(openPR) (Berlin/ Münster, 02.02.2006 – iGZ e.V.) Die jüngsten Zusammenschlüsse von Zeitarbeitsunter-nehmen haben zu Spekulationen geführt, ob sich die Branche grundsätzlich verändert. Hierzu nimmt der Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, Volker Homburg, wie folgt Stellung:
Die Branche professionalisiert sich weiter. Die jüngsten Übernahmen sind als Reaktion der großen Anbieter von Personaldienstleistungen auf wachsende Anforderungen des Marktes zu verstehen. Die Zeitarbeitsbranche spürt seit geraumer Zeit, dass insbesondere im Marktsegment höher- und hoch-qualifizierten Personals die Zeitarbeit eine wachsende Bedeutung erhält. Dass hier neben der Spezia-lisierung von Anbietern auch der Zukauf bewährter Kompetenz zum Instrumentarium der Unterneh-mensentwicklung gehört, überrascht mich nicht. Die Erweiterung des Marktes für Personaldienstleis-tungen und eine weitere Professionalisierung der Anbieter werden insofern Kennzeichen auch der mittel- und langfristigen Entwicklung der Branche sein.
Dagegen halte ich die Annahme einer kurzfristigen, substantiellen Veränderung des Konzentrations-grades der Branche für verfrüht. Die zehn größten Zeitarbeitsunternehmen repräsentieren lediglich einen Marktanteil von rund 35 %. Bei den bisherigen Fusionen handelt es sich um ein Zusammenge-hen der Branchengrößten, das heißt, eine spürbare Veränderung dieses Marktanteils findet nicht statt.
Zeitarbeit in Deutschland ist überwiegend mittelständisch strukturiert. Die rund 4.500 Zeitarbeitsunter-nehmen in Deutschland arbeiten überwiegend sehr nahe am Kunden in der Region oder im besonde-ren fachlichen Segment. Die Stärke dieser mittelständischen Firmen liegt in ihrer Innovationskraft, der hohen Flexibilität und persönlichen Nähe. Genau diese Merkmale verlangt der Markt, der damit wie-derum den Charakter unserer mittelständischen Branchenstruktur auf absehbare Zeit erhalten wird.










