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Optimale Hochschullehre: Gut strukturiert und praxisrelevant

26.11.201314:44 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Optimale Hochschullehre: Gut strukturiert und praxisrelevant
Annette Kluge, Kerstin Schüler (Hrsg.) Qualitätssicherung und Entwicklung in der Hochschule
Annette Kluge, Kerstin Schüler (Hrsg.) Qualitätssicherung und Entwicklung in der Hochschule

(openPR) Hochschullehrer orientieren sich heute deutlich stärker als frühere Generationen an Bedürfnissen der Studierenden. Dozierende engagieren sich vor allem dann in qualifizierter Lehre, wenn sie einen wertschätzenden Umgang für wichtig halten und vermuten, dass die Studierenden ihm gleichfalls Bedeutung beimessen. Zu dieser Einschätzung kam eine Studie der Professorinnen Annette Kluge und Kerstin Schüler, veröffentlicht in dem Studienband "Qualitätssicherung und Entwicklung in der Hochschule".



Ein positives Lehrergebnis ist v.a. bei einer klaren Gliederung, Praxisrelevanz und Fachkompetenz zu erwarten.

Die Studierenden beurteilen die Lehre in standardisierten Evaluationsbögen. Wie wirken diese Urteile auf die Dozierenden? Kluge und Schüler fanden überraschende Reaktionen: "Die generelle Annahme, dass negatives Feedback zu einer erhöhten Anstrengungsbereitschaft führe, lässt sich in der Studie nicht bestätigen. Stattdessen wird es jede Form von Beziehung geben können: Jemand mit negativem Feedback strengt sich weniger an, jemand mit positivem Feedback strengt sich weniger an, jemand mit positivem Feedback strengt sich mehr an, und jemand mit negativem Feedback strengt sich mehr an - oder alle strengen sich genauso an wie bisher ..."

Dennoch sehen Dr. Markus Dresel und Kollegen in studentischen Veranstaltungsbeurteilungen eine Grundlage für die eventuell erforderliche Beratung von Lehrenden. In diesem Kontext halten die Psychologen v.a. sechs Punkte für relevant:

- Die Studierenden-Fragebögen sollen theoretisch haltbar und psychometrisch überprüft sein
- Der Studierenden-Fragebogen sollte mit einem analogen Dozenten-Fragebogen korreliert werden, um die Fremd- und Selbsteinschätzungen vergleichen zu können
- Zusätzliche Informationsquellen, z.B. Videobeobachtung, können hilfreich sein
- Nicht selten verfügen Lehrende über ungünstige Einschätzungen ihrer Lehrkompetenz. Hier bietet es sich an, ungünstige Ursachenerklärungen durch motivationsförderliche Erklärungen zu ersetzen und aufzuzeigen, mit welchen Maßnahmen diese Faktoren entwickelt werden können
- Als effektiv hat es sich erwiesen, wenn einige wenige Aspekte der Lehre ausgewählt werden und sich die Dozenten dafür Verbesserungsziele setzen
- Zusätzlich zur Expertenberatung sind Diskussionsmöglichkeiten in einer Gruppe von Lehrenden sinnvoll.

>> Annette Kluge, Kerstin Schüler (Hrsg.) Qualitätssicherung und Entwicklung in der Hochschule: Methoden und Ergebnisse. Pabst, 320 Seiten, ISBN 978-3-89967-336-4

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