(openPR) Nach vielen Wochen Entwicklung, geben wir heute die neue Version unseres ThinClient-Betriebssystems openthinclient® OS frei. Die zugehörige Virtual Appliance trägt, traditionell benannt nach Göttern der römischen Mythologie, den Namen Consus.
Was ist neu?
Anforderungen moderner Hardware erzwingen den Einsatz moderner Betriebssysteme. Wir haben uns daher für einen kompletten Austausch der alten Basis entschieden und ein stabiles Debian GNU/Linux (Wheezy) als Unterbau für das ThinClient OS gewählt.
Ein sehr neuer Kernel und neueste Xorg-Treiber ermöglichen nunmehr den Einsatz vielfältigster Hardware. Der Bootvorgang wurde deutlich beschleunigt, was unser selbst geschriebenen initrd zu verdanken ist.
Dualscreen-Settings können ab Version 2 problemlos im openthinclient® Manager konfiguriert werden. Die enthalten Treiber decken einen Großteil der verfügbaren Hardware ab. Eine Ausnahme bilden im Augenblick noch einige VIA-Chips, die u.U. nur mit Singlescreen betrieben werden können.
Einige Anwendungen (rdesktop, spice) werden bei Consus schon im Basispaket bereitgestellt. Deren Konfiguration und Rollout kann im openthinclient® Manager mittels der Anwendung "Kommandozeile" erfolgen.
Durch ein völlig neues Buildsystem können wir zukünftig Updates der Grunddistribution schnell und einfach für das openthinclient® OS anbieten.
openthinclient® versteht sich nunmehr als "rollende Distribution". Pakete werden in nur noch einem Repository gepflegt. Die Bedienung und Konfiguration erfordert somit nur einen minimalen Administrationsaufwand. Bitte prüfen Sie regelmäßig auf Updates oder neue Anwendungen.
Was bleibt?
Der openthinclient® Manager ist weitestgehend unverändert. Das gewohnte Handling bleibt erhalten, nur die Menge und Typen der konfigurierbaren Elemente wurde leicht angepasst. Der openthinclient® Server benötigt weiterhin lediglich ein installiertes Oracle Java und läuft somit auf allen gängigen Host-Betriebssystemen wie Windows, Linux oder OSX.
Der Einsatzzweck der openthinclient® Software ist das Arbeiten mit serverbasierenden Anwendungen (server based computing), Zugriff auf virtuelle Desktops (VDI), Anwendungen über das Netzwerk (cloud computing) oder das Ausführen lokaler Anwendungen (z.B. Webbrowser, Emulator oder Textverarbeitung) auf den ThinClients selbst.
Dies erhöht die Verfügbarkeit und senkt gleichzeitig Kosten für Hardware, Strom und Administrationsaufwand.
Ausblick
Einige Funktionen aus Version 1 (Minerva oder Ceres) sind vorerst noch nicht verfügbar. Dazu gehören zum Beispiel die Unterstützung lokal angeschlossener Drucker, das lokale Booten und Netzwerk per WLAN.
Die Weiterentwicklung von openthinclient hat für uns oberste Priorität. Wir sind ständig damit befasst neue, oder aus der früheren Version bekannte Features zu implementieren. Dies soll im Dialog mit unseren Kunden geschehen. Alle Anwender - ob kommerziell oder nicht - sind aufgefordert Ihre Wünsche zu äußern und uns bei deren Umsetzung zu unterstützen.
Auf unserer Webseite wird es in Kürze möglich sein, die Umsetzung von Funktionen in einem Ranking-System (Feature-Bid) zu bewerten und finanziell zu unterstützen.
Download und Installation
Die Consus VM steht ab heute als Virtual Appliance zum Download bereit. Ein Update bestehender Installationen ist ebenfalls möglich. Eine Anleitung dafür senden wir per Mailingliste, bzw. wird diese auf unserer Webseite hinterlegt.
Einen Installer mit Version 2 erwarten wir in den nächsten Wochen.
Credits
Wir danken allen Debian-Entwickler für Ihre hervorragende Arbeit.
Ganz besonderer Dank geht an Prof. Klaus Knopper, der uns mit seinem Rat zur Seite stand und uns grundlegende Ideen für diesen Neuanfang gab.








