(openPR) Am Dienstag, den 26.11.2013 fand im Alten Rathaus in Lauf an der Pegnitz eine Veranstaltung zum Thema Unternehmensförderung statt. Organisiert wurde der Abend vom BDS Lauf. Die Begrüßung der 30 Interessierten übernahm Jürgen Schmidt vom BDS Lauf/Buscon Business und IT Consulting.
Unternehmen aufwecken
Michael Roth (BDS Lauf/ROM Consulting) hat in seinem Beitrag die anwesenden Unternehmer aufgerüttelt und ermuntert, eines der zahlreichen Förderprogramme in Anspruch zu nehmen. Es wurde klar abgegrenzt von den meist bekannten Förderungen durch Darlehen und Kredite der LfA und KfW, die lediglich eine Verbesserung der Rahmenbedingungen gewähren. Die Zuschüsse für Beratung und Innovationsvorhaben, die Michael Roth in seinem Vortrag vorstellte, bedeuten tatsächlich, dass der Staat bares Geld an den Unternehmen ausbezahlt. Und das für Kosten, die sowieso angefallen wären.
Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigte Michael Roth unterschiedliche Fördermöglichkeiten und ihre Umsetzbarkeit im Unternehmen auf. Es wurde unter anderem gezeigt, dass in unterschiedlichen Bereichen und Situationen eine unterstützende geförderte Beratung sinnvoll ist. Sowohl die Nachfolge, Ertragsschwäche, Strategiekrise oder Neuausrichtung des Unternehmens, als auch die Verbesserung des Kalkulationswesens, Finanzplanung, Prozessverbesserung und Personalentwicklung sind Themen, die das Unternehmen nachhaltig erfolgreicher machen. Michael Roth machte deutlich, dass seine Kunden mindestens ein Förderprogramm erfolgreich in Anspruch genommen haben.
Als zweiter Referent konnte Jürgen Belian von der IHK Nürnberg gewonnen werden. Zentrale Aussage seiner Präsentation: KMU's sind häufig förderberechtigt, wissen aber nichts davon. Programme wie das Gründer- oder Nachfolgecoaching, aber auch der Runde Tisch oder die TurnAround Beratung sind für viele KMU's zugänglich. Bei diesen Programmen steht die betriebswirtschaftliche, finanzielle und organisatorische Beratung im Mittelpunkt. Diese Programme werden mit 50-70%, teilweise sogar zu 100% vom Staat bezuschusst. Zudem kann das Programm UnternehmensWertMensch, das sich mit Personalentwicklung beschäftigt, bis zu 80% bezuschusst werden.
Mehr Förderprogramme als Unternehmen
Dr. Stefan Freiberger von der Universität Bayreuth/Fraunhofer Institut thematisierte in seinem Vortrag vor allem technische Unternehmen und Förderprogramme. Neben dem Innovationsgutschein oder dem ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) gibt es auch weniger bekannte Fördermittel wie beispielsweise das europaweite Programm EraSME, das ebenfalls von Jürgen Freiberger vorgestellt wurde. Gerade im Technologiebereich werden die Fördermöglichkeiten noch nicht vollständig ausgenutzt - nicht selten sind mehr Gelder als förderberechtigte Unternehmen vorhanden, so Freiberger. Gerade beim Innovationsgutschein Bayern besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen die beantragte Förderung auch erhalten. Gleichzeitig hält sich der Aufwand für die Bewerbung um einen Innovationsgutschein laut Freiberger in Grenzen.
In der abschließenden Diskussion löcherten die Gäste die Referenten mit weiteren Fragen. Dabei konnte festgehalten werden, dass für Programme wie das Gründer- und Nachfolgecoaching und das nicht näher vorgestellte Programm der BAFA zur Unternehmensberatung nahezu alle Klein- und Mittelständische Unternehmen berechtigt sind. Zudem muss bei einigen Mitteln, wie dem Innovationsgutschein, die Beantragung vor dem offiziellen Beginn der tatsächlichen Arbeit eingereicht und bestätigt werden.
Die Antragstellung wird grundsätzlich von beratenden Einrichtungen und Unternehmen durchgeführt beziehungsweise stark unterstützt. Vor allem die Erfahrung, welche Unterlagen und Anträge der Genehmigungsstelle vorliegen müssen, spielt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur Förderung. Beratung gibt es bei der IHK, den Handwerkskammern oder zertifizierten Beratern der Kfw (https://beraterboerse.kfw.de/index.php?ac=consultant_profile&id=135409500). Zudem wurde ausdrücklich auf die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums hingewiesen (www.förderdatenbank.de).
Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten alle Gäste und Referenten den weiteren Abend zum Netzwerken und Austausch ihres Wissens. Weitere Informationen zur Veranstaltung, den Vorträgen und zu Fördermöglichkeiten allgemein finden Sie unter www.romconsulting.de











