(openPR) Alkohol kann Beziehungen und Familien zerstören. Angehörige – vor allem Ehe- oder Lebenspartner und Kinder von alkoholkranken Menschen – leiden genau so darunter, ja oft sogar mehr als die Betroffenen selbst. Für Angehörige, die nicht mehr weiter wissen, bietet das Institut für praktische Lebenshilfe (IFPL) neben Fernkursen ab sofort neue alternative Workshops an.
Hilflose Angehörige
Es gibt wohl niemanden, der nicht mindestens einen Menschen in seiner Umgebung kennt, der ein Alkoholproblem hat. Wenn dieser Mensch ein Freund, ein Verwandter, ein Nachbar oder sogar der eigene Partner ist, sieht sich jeder direkt Mitbeteiligte zu bestimmten Haltungen und Handlungen gezwungen (Vertuschen der Krankheit, Lügen für den Betroffenen, Decken der Fehlhandlungen, Bezahlung von Schulden), damit das Leben einigermaßen normal weiterlaufen kann – für sich selbst, für den alkoholkranken Menschen, für Kinder oder andere enge Familienmitglieder, für Verwandte und Bekannte, Freunde und Kollegen, am Arbeitsplatz, im Betrieb oder Job – und auch und vor allem nach außen gegenüber Unbeteiligten.
Aus falschem Stolz, aus eigenen Schuldgefühlen und aus Angst vor Mitleid oder hämischen Kommentaren, in denen sich die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Alkoholismus“ allzu oft erschöpft, wagen viele Mitbetroffene nicht den ersten Schritt aus der kritischen Situation. Oder sie gehen einfach unbequemen Dingen aus dem Weg, bis sie nicht mehr daran vorbei kommen.
Jeden kann diese Situation treffen. Doch es sind nach wie vor meistens Frauen, die in in einer Beziehung leiden, die vom Alkohol bestimmt wird. In der Regel ist es die Ehefrau, die Partnerin, die Freundin eines Alkoholkranken, die sich mit ihren Ängsten und Zweifeln allein gelassen und überfordert sieht. Sie will helfen und findet dennoch – oft jahrelang hin und her gerissen zwischen Liebe und Verzweiflung, aufkeimender Hoffnung und tiefster Enttäuschung – keinen Ausweg aus der „Hölle“ Alkohol.
Helfen, aber richtig
Die meisten Menschen in der Umgebung eines Alkoholkranken tragen durch ihre falsches Verhalten eher dazu bei, dass der Kranke in seiner Krankheit verbleibt als dass er diese besiegt.
Wie kann ich richtig helfen? Antworten auf diese und mehr Fragen zum richtigen Umgang mit einem alkoholkranken Partner oder Freund gibt der IFPL- Worksdop für Angehörige und alle, die unter der Alkoholkrankheit eines leiben Menschen in ihrer Umgebung leiden.
Unter der Leitung von Alkohol-Coach Rolf von Berg lernen die Teilnehmer, wie sie einem Menschen mit Alkoholproblem wirklich helfen können, wie sie ihre eignen Fähigkeiten und Kräfte gezielt zur Gesundung es Alkoholkranken und zum eigenen Wohlergehen einsetzen können, wie sie wirklich helfen und sich selbst aus der Alkohol-Falle befreien können.
Ziel des IFPL- Workshops ist es, die eigenen Verhaltensweisen im Umgang mit den Betroffenen zu erkennen, neue Perspektiven zu sehen und zum Wohl aller Beteiligten die eigenen Bedürfnisse stärker in Zentrum zu rücken.
„Unabhängig davon, dass es einfach gut tut, einmal offen über das Thema Alkohol zu sprechen und etwas loszuwerden, erfahren Angehörige hier, was sie wirklich tun können und was richtig helfen heißt“, so Alkohol-Coach Rolf von Berg.
Mehr Infos, Termine und Anmeldung unter www.ifpl.berg.de












