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PIC Workshop im Industrie- und Filmmuseum Wolfen

16.12.201312:39 UhrVereine & Verbände

(openPR) An fotohistorisch bedeutsamer Stätte - in Wolfen (Sachsen-Anhalt) kamen am 22. und 23. November dieses Jahres gut 70 Mitglieder des Professional Imagers Club (PIC) zu ihrem vierten Workshop im Jahr 2013 zusammen.

Das Industrie- und Filmmuseum Wolfen, nicht weit von Dessau und dem Wörlitzer Park gelegen, war einst Standort der größten Agfa-Filmfabrik Europas und bietet einen eindrucksvollen Blick in die Herstellung von Farbfilmen. Mit seiner einmaligen Sammlung an historischen Geräten und Einrichtungen aus rund 85 Jahren Industriegeschichte lässt das Museum Produktionsprozesse und Arbeitsbedingungen der seinerzeit bis zu 16000 Mitarbeitern wieder lebendig werden. Nach der fachkundigen und informativen Führung durch das Museum ging das Workshopprogramm zu digitalen Realität über.



Achim Rösch gab einen Überblick über den Einsatz von Spezialobjektiven beim Filmen mit Halbformat- oder KB-DSLR-Kamera. Obwohl die modernen DSLR-Kameras inzwischen vielfältige Möglichkeiten zur Aufnahme von professionellen Videofilmen bieten, sind die derzeitigen Wechselobjektive nicht immer optimal auf das Filmen abgestimmt. Der typische AF-Innenantrieb erschwert das feine manuelle Fokussieren. Dazu kommt, dass Zoom- und Schärfeeinstellung nicht bei allen Objektiven an der gleichen Stelle sitzen. Optische Fehler der Objektive können mit Bearbeitungsprogrammen leicht am Bilddatensatz korrigiert werden. Beim Filmen ist der Aufwand erheblich höher. Viele DSLR-Objektive zeigen dazu bei offener Blende nicht den Schmelz und Charakter, den man gern hätte. An den neuen Xenon Full-Frame-Primes von Schneider Kreuznach zeigte Achim Rösch, wie KB-Objektive für das professionelle Filmen optimiert werden können. Schneider Kreuznach hat speziell für die Videoanwendung bei DSLR-Kameras mit KB-Bildsensoren fünf Objektive mit unterschiedlichen Festbrennweiten entwickelt. Alle fünf weisen die gleichen Abmessungen auf, auch die Lage der Fokusringe ist bei allen identisch. Die Auflösung wurde bereits für zukünftige Video-Standards optimiert. Rösch ging ebenfalls auf das Filmen mit Shift/Tilt-KB-Objektiven ein.

PIC-Mitglied Uli Staiger gilt als Experte für das aufwändige Composing von Bildkreationen über Photoshop und CGI-Programme. In seinem mehrstündigen Praxislehrgang demonstrierte er anschaulich, wie Licht und Schatten als wichtige Gestaltungsmittel mit Photoshop auch nachträglich entstehen können, so dass ein ganz bestimmter Look der Fotografien realisiert wird. Durch die bereits im Vorfeld vom Referenten bereit gestellten Beispiele konnten alle Teilnehmer Staigers einzelne Arbeitsschritte optimal nachvollziehen. Wiederholt gelang es Uli Staiger auch in Wolfen wieder, seine vielen Kenntnisse und Erfahrungen an die Kollegen weiterzugeben.


Den zweiten Workshoptag eröffnete Wolfgang Kubak von der Photo Presse mit einem lebendigen und kurzweiligen Überblick über die Geschichte der Farbfotografie und die besondere Bedeutung der Wolfener Filmfabrik in diesem Rahmen.

Sven Dölle, Business Development Manager bei Adobe Systems, hatte keinen leichten Stand, als er über die neuen Möglichkeiten der Nutzung von Adobe-Produkten der Adobe Creative Cloud informierte. Bekanntlich werden die neuen Adobe-Applikationen nur zeitlich begrenzt als Mietversionen bereit gestellt. Viele Nutzer befürchten deshalb, in eine Abhängigkeit von Adobe zu geraten.

Rechtanwalt Sebastian Deubelli als Referent beim PIC-Workshop rückte die Urheber- und Nutzungsrechte von Fotografien in Sozialen Netzwerken in ein aktuelles Blickfeld. Auf unkomplizierte, offene Art beschrieb er für einzelne Netzwerkbetreiber deren Vorstellungen vom Urheberecht und die daraus abgeleiteten Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Vorsicht vor unberechtigter Bildnutzung ist fast immer geboten. Deubelli verwies darauf, dass es nicht in jedem Fall notwendig ist, beispielsweise Jugendliche bei einem Verstoß abzumahnen. Bei einer gewerblichen Nutzung sollten Verstöße allerdings immer gemeldet werden.

In Form von „Shortcuts" stellten PIC-Mitglieder eigene Erfahrungen mit Projekten und Produkten vor. So zeigte Oliver Giel seinen bewegenden Schwarzweiß-Kalender „Hände", den er mit an Demenz erkrankten Menschen realisiert hat. Er berichtete dabei auch von den Problemen mit Druckereien bei der Umsetzung des Projekts.

Uwe Nölke erklärte, wie er seine innerbetriebliche Organisation mit Hilfe von „Evernote" vereinfacht. Jürgen Mayr stellte das von ihm entwickelte InDesign-Plugin zur vereinfachten Gestaltung von Fotobüchern vor sowie weitere nützliche Apps.

Der Professional Imagers Club führte auch beim November-Workshop 2013 wieder eine Fachveranstaltung auf hohem Niveau durch.



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