(openPR) Die Reblinge sind ein Fabelvolk, das vor fast zweitausend Jahren in der Pfalz seine Heimat gefunden hat. Sie bevölkern seither zahlreich die hiesigen Weinberge.
Sie bewachen die Trauben und feiern vor allem im Herbst ausgelassen und fröhlich mit den Menschen in den malerischen Gassen überall in der Pfalz. Es ist erstaunlicherweise jedoch noch gar nicht so lange her, dass die Reblinge unweit des Deutschen Weintors erstmals von dem in Rechtenbach lebenden Ehepaar Simone und Hans-Dieter Frischmann entdeckt wurden. Beim Spazierengehen durch die Weinberge fing alles an. Rebknorzen am Wegesrand, mit Fantasie betrachtet, offenbarten Gestalten, die Simone Frischmann Anlass gaben, mit viel Kreativität und Humor einem Rebling das Leben einzuhauchen.
Die charakteristischen Reblinge mussten einen Namen erhalten und ein ergänzendes Sprüchlein prägt die Individualität der skurrilen Persönlichkeiten, die zu Beginn des gestalterischen Arbeitsprozesses noch völlig offen sind.
„Unsere Reblinge sind alle aus Rebknorzen. Das Holz wird vorsichtig von der Rinde befreit, gründlich gereinigt und dann geschliffen und geglättet. Durch die individuellen Eigenarten eines jeden Rebstocks sieht kein Stück aus wie das andere. Es gibt sehr große Unterschiede in Form, Farbe, Größe und Beschaffenheit. Das Holz wird nicht mit Holzschutzmittel oder dergleichen bearbeitet, es bleibt meistens unbehandelt. Wenn Lack oder Öl eingesetzt wurden, ist dies beim jeweiligen Rebling angemerkt. Zur Gestaltung der Reblinge werden nur hochwertige Farben eingesetzt“, erklärt Hans-Dieter Frischmann.
Mittlerweile ist aus dem Spaß im Freundeskreis ein Onlineshop geworden (www.reblinge.de) und die Pälzer Reblinge gibt es in der "Kunstpraxis am Rechtenbach" in Schweigen-Rechtenbach zu kaufen. Mit einer wirklichen Gewinnmarge sei nicht zu rechnen, da die Herstellung eines Reblings sehr aufwendig und zeitintensiv ist. „Aber wir haben viel Spaß an unseren Reblingen und die wachsende Beliebtheit spornt uns weiter an.“











