(openPR) Bei gefüllten Ziegel mit dünnen Stegen kommt es auf eine hohe Qualität bei der Verarbeitung an. Die wichtigsten Stationen zur Erstellung eines hochwärmedämmenden Mauerwerks - vom Wärmeschutz-Ziegel bis zur Mischtechnik.
In herausragender ruhiger Wohnlage mitten in Unterschleißheim bei München entsteht ein modernes, architektonisch anspruchsvolles und hochwertiges Einfamilienhaus mit versetzten Ebenen und Pultdach als KfW Effizienzhaus 55. KfW Effizienzhaus 55 ist seit 1. April 2009 die neue Bezeichnung für ein Energiesparhaus, das festgelegte Kriterien erfüllen muss, um von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert zu werden. Das Effizienzhaus 55 darf nur 55 Prozent der nach der Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV) gültigen Höchstwerte hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust erreichen. Wie zuvor beim KfW-40-Haus beträgt der Jahresprimärenergiebedarf damit lediglich 40 KWh pro m² Nutzfläche des Hauses. Der Nachweis der Werte muss durch ein Sachverständigengutachten erbracht werden. Die Bauherren des KfW Energiesparhauses in Unterschleißheim haben klare Vorstellungen zu Raumprogramm und Architektur ihres Wohnhauses und setzen auf eine qualitativ hochwertige Bauausführung. Bereits in der Planungsphase stellten sie hohe Anforderungen an den energetischen 320 m² Wohn- und Nutzfläche auf einer Grundfläche von 100 m². Weil Wärmebrücken bereits in der Planung durch das Architekturbüro konsequent ausgeschlossen wurden, ist als Heizung eine moderne Grundwasserwärmepumpe völlig ausreichend. Ungewöhnlich ist auch das Kellergeschoss. Bedingt durch hohe Grundwasserstände im Wohngebiet ist es als Weiße Wanne mit einer hochwärmedämmenden 16 cm Perimeterdämmung ausgeführt. Das bedeutet herausragenden Wärmeschutz, der bereits im Kellergeschoss beginnt.
Mauerwerk aus gefüllten Ziegeln
Besonderen Wert legten die umweltbewussten Bauherren auf die Auswahl der Baustoffe, die hohen ökologischen Ansprüchen genügen soll. Auf Empfehlung ihres Architekturbüros Neumeyer aus Oberschließheim, das auf eine mehr zurückblicken kann, fiel die Entscheidung auf ein dauerhaft hochwertiges Ziegelmauerwerk aus Unipor W08 Coriso Ziegel. Der Forderung nach naturnahen Baustoffen entsprechend, entfernten Unipor Ziegelwerk Hörl & Hartmann in einer Wandstärke von 42,5 cm geliefert. Die geringe Wärmeleitfähigkeit dieses Mauerziegels (= 0,08 W/(mK)) wird durch sein ausgefeiltes Lochbild und seine Füllung mit hochwärmedämmendem Mineralgranulat erreicht. Durch die Verwendung des Coriso-Ziegels kann auf einen zusätzlichen außen aufgeklebten Wärmeschutz vollständig verzichtet werden. Gemeinsam mit dem Mineralputz auf den Außenwänden wird bei diesem Gebäude ein effektiver Wärmedurchgangskoeffizient von lediglich 0,14 W/(m²K) gewährleistet. Mit diesem geringen Wert gelingt es sogar, die energetischen Anforderungen an das KfW 55 Effizienzhaus noch deutlich zu unterschreiten.
Hohe Anforderungen an die Ausführungsqualität
Die Realisierung eines hochwertigen Ziegelmauerwerks erfordert nicht nur den geeigneten Baustoff, sondern stellt auch hohe Anforderungen an die technische und handwerkliche Ausführungsqualität. Bei dem ausgefeilten Lochbild des Coriso-Ziegels mit seinen dünnen Stegen und den eingefüllten Flocken aus hochwärmedämmendem Mineralgranulat spielt die professionelle Verarbeitung des Mörtels eine zentrale Rolle. Denn der Mörtelauftrag hat nur eine Stärke von 1 – 2 mm, muss satt deckelnd und geschlossen aufgetragen werden und gleichzeitig für eine ideale Verbindung der Ziegelreihen sorgen. In Zusammenarbeit mit dem Mischtechnik-Unternehmen Collomix und dem Mörtelhersteller Maxit
hat der Ziegelverband Unipor das System „MauerTec“ entwickelt, in dem alle Komponenten für einen hochwertigen Mauerwerksbau perfekt aufeinander abgestimmt sind.
Zum „MauerTec“ System gehören moderne Planziegel wie der Unipor Coriso, der passende deckelnde Dünnbettmörtel wie der Maxit 900 D, ein Xo Handrührwerk mit dem Rührkorb DLX 152 HF von Collomix sowie ein passendes Mörtelauftragsgerät wie der unimaXX.
Mörtel aufbereiten
Auf der Baustelle wird der Dünnbettmörtel für die Verarbeitung frisch angemischt. Dabei ist wichtig, dass die zu verarbeitende Menge stimmt. Maxit liefert den Mörtel 900 D in Säcken mit einem Volumen von 15 kg. Diese Menge wird auf einmal in den Collomix 30 Liter-Mischeimer gegeben und mit der vorgegebenen Menge Wasser versetzt. Für das Anmischen haben sich die leistungsfähigen und stabilen Collomix-Handrührgeräte der Xo-Serie mit Hexafix-Kupplung besonders bewährt. Speziell für das Anmischen des Dünnbettmörtels hat Collomix den Rühreinsatz Collomix DLX entwickelt.
Dünnbettmörtel anrühren
Mit dem Collomix-Rührgerät wird der Dünnbettmörtel maxit 900 D in kurzer Zeit angemischt. Die Praktiker auf der Baustelle wissen die ergonomische Form und Handhabung des Xo-Rührgerätes zu schätzen. Es lässt sich mit beiden Händen sicher fassen. Der Rührer kann auch in Rotation einfach, ohne Kraftaufwand und frei in allen Bereichen des Mischbehälters geführt werden. Wichtig ist, dass die Mörtelmasse sämig und klumpenfrei angerührt wird und in ihrer Konsistenz eine honigartige, geschmeidige Form annimmt. Denn die Mischqualität ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Mörtelmasse die gewünschten bauphysikalischen Eigenschaften erreicht. Nach einer kurzen „Reifezeit“ muss der Dünnbettmörtel noch einmal kurz durchgemischt werden – dann ist er fertig zur Verarbeitung.
Dünnbettmörtel auftragen
Direkt aus dem Collomix-Mischeimer wird der Dünnbettmörtel in den Mörtelschlitten gefüllt. Deutlich erkennbar ist die honigartige Konsistenz, die den sauberen Auftrag des Dünnbettmörtels gewährleistet. Mit dem Mörtelschlitten wird der deckelnde Dünnbettmörtel vollflächig in einer Lagerfugendicke von 1 – 2 mm aufgetragen. Dank der planebenen Flächen der Ziegel reicht diese Stärke aus, um die hohe Verbindungskraft zwischen den Ziegeln sicherzustellen. Auf diese Weise reduziert sich der Mörtelverbrauch im Vergleich zum Mauerwerk mit Normalfugen um bis zu 75 Prozent. Das Ergebnis ist eine vollständig geschlossene Lagerfuge und eine „satte“ Verbindung der Ziegelreihen
Ziegelreihen setzen
Die Profis im Team des Bauunternehmers Josef Stadler verarbeiten die angemischte Mörtelmenge in einem Zug. Während ein Mitarbeiter mit dem Mörtelschlitten jeweils die geschlossene Mörtelfuge Reihe für Reihe zieht, können seine Kollegen bereits die Ziegel setzen – bis die komplette Mauer aufgemauert ist. So entsteht ein homogenes Mauerwerk als saubere, glatte und nahezu fugenlose Wandoberfläche. Sämtliche Geräte wie der Collomix Rühreinsatz DLX 152 HF oder der Mörtelschlitten lassen sich einfach mit Wasser reinigen und sind sofort wieder einsatzbereit.











