(openPR) Ein überfallener Juwelier, seltsame Vorgänge in der Schule, verdächtige Lehrer – und der junge Oskar mittendrin.
Kaum hat Oskar den ersten Tag in seiner neuen Schule gemeistert, geschehen dort auch schon seltsame Dinge: Ein mysteriöser „Kerzenknacker“ schleicht sich bei Nacht in das Gebäude und versteckt allem Anschein nach die Beute seines Juwelenraubs in den Päckchen am Weihnachtsbaum. Zusammen mit seinen neuen Freunden beginnt Oskar nachzuforschen und verstrickt sich in ein Abenteuer aus Indizien, Verdächtigen und heimlichen Observationen, um dem Übeltäter auf die Schliche zu kommen.
Oskar kann sich mit der neuen Umgebung, in die er mitten im verschneiten Dezember mit seinem alleinerziehenden Vater gezogen ist, noch nicht so recht anfreunden. In der noch fremden Schule versteht er sich jedoch auf Anhieb gut mit seinem Banknachbarn Thilo, der ihm am folgenden Tag ein Zwillingspärchen aus der Parallelklasse vorstellt.
Als Oskar entdeckt, dass am Weinachtsbaum in der Schule Päckchen vertauscht wurden, weist er seine neuen Freunde auf das eigenartige Geschehen hin. Die Kinder achten daraufhin akribisch auf neuerliche Veränderungen, von denen sie auch täglich Zeugen werden. Schnell kommen sie zu dem Schluss, es müsse sich jemand bei Nacht an dem Baum zu schaffen machen, den sie wegen der bei seinen Aktionen zerbrochenen Kerzen kurzum den „Kerzenknacker“ taufen. Nachdem sie auch noch einen goldenen Ringes unter dem Baum und eine verdächtig stehengelassene Leiter finden, bringen die Vier ihre Beobachtungen sogleich mit einem Schmuckraub in Verbindung, dessen Täter noch auf freiem Fuß ist.
Weil jeder Detektivklub einen Namen braucht, nennen sie sich die „Neumondbande“ und beginnen ihre Nachforschungen. Sie beobachten Schulpersonal, fragen die komische Sekretärin, die nette Lehrerin und den freundlichen Hausmeister aus – alle stehen unter Verdacht. Zusammen mit der Schulleiterin und dem Vater eines unliebsamen Klassenkameraden.
Am Höhepunkt der Geschichte legen sich die Kinder schließlich des Nachts auf die Lauer, um die Identität des „Kerzenknackers“ endgültig zu klären. Wird es ihnen tatsächlich gelingen, den Dieb zu fassen, oder wird der seinerseits zur Gefahr für die jungen Detektive?
Bernhard Hanebutts Geschichte bleibt bis zum Schluss spannend. Immer neue Wendungen und Erkenntnisse lenken den Verdacht des Lesers immer wieder auf eine andere Person, doch der wahre Täter bleibt bis zum Schluss im Hintergrund.
„Mir war es sehr wichtig, dass die Kinder beim Lesen nicht für dumm verkauft werden. Ich wollte keine Geschichte schreiben, bei der man bereits auf der zweiten Seite weiß, wer der Täter ist oder aber überhaupt gar nicht die Möglichkeit erhält, selbst auf die Lösung zu kommen.“, so der Autor. „Es sollte eine richtige Kriminalgeschichte im Stil von Doyle und Christie werden, nur eben für Kinder. Mit undurchsichtigen Verdächtigen, mysteriösen Hinweisen, nächtlichen Observationen und einem ernstzunehmenden Gegenspieler. Es sollte eine Geschichte werden, bei der man miträtseln kann, bei der man genau aufpassen und die einzelnen Indizien miteinander in Verbindung bringen muss.“
Die Illustrationen stammen von dem Lehramtsstudenten selbst und veranschaulichen einzelne Szenen mit eingängigen Bildern.
„Der Kerzenknacker“, dessen Name durch Zufall entstand und die Geschichte überhaupt erst initiierte, ist ein Buch sowohl für Kinder wie für Freunde von Krimis, die sich die Pointe bis zum Ende aufheben.
Angelika Thoma
Das Buch ist beim Verlag bestellbar, über den Shop auf der Homepage: www.papierfresserchen.de – oder natürlich über den Buchhandel.
Über den Autor:
Bernhard Hanebutt wurde am 6. November 1990 in Blankenburg am Harz geboren und wuchs in Ballenstedt auf, wo er zunächst die Brinckmeier-Grundschule und später das Wolterstorff-Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur im Jahr 2009 leistete er seinen Zivildienst in der Reinhard-Lakomy-Schule in Halberstadt, einer Förderschule für geistig Behinderte. Seit Oktober 2010 studiert Hanebutt Grundschullehramt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit der Fächerkombination Kunst/Musik, Deutsch, Mathe , Kunst ist dabei sein Hauptfach. Zusätzlich ist er am Lehrstuhl für Kunstpädagogik als studentische Hilfskraft tätig. In seiner Freizeit spielt er Geige im Universitätsorchesterorchester der (ehemaligen) Erziehungswissenschaftlichen Fakultät.
Bernhard Hanebutt
Der Kerzenknacker
Papierfresserchens MTM-Verlag
ISBN: 978-3-86196-284-7
Taschenbuch
80 Seiten, illustriert
8,50 Euro
Hinweis für Redaktionen: Gerne übersenden wir ein Rezensionsexemplar













