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Sonja Reischmann Stiftung ruft Kindertrauergruppe ins Leben

22.11.201316:26 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Sonja Reischmann Stiftung ruft Kindertrauergruppe ins Leben
Zu Gast beim Kinderhospizdienst: Sabine Reischmann von der Sonja Reischmann Stiftung (r).
Zu Gast beim Kinderhospizdienst: Sabine Reischmann von der Sonja Reischmann Stiftung (r).

(openPR) Kinder trauern anders. Sie erleben den Verlust eines nahestehenden Menschen oft ganz anders als die Erwachsenen und reagieren auf besondere Weise darauf. Nicht immer finden sie in ihrem Umfeld Verständnis und Unterstützung in ihrer Trauer. Um hier zu helfen, hat der Ambulante Kinderhospizdienst für den Bodenseekreis und den Landkreis Ravensburg ein spezielles Angebot zur Trauerbegleitung für Kinder entwickelt. Durch den Anstoß der Sonja Reischmann Stiftung wird es ab 2014 realisiert.




Kinder spüren das Leid

Eine Familie hat durch Suizid den Vater verloren. Die junge Mutter leidet sehr unter dem traumatischen Verlust. Ihre Kraft reicht kaum aus, um für die drei Kinder (fünf, sechs und acht Jahre alt) zu sorgen. Verwandte, die sie unterstützen könnten, gibt es nicht. Gespräche über den Tod des Vaters erträgt die Mutter gar nicht. Die Kinder spüren das Leid ihrer Mutter und bemühen sich, sie zu schonen.

In diesem Beispiel wurde der Ambulante Kinderhospizdienst über die Notlage informiert und sprang ein. Seither besuchen zwei erfahrene ehrenamtliche Patinnen die Familie regelmäßig, sind für die Kinder da und entlasten die Mutter. Bisher müssen solche Einsätze des Ambulanten Kinderhospizdienstes jedoch eine Ausnahme bleiben, denn für Trauerarbeit gibt es keine Finanzierung.

Raum zur Trauer finden

Zukünftig sollen trauernde Kinder beim Kinderhospizdienst eine regelmäßige Anlaufstelle finden. Mit insgesamt 13 500 Euro, verteilt auf drei Jahre, finanziert die Sonja Reischmann Stiftung den Aufbau und die Durchführung einer speziellen Trauerbegleitung für Kinder. "Die Idee kam meiner Schwester Angelika Klingenthal und mir dadurch, dass unser Vater, also auch der Vater der Stifterin, sehr früh verstarb und wir Kinder damals keinen Raum zur Trauer fanden", sagt Sabine Reischmann von der Sonja Reischmann Stiftung.

"Der Bedarf für eine Trauergruppe ergab sich aus Gesprächen mit betroffenen Familien, aber auch Jugendämter und Beratungsstellen in der Region haben bereits nach solchen Angeboten gefragt", berichtet Barbara Weiland, Koordinatorin des Kinderhospizdienstes für den Bodenseekreis. In einer Gruppe speziell für Kinder lassen sich die emotionalen Belastungen, die sich aus der Konfrontation dieser Kinder mit schweren Krankheiten oder Tod der engsten Angehörigen ergeben, zusammen mit anderen Betroffenen ansprechen.

Fester Treffpunkt für Kinder aus der Region

In dieser Gruppe werden zwei ehrenamtliche Mitarbeiter, die speziell zu diesem Thema geschult sind, einmal monatlich einen festen Treffpunkt für Kinder aus der Region (Landkreis Ravensburg und Bodenseekreis) bieten. Diese Gruppe soll einen stabilen Raum und geschützten Ort für Auseinandersetzungen mit dem schweren Verlust verschaffen. Geplant sind neben Gesprächen vor allem kreative und kunsttherapeutische Angebote: Malen, Basteln, Singen, gemeinsames Kochen oder Spiele.

Außerdem wird die "Kindertrauergruppe" auch Freizeitangebote durchführen, die der Entlastung der Familie dienen. In Kooperation mit der "Geschwisterzeit" (einem Projekt in Trägerschaft von St. Gallus-Hilfe, St. Jakobus Behindertenhilfe, der Schule für Blinde und Sehbehinderte der St. Franziskus-Stiftung Heiligenbronn und der St. Elisabeth-Stiftung) sind zwei erlebnispädagogische Freizeiten geplant. "Diese Tage sollen eine 'trauerfreie' Zeit sein, in der die Kinder ihre Stärken erleben und sich stabilisieren können", sagt Elisabeth Mogg, Koordinatorin des Kinderhospizdienstes für den Landkreis Ravensburg.

Der Ambulante Kinderhospizdienst ist ein Kooperationsprojekt des Malteser Hilfsdienst e. V. und der Stiftung Liebenau. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 wurden 24 Familien betreut. 25 Ehrenamtliche engagieren sich zurzeit in den beiden Landkreisen Ravensburg und Bodenseekreis.

Die gemeinnützige Sonja Reischmann Stiftung wurde im Jahr 2004 gegründet. Sie kümmert sich um Einzelschicksale und Projekte rund um Kinder und Familien in Not im Landkreis Ravensburg.


Infoveranstaltung:

Im Januar 2014 wird es eine Infoveranstaltung in Ravensburg über die Trauergruppe geben, die zeitnah in der Presse angekündigt wird. Interessenten können sich bereits jetzt informieren bei Barbara Weiland, der Koordinatorin für den Bodenseekreis, unter 07541 71627 oder unter info(at)kinderhospizdienst-ravensburg.de


Kontakt:

Ambulanter Kinderhospizdienst Ravensburg
Telefon: 0751 3661333
www.kinderhospizdienst-ravensburg.de

Ambulanter Kinderhospizdienst Friedrichshafen
Telefon: 07541 71627
www.kinderhospizdienst-bodensee.de

Sonja Reischmann Stiftung
www.sonja-reischmann-stiftung.de

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