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Mit der Postkutsche 6000 Kilometer durch Europa

02.02.200608:32 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Mit der Postkutsche 6000 Kilometer durch Europa
Diese Kutsche rollt in sechs Monaten durch sechs Länder und wirbt für Niedersachsen und das land an der Oste.
Diese Kutsche rollt in sechs Monaten durch sechs Länder und wirbt für Niedersachsen und das land an der Oste.

(openPR) Es wird eine Tour der Superlative: Zur "längsten Kutschenfahrt seit es Autos gibt" - 6000 Kilometer, sechs Monate, sechs Länder - startet das Ehepaar Christine und Jürgen Reimer im April in Hechthausen an der Oste.

Während ihrer Reise auf alten Postwegen durch Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien, Slowenien und Ungarn wollen sie als "Botschafter des Ostelandes" für die Ferienregion an der stillen Oste werben, dem noch weithin unbekannten längsten niedersächsischen Nebenfluß der Elbe.



Die gelbe Postkutsche, ein originalgetreuer Nachbau eines Reise-"Omnibusses" aus dem Jahr 1890, wird mit dem Logo ihres Projektpartners, der Arbeiztsgemeinschaft Osteland e.V., und Werbematerial an Bord haben, mit dem das norddeutsche Land der Fähren und der Pferde vorgestellt wird.

Wenn die Kutsche Osnabrück passiert, ist Ministerpräsident Christian Wulff eingeladen, mit seiner Familie an einer Sonderfahrt teilzunehmen. Denn neben der Werbung für die AG Osteland, der die beiden Pferdefreunde als aktive Mitglieder angehören, liegt es den Kutschfahrern am Herzen, im In- und Ausland auch auf die Reize des Pferdelandes Niedersachsen aufmerksam zu machen.

Begleitet wird die Rekord-Tour von einem spannenden Unterrichtsprojekt der Grundschule Hechthausen: Die Schülerinnen und Schüler werden sechs Monaten lang aus Stadt und Land Postkarten von der Kutschfahrt erhalten die Europatour im Rahmen des Unterrichts verfolgen. Nach der Rückkehr gibt es einen Workshop zum Thema Europa per Kutsche.

Mit ihrem weltweit wohl einzigartigen Vorhaben erfüllen sich Christine und Jürgen Reimer einen alten Traum. Bekannt geworden durch Fahrradtouren um die halbe Welt, haben die beiden im Wortsinne umgesattelt. Nach alten Plänen ließen sie zu diesem Zweck in Polen die vier Meter lange und fast drei Meter hohe und mehrere hundert Kilo schwere Kutsche fertigen, die mit Ledersitzen, Stoßdämpfern, Scheibenbremsen und Beleuchtung ausgestattet wurde.

Die halbjährige Fahrt - "eine echte Herausforderung mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Eventualitäten", so Jürgen Reimer - bedurfte langwieriger Vorbereitung und Organisation. Schon für die Planung der Route haben die beiden Profis monatelang recherchiert. Die Beschaffenheit der Strecke war ebenso zu erkunden wie Unterkunft und Verpflegung für Kutscher und Pferde.

"Hinzu kommen behördliche Genehmigungen, die zu erhalten sich als äußerst langwierig herausgestellt hat", erzählt Reimer. Dafür erhofft sich das Paar - ebenso wie seine Mitfahrer, die Teilstrecken buchen können - sechs Monate Postkutschenromantik, wie sie so anders kaum erlebt werden kann. Benutzt werden, wo immer möglich, historische Postwege, von der Niederelbe über den Alpen bis nach Budapest, auf den Spuren Theodor Fontanes und auf der von den Römern gebauten Via Claudia Augusta.

Im September wollen die Botschafter des Ostelandes mit ihrer "Europa-Kutsche" wieder am idyllischen Oste-Fluß eintreffen, wo sich die weitgereisten Journalisten zwischen grünen Deichen, Obsthöfen und Pferdekoppeln letztlich doch wohler fühlen als in der großen weiten Welt.

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