(openPR) Die Veranstaltungsreihe für Patienten am St. Martinus-Hospital widmet sich zum diesjährigen Abschluss am 04.12.2013 dem Zusammenhang von Arbeit und Psyche.
Seit 1994 ist die Zahl der psychischen Erkrankungen um 120 Prozent gestiegen. Unterschiedliche Studien kommen dabei zu demselben Ergebnis: Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen sind mittlerweile im Schnitt doppelt so lang (rund 22 Tage) wie Ausfallzeiten wegen anderer Erkrankungen (11 Tage). Die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz und damit auch die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens hängen also mehr denn je von der psychischen Verfassung der Belegschaft ab. In Zeiten immer größer werdender Anforderungen an Arbeitstempo, Flexibilität und Effizienz der Arbeitnehmer leiden Hunderttausende an Antriebslosigkeit, Verlust von Interesse und Freude, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit. Jeder dritte psychisch Kranke geht dennoch zur Arbeit, obwohl er bei anhaltenden Symptomen der fachärztlichen Behandlung bedürfte. Eine Erklärung hat die Chefärztin der Klinik für Psychiatrie am Olper St. Martinus-Hospital, Dr. Christine Menges: „Auch wenn offener mit psychischen Erkrankungen umgegangen wird, sind sie am Arbeitsplatz nach wie vor oft ein Tabuthema. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei die Angst des Arbeitnehmers als schwach und unzuverlässig zu gelten und den Arbeitsplatz zu verlieren. Umso mehr gilt es im Krankheitsfall eine Strategie im Umgang mit der Erkrankung und dem Arbeitsumfeld zu finden.“
Auf der anderen Seite stellt Arbeitslosigkeit und der damit einhergehende Verlust von Tagesstruktur, Sinnhaftigkeit, Anerkennung und sozialen Kontakten einen ganz erheblichen Risikofaktor für den Ausbruch oder die Verschlimmerung bestehender seelischer Erkrankungen dar. Arbeits- und Ergotherapie sind dann wertvolle Bausteine psychiatrischer Behandlung, um eine Wiedereingliederung in ein Leben mit Arbeit vorzubereiten.
In einer Informationsveranstaltung am 04.12.2013 im Verwaltungsgebäude des St. Martinus-Hospitals (2. OG, gegenüber Haupteingang des Krankenhauses) beleuchtet Dr. Menges daher den Zusammenhang zwischen Arbeit und Psyche und gibt Hinweise und Tipps zum Umgang mit den unterschiedlichen Erkrankungsbildern. Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.











