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Mateusz Szczypinski »Somewhere Between – Our Matters« I Benjamin Bronni »Somewhere Between – Kantum«

19.12.201315:59 UhrKunst & Kultur
Bild: Mateusz Szczypinski »Somewhere Between – Our Matters« I Benjamin Bronni »Somewhere Between – Kantum«
Benjamin Bronni »Leftovers II« 2013, Farbfotografie, 100 x 70 cm
Benjamin Bronni »Leftovers II« 2013, Farbfotografie, 100 x 70 cm

(openPR) Stuttgart 24. Januar – 8. März 2014
Eröffnung 23. Januar 2014, 19 – 21 Uhr

Das Projekt »Somewhere Between« besteht aus zwei verschiedenen Ausstellungen, einer von Mateusz Szczypinski und einer von Benjamin Bronni. Auf den ersten Blick haben diese beiden Künstler nur wenig miteinander gemein: Bronnis Arbeiten sind Rauminstallationen, Szczypinski bewegt sich hauptsächlich in der Sphäre der zweidimensionalen Malerei. Die Künstler kommen aus verschiedenen Ländern und haben einander noch nie getroffen, und doch berufen sie sich auf ein und dieselbe visuelle Tradition. Beide versuchen, sich in der komplexen Welt von heute auf etwas »Konstantes« zu beziehen, um ihre Gegenwart zu definieren. Obgleich es zweifellos auch sichtbare Unterschiede zwischen ihnen gibt, möchten wir im Rahmen dieses Projekts Aspekte und Gemeinsamkeiten aufzeigen, die die beiden in den 1980er Jahren geborenen Künstler miteinander verbinden. Daher verfügt jede der beiden Ausstellungen über einen zusätzlichen Abschnitt, der Arbeiten des jeweils anderen Künstlers präsentiert. Wenn der Betrachter zum ersten Mal mit Szczypinskis und Bronnis Arbeiten konfrontiert wird, bekommt er sofort ein Gefühl dafür, dass diese Künstler vom Modernismus fasziniert sind. Und doch ist dieser Verweis auf die Vergangenheit mehr als bloße Wiederholung. Auf der Basis eines im Modernismus verankerten visuellen Erbes begeben sich beide Künstler auf eine ganz eigenständige Suche. Sie werden zu »materialistischen Historikern«, die ihr Bild von der Gegenwart auf den halb vergessenen Überresten der Vergangenheit aufbauen. Vielfalt, Zitate und Eklektizismus sind für die Kultur von heute charakteristisch – und sie prägten die beiden Künstler schon in den 1990er Jahren. Ihre künstlerischen Arbeiten entstammen direkt dem Charakter unserer Gegenwart; sie sind die Antwort und der Schlüssel dafür, mit dieser Gegenwart umzugehen. Es gibt heute niemanden mehr, der Regeln festlegt – alles ist erlaubt, nichts ist unmöglich. Zitate oder Referenzpunkte der Vergangenheit haben in Zeiten, in denen in der Kunst alles gestattet ist, durchaus etwas Aufständisches an sich und verwischen die Grenzen: Im Moment gibt es beispielsweise keinen Unterschied zwischen heilig und profan, zwischen Original und Kopie, und oft sieht man, wie verschiedene – oft sogar widersprüchliche – Elemente miteinander verschmelzen und einander ergänzen. Die Welt von heute ist durch eine Flut von Informationen und Bildern geprägt, die unmittelbar nach ihrer Rezeption an Bedeutung verlieren, verblassen und Platz machen für neue – die ihrerseits bald wieder in Vergessenheit geraten. Daher erscheint Bronnis und Szczypinskis Beschwörung modernistischer (oder sogar prä-modernistischer) Zeiten – einer Epoche, als noch Regeln und Prinzipien die Kunst beherrschten und man sie wie eine Religion behandelte – durchaus als Reaktion auf die Gegenwart. Ihre künstlerische Betätigung stellt den Versuch dar, sich auf etwas zu beziehen, das »konstant« ist und so als Instrument zur Definition der Gegenwart dienen kann. Auf der Ebene der ästhetischen Reflexion versuchen sie, die wechselseitigen Beziehungen und Verbindungen zwischen Formen, Farben, Flächen, Komposition und Raum zu untersuchen und zu definieren. Diese Elemente wollen sie innerhalb des zeitgenössischen Diskurses über Malerei, Skulptur und Installationen interpretieren und kontextualisieren. Beide Künstler kehren dazu in eine Zeit zurück, als strikte Regeln und Prinzipien galten, die die Kunst in eine religiöse Sphäre erhoben. Und sie verwenden dazu das Konstrukt eines Moduls. Bronni entwickelt seine Arbeit auf der Basis streng geometrischer Formen, die sich im Raum entfalten und die zugleich Grundlage als auch Baustein nachfolgender Objekte sind. Szczypinski verwendet zweidimensionale Formen, Rechtecke und Kreise, die er in mehr oder weniger figürliche Darstellungen einarbeitet, oder auch Module in Form von Gebäuden oder Häuserblocks an der Oberfläche der Stadt. Indem er sie vervielfältigt, verfremdet er sie auf eine Art und Weise, die ihnen eine beinahe abstrakte, symbolische Dimension verleiht. Letztlich stellen Bronnis und Szczypinskis Module so etwas wie heiligende Zeichen dar, die die Kunst wieder dorthinbringen wollen, wohin sie gehört. Kuratiert von Dobromila Blaszczyk.



Organisiert von der Stiftung Lokal Sztuki, lokal_30 in Warschau und der Galerie Parrotta Contemporary Art in Stuttgart. Vom 1. Februar – 15. März 2014 präsentiert lokal_30 in Warschau den zweiten Teil der Ausstellungskooperation mit Benjamin Bronni und Mateusz Szczypinski. Das Projekt wird mitfinanziert von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Jede der beiden Ausstellungen wird von einem individuellen Katalog begleitet.

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