(openPR) Rechtzeitig zum Endspurt beim Christmas-Shopping haben vier junge Düsseldorfer Designerinnen ihr gemeinsames “Atelier hinter Indien” eröffnet. In ihrem Atelier auf der Düsselthaler Straße 1a im trendigen Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort bieten die Künstlerinnen im Alter von 30 bis 36 Jahren ihrem Publikum extravagantes Interieur-Design wie Lampen und Kissen und zeitgenössischen, individuell-kreativen Schmuck für jedes Alter an. Damit die Designerinnen auch noch genug Zeit für die Produktion ihrer Kult-Objekte haben, ist die öffentliche Besuchszeit überschaubar: Das “Atelier hinter Indien” ist Mittwoch und Freitag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 22. Dezember 2013, 14 bis 20 Uhr, gibt es für die Besucherinnen ein "Offenes Atelier" mit Glühwein sowie für ihre Begleiter Frei-Zeit für eine Zigarettenpause im gemütlichen Freiluft-Wohnzimmer im Hinterhof.
Durch einen romantischen Hinterhof ins Atelier hinter Indien
Shopping mit Spannungseffekt: Vor der Eingangstür ein bescheidener Plakatreiter. Kerzenlicht lockt die Besucher durch einen Flur in einen romantischen Hinterhof. Gleich neben einer gemütlichen Sitzecke im Freien geht es dann ins “Atelier hinter Indien”, dem neuen Design-Start-Up in Düsseldorf. Der Duft von Glühwein weht den Kunden entgegen und ein Ambiente aus Gemütlichkeit, Kreativität und Offenheit umgibt sie.
Die Designerinnen Sofia Beilharz (32), Maren Düsel (30), Lynne Philippé (33) kennen sich vom Studium an der Düsseldorfer Fachhochschule, die vierte Frau im Atelier, Melanie Warnstaedt (36), lernten sie bei ihrer Suche nach einem Atelier kennen und schätzen.
Seit Dezember 2013 stellen sie in der gemeinsamen Werkstatt, Design-Interieur, Asseccoires und Schmuck her und verkaufen die schönen Dinge praktisch vom Arbeitsplatz aus. Hier geht begehrte Ware von der Hand der Kreativen ohne Zwischenhandel direkt in den Besitz des Kunden. Echt deutsches Handmade. Kreative Einzelstücke.
Freude am Experiment gepaart mit Laserscanning und Luftballons
“Wir sind zwar eine Ateliergemeinschaft, doch jede von uns arbeitet unter ihrem eigenen Namen. Jede hat auch ihre eigene Herangehensweise, einen eigenen Stiel. Wir fertigen sowohl Unikatstücke, als auch Serienstücke im Bereich Schmuck und Produkt”, erzählt Lynne Philippé, Absolventin MA Applied Art and Design an der Fachhochschule Düsseldorf. Und Sofia Beilharz, freiberufliche Schmuckdesignerin, ergänzt: “Schon während des Studiums hatten wir den Wunsch etwas zusammen zu machen. Gemeinsam arbeiten, gemeinsam präsentieren. Wir ergänzen uns in unseren Ansichten über die schönen Dinge des Lebens wie Schmuck und Accessoires.”
Das Besondere an der Arbeit der vier Designerinnen sind die untypische Herangehensweisen und Materialien - und die Freude am Experiment. Alt bewährte Techniken werden in einen neuen oder anderen Kontext gesetzt. Modernste Techniken wie Laserscanning, Wasserstrahlschneiden, 3D-Druck/ Rapid Prototyping werden angewandt. Neben den gängigen Materialien wie zum Beispiel Edelmetalle werden auch schmuckuntypische Materialien wie Aluminium, diverse Kunststoffe, Luftballons, Pergament, Resopal oder Porzellan verwendet. Altbekannte klassische Techniken werden durch unkonventionelle Konzepte und Umsetzungen neu interpretiert.
Das Düsseldorfer Modell von Co-Working künstlerischer Art
Die Künstlerinnen hoffen, dass besonders vor Weihnachten noch viele Kundinnen den Weg in ihr “Atelier hinter Indien” finden. Den Namen ihres neuen Arbeitsplatzes zu finden, war übrigens einfach. Lynne Philippé: “Das indische Restaurant im Hause ist allgegenwärtig. Wir haben eine gemeinsame Adresse auf der Düsselthaler Straße 1a in Düsseldorf-Pempelfort, wir nutzen den gleichen Eingang, begegnen uns ständig, riechen die Gerüche aus der Küche, stolpern regelmäßig über den Tandoriofen im Flur, sind im Hinterhof hinter dem Restaurant - und wir essen gerne indisch.”
Nicht nur das. Die Künstlerinnen lieben ihre individuelle Art des Co-Working: eine Art Düsseldorfer Modell zur Nachahmung in der Künstler- und Designer-Welt empfohlen.
“Es ist viel schöner und produktiver nicht alleine in der Werkstatt zu sitzen. In der Gruppe bereichert man sich gegenseitig, ist im stetigen Austausch, bekommt schneller und unmittelbarer Korrektur oder Kritik, kann sich behilflich sein”, sagte Lynne Philippé, “Events und Ausstellungen sind zu mehreren besser und effektiver umzusetzen, die Arbeit verteilt sich auf mehrere Schultern. Impulse und Ideen sind vielseitiger”.
Für Maren Düsel “ist die Konstellation das Spannende. Jede von uns arbeitet individuell, verfolgt einen eigenen künstlerischen oder konzeptionellen Ansatz und hat ihre eigene Art und Weise diesen umzusetzen. Das zeigt sich in der Wahl der Materialien, der Formsprache und Technik. Es entsteht eine Vielfalt und die Arbeiten stehen nicht in Konkurrenz zueinander”.
“Gerade weil wir so unterschiedlich sind und so unterschiedlich arbeiten, ist der gegenseitige Austausch anregend. Jeder bringt Wissen mit, von dem der andere profitieren kann”, ergänzt Sofia Beilharz, “dank der Gemeinsamkeit fällt es uns leichter, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen und sich in dieser zu üben, langsam durch unterschiedliche Aktivitäten und Beteiligungen bekannt zu werden und so einen Kundenstamm aufzubauen”.
Für Melanie Warnstaedt “ist das neue ’Atelier hinter Indien’ ein idealer Arbeitsplatz. Er ist eine Art Base, zu der wir einladen, an der man uns findet und von der aus wir uns nach außen hin präsentieren. Wir können hier experimentieren und auf uns aufmerksam machen. Nicht zuletzt ist das Atelier ein Ort, an dem wir die Ruhe und den Raum für kreative Prozesse suchen. Dort können wir Ideen entwickeln und ausarbeiten und in einem ruhigen Umfeld konzentriert arbeiten. Pempelfort ist im übrigen ein kreativer Stadtteil in Zentrumsnähe, der sich entwickelt, immer belebter wird. Wir sind zentral und gut erreichbar gelegen. Wir genießen die Abgeschiedenheit im Hinterhof, damit ein guter Arbeitsprozess gewährleistet werden kann. Ideal für den Anfang, mal sehen was daraus noch erwachsen kann”.
Kurze Portraits der Designerinnen: Kunst mit Konzept
Sofia Beilharz, 32 Jahre, Schmuckdesignerin, im Juli 2013 MA (Applied Art and Design), seit August selbstständig. In den Stücken von Sofia Beilharz ist die Geometrie stets Ausgangspunkt. Häufig sind es klare und reduzierte Formen, die sich von der Zweidimensionalität hin zur Dreidimensionalität bewegen und entfalten. Sie loten die Beziehung von Einfachheit und Komplexität aus und beschreiben den Übergang zwischen den Dimensionen. Körper und Bewegung der Trägerin spielen dabei eine wichtige Rolle. Grenzen zwischen Schmuck, Kleidung und Körper kommen ins Fließen, werden aufgehoben, verschwinden. Bevorzugte Materialien: Aluminium und PVC
P. Lynne Philippé, 33 Jahre, Absolventin MA Applied Art and Design an der Fachhochschule Düsseldorf. Lynne Philippé arbeitet mit Keramik, Luftballons, Seidenfäden, Emaille, Pergament, Haaren, Gold und Silber. Anlass ihrer Schmuckkonzepte sind gefundene Gegenstände und Objekte. Diese “Fundstücke” bestimmen die Strategien der künstlerischen Entwicklung: Sie schreibt Geschichten, macht Fotos, illustriert oder näht. So entsteht eine narrative und gegenständliche Umgebung, aus der heraus sie Materialien und Formen für ihren Schmuck entwickelt.
Maren Düsel, 30 Jahre, Schmuckdesignerin, im Juli 2013 MA (Applied Art and Design), seit August selbstständig. Die Arbeiten konzentrieren sich auf Kontraste, vorwiegend Materialkontraste. Spannungen zwischen verschiedenen und ungewöhnlichen Materialen setzten die Akzente in den Schmuckstücken. Auch das Spiel mit Farbtönen nimmt eine wichtige Rolle ein, um die Neugierde von Betrachtern und Trägern zu wecken. So entstehen Ketten, die auf den ersten Blick aus grafischen schwarzen Flächen bestehen. Bei genauerem Hinsehen werden feine Tonwertkontraste aufgrund unterschiedlicher Materilität erkennbar. Das Wechselspiel von warmen und kalten Materialien, wie angebranntem Holz und geschwärztem Stahl machen den Reiz dieser Ketten aus. Hinter dem Verwenden von außergewöhnlichen Materialien im Schmuck steckt bei Maren Düsel die Idee, die Vielfalt möglicher Materialitäten für Schmuck aufzuzeigen und dem Schmuckträger nicht nur klassische Schmuckvarianten zu bieten, sonder ihn an eine „neue Art“ von Schmuck heranzuführen, den sie selbst mit neuen Bedeutungen füllen können. Inspirationen kommen meist aus dem Material selbst, zum Beispiel aufgrund einer besonderen Haptik wie einer rauhen Oberfläche oder durch visuelle Reize wie etwa der einer außergewöhnlichen Maserung im Holz.
Melanie Warnstaedt, 36 Jahre, freiberufliche Schmuck- und Produktdesignerin, Diplom 2009. "Lieber wachsen als grosstun" (-E.H. Bellermann) ist das Motto der Designerin. "Gewachsen" so der Titel ihrer Diplomarbeit, der sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeiten zieht. Mal findet man Wachstum in stetig verändernden Oxidationsprozessen, mal ist es das eigene Wachsen an seinen Aufgaben. Diese zum Teil chemischen Eigenschaften oder auch persönlichen Emotionen transportiert sie in Ihre Arbeiten. Stets offen nimmt sie ihre Umwelt und Mitmenschen wahr. Als Ventil dient der Schmuckdesignerin ihre kreative Arbeit. So entstehen unter anderem Projekte für die Düsseldorfer Aidsstiftung, bayer material science oder Schmuckstücke aus den Geschichten ihrer Familie - der Wirtschaftswunderzeit, der 1950er Jahre. Nur nicht stehen bleiben, offen sein, zuhören können, Geschichten erzählen und den Spass an der Arbeit nicht verlieren ist das Ziel ihres Schaffens.
Kontakt
Atelier hinter Indien
Sofia Beilharz, Maren Düsel, Lynne Philippé und Melanie Warnstaedt
Düsselthaler Str. 1a, 40211 Düsseldorf
Tel.: 0157 56514393
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Öffnungszeiten: Freitag und Mittwoch ab 12:00 bis 20 Uhr,
oder nach telefonischer Vereinbarung
Weitere Infos: facebook.com/AtelierhinterIndien














