(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Nichts ist beständiger als die Änderung - so zeigt sich momentan auch das Wetter mal wieder von seiner unberechenbaren Seite. Dies wissen die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress zu berichten.
Von Tief Nicoles Warmfront über Skandinavien hat sich gestern eine sogenannte Warmfrontwelle abgelöst und ist unter Abschwächung von Norden über Deutschland hinweg gezogen. Ihr meist schwaches Niederschlagsgebiet erreichte am Abend Süddeutschland. Dabei gab es nur vereinzelt kräftige, meist aber nur leichte Schneefälle, von denen der Osten ausgespart blieb.
Dies alles ging deutlich schneller, aber weit weniger intensiv vor sich, als die Modelle noch am Freitagabend uns glauben machen wollten.
Doch leider hat sich damit das für heute erwartete Schmuddelwetter zeitlich nur verschoben und verschoben ist nun einmal nicht aufgehoben. Nach wie vor drängt - unbeirrt von der gestrigen Einlage und ohne zeitliche Änderungen - von Westen deutlich mildere Atlantikluft nach Mitteleuropa. Das Ergebnis sind bereits heute stetig steigende Temperaturen, die zum Abend im Nordwesten bereits 5 Grad überschreiten. Im Norden steht allerdings grönländische Kaltluft in den Startlöchern. Das hat die Bildung weiterer Tiefdruckgebiete zur Folge. Unter dieser Entwicklung leidet Hoch Drago bei den Britischen Inseln, das unter Abschwächung den Rückzug nach Südwesten antreten muss.
So wird Tief Panja - Ergebnis der Süd-Ausdehnung von Tief Nicole vor der nordnorwegischen Küste - im Tagesverlauf entstehen und dessen Warmfront ab dem Abend die Nordosthälfte und die Mitte mit am Dienstag in Regen übergehenden Niederschlägen überqueren. Nur der Westen und vor allem der Südwesten könnten morgen ohne größere Niederschläge davon kommen. Die Schneefallgrenze steigt dabei morgen im Westen auf 1500 Meter, im Osten auf 400 Meter an.
Tief Oili - nordwestlich von Irland - folgt südostwärts unter Entwicklung zum Sturmtief über der Nordsee im Verlauf des Mittwochs nach. Dadurch verzögert sich der Durchzug der Kaltfront bis Mittwochmittag, sodass Dienstag und Mittwoch die wärmsten Tage dieser Woche werden. Im Nordwesten sind morgen Höchstwerte von 8 bis 9 Grad, in der Mitte von 5 bis 6 Grad, im Osten von 2 bis 3 Grad zu erwarten.
Am Donnerstag hat uns dann schon wieder eine nasskalte Winterwitterung mit Schneeschauern bis in die Täler im Griff, doch ob der Winter dann wirklich auch länger bleibt, ist noch offen.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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Herr Florian Hirschmann
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