(openPR) Dass eine 15-Jährige ein Buch veröffentlicht, ist eigentlich schon ungewöhnlich genug. Wenn sie dabei ein höchst nachdenkliches und tiefgehendes Thema aufgreift, umso mehr. Die Karlsruherin Lisa Merkens schafft es in ihrem Erstlingswerk „Nebel – Ein Reich ohne Schatten“ zudem, eine spannende Geschichte zu erzählen, die jugendliche wie erwachsene Leser zu fesseln weiß.
Ein verwöhntes Mädchen muss lernen, dass es nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Doch in seiner gewohnten Umgebung ist das unmöglich. Daher schickt ihre Großmutter die junge Resa in die Welt der Toten, wo sie lernen soll, was es heißt, Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für andere, für das große Ganze, zu übernehmen. Doch wird sich der blasierte Teenager darauf überhaupt einlassen – und wie soll er wieder nach Hause kommen?
Resa ist hübsch, beliebt, hat den Traumprinzen an ihrer Seite und alles, was sie sich wünscht. Und was sie nicht hat, lässt sich mit dem Geld der Eltern kaufen. Nur ihre Großmutter trübt ein wenig Resas Glück. Denn sie widmet sich im Gegensatz zu dem verwöhnten Mädchen und dessen Mutter mit Eifer wohltätigen und gemeinnützigen Projekten, was diese überhaupt nicht nachvollziehen können. Ihre Einstellung scheint mit ihrem Verschwinden vor etlichen Jahren zusammenzuhängen, denn seit sie damals wieder zurückkam, ist sie nicht mehr dieselbe. In Resas Augen hat ihre Großmutter sogar den Verstand verloren. Dies scheint ihr bestätigt, als die alte Frau ihr eine Spiegelscherbe in die Hand drückt und seltsames Zeug über Leben und Tod redet. Doch mit dieser Scherbe soll sich Resas Leben schlagartig ändern. Sie landet in einem fremden Wald, wo weder Uhr noch Handy funktionieren, und kann mit den Tieren dort sprechen. Sie ist in die Welt ohne Schatten gelangt, in die Welt der Toten. Doch wie soll sie von dort wieder nach Hause kommen? Eine abenteuerliche Reise beginnt für Resa – eine Reise zu sich selbst.
Beim Schreiben kann Lisa Merkens Dinge verarbeiten, die sie beschäftigen und die sie ärgern. Dinge, die nicht nur sie persönlich betreffen, sondern auch solche, die eine größere Zahl Menschen kümmern sollte. So wie die Natur und die Umwelt, für die jeder einzelne eine Mitverantwortung übernehmen muss. Ihre Botschaften lässt die Schülerin in ihrem Buch durch Tiere vermitteln. „Die Tiere sagen die Wahrheit, die wir vielleicht gerne verdrängen“, wie die Autorin erklärt. Doch die Grundidee für ihren Roman entsprang eigentlich nicht dem Wunsch, aufzugreifen, was ihrer Meinung nach falsch läuft, sondern vielmehr ihrer allgemeinen Begeisterung für Bücher und Geschichten. Angefangen hat daher alles mit der Lektüre eines Buches, an dessen Ende Lisa Merkens den Raum der Fantasie nicht so schnell wieder verlassen wollte. „Daraufhin habe ich eben angefangen, mir selber eine Geschichte auszudenken. Und mit der Zeit hat sie sich dann immer weiterentwickelt“, erzählt sie.
Herausgekommen ist mit „Nebel – Ein Reich ohne Schatten“ ein imposanter Debütroman, der seine Leser auf vielen Ebenen zu fesseln weiß, der nachdenklich stimmt, der aber vor allem wunderbare Unterhaltung bietet.
Das Buch ist beim Verlag bestellbar, über den Shop auf der Homepage: www.papierfresserchen.de – und natürlich über den Buchhandel
Über die Autorin:
Lisa Merkens wurde 1998 geboren und lebt seitdem mit ihren Eltern und ihren zwei Brüdern in Karlsruhe. Sie besucht das St.-Dominikus-Gymnasium Karlsruhe. In der Schule hat sie auch ihre ersten Geschichten geschrieben.
Lisa Merkens
Nebel – Ein Reich ohne Schatten
Papierfresserchens MTM-Verlag
ISBN: 978-3-86196-249-6
Taschenbuch
228 Seiten
11,90 Euro
Hinweis für Redaktionen: Gerne übersenden wir ein Rezensionsexemplar
















