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Lücken im Netz. Defibrillatoren auf den deutschen Inseln nur lückenhaft dokumentiert

18.12.201312:34 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Lücken im Netz. Defibrillatoren auf den deutschen Inseln nur lückenhaft dokumentiert
Nur wenige Defibrillator-Standorte lassen sich über die Behörden ermitteln. Abb.: definetz
Nur wenige Defibrillator-Standorte lassen sich über die Behörden ermitteln. Abb.: definetz

(openPR) „Defibrillatoren retten Leben!“ Das stellen Fachleute in Serie fest, das stellt der Verein „definetz e.V.“ auch immer wieder fest und er stellte gleichzeitig fest: In entscheidenden Bereichen unserer Republik haben die lebensrettenden Geräte nahezu Seltenheitswert. Und das sogar an besonders empfindlichen geografischen Stellen, da nämlich, wo sich viele Menschen mit potentieller Gefährdung durch Herzerkrankungen aufhalten und wo sie sich auch gern aufhalten. Beispiel: die deutschen Inseln. Hier finden die europaweit fahndenden definetz-Detektive eine regelrechte Diaspora vor. Um das Negative kurz zu machen: Rügen, Hiddensee, Poel, Ummanz und Pellworml, sie sind flächendeckend mit Null Defis ausgerüstet.



Wohlgemerkt, es geht um die Defibrillatoren, die öffentlich aushängen, bzw. von Laien erreichbar sind und deren Standorte bekannt sind. Nur sie können ja schnell vor Ort helfend bei einem Herzpatienten angewendet werden. Wer hier umkippt, muss auf den Rettungsdienst und Notarzt warten, die sicher mit gutem Gerät anrücken werden, aber geht das auch schnell genug? Kleine so genannte Laiendefis, die von jedermensch ohne Anleitung betätigt werden können – hier Fehlanzeige. Auf Wangerooge, Fehmarn, Dänholm, Usedom, Baltrum, Hooge, Gröde-Appelland, Oland und Langeneß fanden die definetz-Mitglieder jeweils einen Defibrillator, was Friedrich Nölle aus Bönen, antreibende Kraft im Verein, zwar als Fortschritt wertet, aber natürlich nicht für ausreichend halten kann. „Da muss doch mehr gehen!“

Borkum (je zwei), Juist (drei) und Lageoog sowie Spiekeroog (jeweils vier) machen sich anscheinend langsam auf den Weg. Amrum und Helgoland mit fünf und Föhr (neun) holen auf, Sylt bringt es auf 10 Geräte und Norderney gar auf 15. Das sind Mengengerüste, bei denen die definetz-Aktivisten langsam an beginnende Zufriedenheitsgrenzen stoßen, aber, besonders im Hinblick auf die Besucherzahlen, noch nicht sehen, dass Standards unserer Nachbarländer erreicht werden. Friedrich Nölle nennt da die holländischen Inseln, wo die Ausstattung sich schon wesentlich besser darstellt. Auf Texel sind 64 Defi-Stützpunkte, Terschelling bietet 58, Ameland 19, Vlieland 13 und Schiemonnikoog immerhin noch neun. (Quelle: AED4U)

Ebenso können dänische Inseln mit einem beachtlichen Defi-Netz aufwarten, allen voran Bornholm mit 188 Standorten, wegen der Größe der Insel allerdings nicht vergleichbar mit Langeland (81), Ærø (22), Rømø (12) und dem kleinen Tasinge, wo fünf Defis zu finden sind. (Quelle: Trygfonden Hjertestart) Die Inselschönheiten an Nord- und Ostseeküste ziehen alljährlich Millionen Erholungssuchende an. Und viele von ihnen sind einem gefährdeten Alter zuzuordnen. „Sicherer würde sich bestimmt jedermann fühlen, wer man wüsste, dass die Defi-Netze engmaschig auch auf den Inseln geknüpft sind“, sagt Friedrich Nölle.

Um es in der gern genutzten Wirtschaftssprache auszudrücken: Defibrillatoren in erreichbarer Nähe sind für diese überschaubaren Regionen eindeutig ein weicher Standortfaktor. „Der Vergleich mit den Niederlanden und Dänemark zeigt, dass wir in Deutschland da bei weitem noch nicht die Dichte erreicht haben, die notwendig wäre“, sagt Friedrich Nölle. Er und sein Verein arbeiten ständig an einem Kataster, das inzwischen in mehreren Ländern Europas Standorte auflistet. Es ist geplant, diese detaillierte Standort-Aufstellung Anbietern von Smartphone-Apps zugänglich zu machen, so dass für einen Patienten, der eine Herzattacke erleidet, sofort Hilfe geholt werden kann, gleichzeitig der nächste Defi-Standort angezeigt wird und Helfern der Weg dorthin gewiesen wird.

„Im Sekundentakt sinkt die Chance, ein Leben zu retten, wenn der Plötzliche Herztod erst eingetreten ist“, sagt der Kardiologe Dr. Christian Fastenrath von Definetz. „Also hilft jeder zusätzliche und schnell erreichbare Defibrillator den Wettlauf für ein Leben nach dem Plötzlichen Herztod erfolgreich zu bestehen.“

Mit der Vorstellung einer Drohne, einem Mini-Oktokopter, der einen Defibrillator zum Kranken transportieren kann (beispielsweise auf einem für Fahrzeuge schwer zugänglichen Golfplatz), erzielte der Verein definetz im Sommer dieses Jahres geradezu weltweite Aufmerksamkeit. Kaum ein Land auf dem Globus, in dem die Medien nicht über den „Defikopter“ berichtet hätten. Unlängst erst drehte das russische Fernsehen einen langen Bericht über die Aktivitäten des Vereins. „Wir sind eindeutig auf dem richtigen Weg“, glaubt Friedrich Nölle. Er macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass durch die Folgen des Plötzlichen Herztodes allein in einem Land wie der Bundesrepublik ein jährlicher Schaden von rund 4 Milliarden Euro für die Volkswirtschaft entsteht.

Rudi Bernhard

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