(openPR) KNÜPPEL VERPACKUNG ENTWICKELT FÜR SCHLEIFPAPIERHERSTELLER STRETCHFOLIENLÖSUNG
Hann. Münden, November 2013 • Schleifpapierrollen müssen direkt nach ihrer Herstellung und einem Besprühen mit Wasser noch einige Wochen in einer luftdichten Atmosphäre ruhen, damit sie bei Trocknungsprozessen verlorenes Wasser wieder langsam aufnehmen können. Knüppel Verpackung hat im Auftrag von Awuko Abrasives Wandmacher GmbH & Co. KG, Hann. Münden, als Generalunternehmer für diesen Revitalisierungsprozess eine Stretchfolienlösung entwickelt und realisiert. Awuko liefert seine speziell für die Anforderungen der Lederindustrie optimierten Schleifpapiere in Rollenform an die Gerbereien, die das Schleifpapier für die jeweiligen Anlagen in Eigenregie konfektionieren. Die Jumborollen werden dafür mit Folie umwickelt. Was früher aufwändige Handarbeit war, läuft heute dank einer von Knüppel entwickelten Stretchfolienlösung automatisiert und vor allem einfacher ab.
Die Luft muss raus
Schleifpapier bringt als Jumborolle gut vier Tonnen Gewicht auf die Waage. Das aufgewickelte Material sieht zwar wie eine Papierrolle aus, ist aber längst nicht so eng gewickelt. Kommen für das Drehen nur die bekannten Antriebsrollen zum Einsatz, herrscht an der Auflagestelle ein so hoher Druck, dass die Luft herausgequetscht würde und so das Material beschädigen kann. Die Lösung: eine große Masse auf eine möglichst große Fläche verteilen. „Die beiden Auflagerollen der Dreheinheit sind jetzt mit einem Gurt über die gesamte Rollenbreite verbunden. Die Konstruktion bettet damit die schweren Jumborollen ohne kritische Punktbelastungen beim anschließenden Umwickeln mit Stretchfolie“, erklärt Frank Grabowski, Produktmanager bei Knüppel. Für diesen Verpackungsschritt hat Knüppel einen Standard-Palettenwickler in das Verpackungssystem integriert.
Die Stretchfolie hat bei Awuko zwei Funktionen. Erstens lassen sich die Rollen durch das über die Kopfseiten straff geführte Verpackungsmaterial sicherer greifen. Zweitens wird mit dieser Hülle für das Schleifpapier ein Mikroklima geschaffen. Denn der Herstellprozess bringt es mit sich, dass das Papier so gut wie keine Feuchtigkeit mehr enthält und spröde ist. „Wir trocknen die Klebstoffe mit recht hohem Energieaufwand. Manche Papiere werden sogar noch 24 Stunden durchgebacken“, erklärt Joachim Riedel, Leiter Konfektionierung bei Awuko. Die Bindemittel werden dabei knochenhart und müssen deshalb vor dem Aufwickeln flexibilisiert werden. „Wir machen das in einem Arbeitsgang mit dem Wasseraufsprühen für das Revitalisieren – quasi ein Wiederbeleben.“
Folie als Klimakammer
Weil aber die Kapillaren zwischen den Fasern geschlossen sind, braucht diese Regeneration in der Regel mehrere Wochen. Damit das Wasser nicht verdunstet, schließt die von Knüppel entwickelte Verpackungslösung die Rollen wie in einer dichten Klimakammer ein. Rund drei Wochen dauert diese Revitalisierung. Je besser dieser Prozess abschließt, desto weniger schlägt das Papier bei Klimaschwankungen Wellen.
Starke Zusammenarbeit
Für die technische Umsetzung kam Awuko die Kompetenz und Projektierungsstärke des langjährigen Verpackungspartners Knüppel zugute. Knüppel wiederum nutzte die guten Verbindungen in den Verpackungsmaschinenbau, um weitere Fachleute für diesen Entwicklungs- und Realisierungsauftrag an einen Tisch zu bringen. Knüppel verkaufte nicht nur Komponenten oder Maschinen, sondern koordinierte die komplette Entwicklung der heute in Hann. Münden laufenden Verpackungsanlage. So machte das Unternehmen einen großen Schritt nach vorn. Vom Händler zu einem echten Systemanbieter – „Auf diesen Erfolg wollen wir aufsetzen und die Engineering- sowie Projektierungskompetenz als Dienstleistung weiter ausbauen“, blickt Grabowski nach vorn.










