auch der Chat während der Weihnachtszeit, zwischen den Jahren und auch über Sylvester rund um die Uhr geöffnet.
Wir weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass auch in dieser Zeit keine Krisenintervention geleistet werden kann - weder im Forum noch im Chat. Das Angebot dient ausschließlich der gegenseitigen Unterstützung und dem Austausch miteinander. Bei Bedarf an konkreter Krisenintervention bitten wir, die regionalen, städtischen, caritativen oder diakonischen Anlaufstellen sowie die psychiatrischen Notfallambulanzen zu kontaktieren, die entsprechende Krisendienste anbieten.
Die wichtigsten Notrufnummern & Anlaufstellen
Notrufnummern für Deutschland:
Rettungsdienst/ Notarzt 112
Telefonseelsorge 0800-1110111 / 0800-1110222
Notrufnummern in der Schweiz :
Notarzt 111
Sanitätsnotruf 144
externer psychiatrischer Dienst 052/ 722 11 05
Die dargebotende Hand 143
Notrufnummern in Österreich:
Rettung 144
Ärztefunkdienst 141
Telefonseelsorge 142
Rat auf Draht 147
Psychosozialer Notdienst 310 87 80/ 310 87 79
Weitere Notrufnummern sind auf der Borderline-Plattform (www.borderline-plattform.de) zu finden.










